Schweizerischer Baumeisterverband: Der Schweizerische Baumeisterverband setzt sich weiterhin für einen neuen LMV ein

Zürich (ots) –

Am Montag, 14. November 2022 fand die siebte Verhandlungsrunde für eine Erneuerung des Landesmantelvertrages statt. An den konstruktiv geführten Gesprächen stellte der Schweizerische Baumeisterverband den Gewerkschaften Anpassungen am Arbeitszeitmodell 2023+ vor, mit denen den Bedenken vor überlangen Arbeitstagen begegnet und Risiken für solche weiter minimiert werden können. Bezüglich Lohnerhöhungen zeigt sich der SBV weiter gesprächsbereit und stellte bei einer substanziellen Verbesserung des LMV beim Arbeitszeitmodell entsprechend Lohnerhöhungen in Aussicht. Ohne diese Verbesserungen bewegen sich die Möglichkeiten auf einem deutlich tieferen Niveau. Die aktuellen Forderungen der Gewerkschaften eines vollen Teuerungsausgleichs plus zusätzlich 1% Lohn sind allerdings unrealistisch. Die Baumeister wollen einen neuen LMV erreichen. Am Dienstag, 22. und Montag, 28. November 2022 finden zusätzliche Verhandlungsrunden statt.

Das Bauhauptgewerbe mit seinen 90″000 Angestellten muss als Branche stärker auf die Bedürfnisse der neuen Generationen eingehen können, um diese ansprechen und in der Branche auch langfristig halten zu können. Der Fachkräftemangel und die Ansprüche gerade der jungen Generation machen es zwingend, dass die Bauunternehmen und deren Mitarbeitenden ihren individuellen Bedürfnissen einfacher nachkommen können, beispielsweise bei Teilzeitarbeit, Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder für Freizeitaktivitäten. In der einfacheren Planung der Arbeitszeit sieht der Schweizerische Baumeisterverband ein grosses Potenzial, wie den beidseitigen Ansprüchen besser gerecht werden kann. Hinzu kommt, dass ein zeitgemässes Arbeitsmodell auch Verbesserungen bei Schlechtwettersituationen und dem Gesundheitsschutz mit sich bringen würde.

Baumeister nehmen Bedenken vor überlangen Arbeitstagen ernst

Eine flexiblere und individuellere Organisation der Arbeitszeit ist im Interesse von Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Gleichzeitig nimmt die Verhandlungsdelegation des SBV von den Gewerkschaften geäusserte Bedenken vor überlangen Arbeitstagen ernst. An der Verhandlungsrunde präsentierten die Baumeister Vorschläge, wie das Risiko einer zu starken Verlagerung von Arbeiten in den Sommer aufgefangen und ein Missbrauch mittels der von Gewerkschaften befürchteten „Arbeit auf Abruf“ verhindert werden können. Solche potenziellen Auswirkungen wollen auch die Baumeister verhindern.

Übers Jahr und auch pro Woche soll die maximale Arbeitszeit dabei gegenüber heute nicht erhöht werden. Weiter sind eine Limitierung der Tage mit 0 Arbeitsstunden oder eine Wochenarbeitszeit grundsätzlich zwischen 30 und 48 Stunden statt wie bisher vorgeschlagen 0 bis 48 Stunden wirkungsvolle Bremsen vor überlangen Arbeitstagen. Ein weiterer Vorschlag ist die Verlängerung der Vorankündigung der Arbeitseinsatzpläne. Für eine bessere Planbarkeit sind die Baumeister bereit, diese bereits fünf Wochen vor dem Einsatz festzulegen. Das ist doppelt so viel Vorlauf, wie es im Arbeitsgesetz vorgegeben wäre und auch im Branchenvergleich ein wichtiges Entgegenkommen.

Ältere Arbeitnehmer als wichtige Fachkräfte in der Branche halten

Angesichts des Fachkräftemangels ist es wichtig, dass gerade auch ältere Arbeitnehmende ideale Lohn- und Arbeitsbedingungen vorfinden. Sie sind wichtige Mitarbeiter und sie müssen im Betrieb und in der Branche gehalten werden. Der SBV betonte erneut, dass seinerseits keine Forderungen bestehen, die sechsmonatige Kündigungsfrist abzuändern oder ältere Arbeitnehmer bezüglich Lohn schlechter zu stellen. Dies hat die SBV-Verhandlungsdelegation an den Verhandlungen nochmals ausdrücklich betont. Wenn die Gewerkschaften hier gegenteilige Behauptungen verbreiten, wie dies in den vergangenen Wochen der Fall war, sind dies Falschaussagen.

Offen für Erhöhung der bereits rekordhohen Löhne

Wie bereits an der letzten Verhandlungsrunde zeigte sich die Verhandlungsdelegation gegenüber Erhöhungen beim Lohn weiter offen. Die Baumeister sind bereit über grosszügige Lohnerhöhungen zu verhandeln, wenn die Vorteile einer einfacheren und individuelleren Organisation bei der Arbeitszeit dies auch zulassen. Ohne diese Verbesserungen ist der Handlungsspielraum substanziell tiefer. Die aktuellen Forderungen der Gewerkschaften eines vollen Teuerungsausgleichs plus zusätzlich 1% Lohn sind allerdings unrealistisch.

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E-Mail: matthias.engel@baumeister.ch

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