IKEA trennt sich wegen gefälschter Herkunftsnachweise von Lieferanten

18.12.2020 |  Von  |  Presseportal

Spreitenbach (ots) – IKEA übernimmt soziale und ökologische Verantwortung entlang der Lieferkette und möchte die Arbeitsweise transparent offenlegen.

Im Rahmen des IKEA Due-Diligence-Prozesses haben IKEA Spezialisten für Holzbeschaffung und Forstwirtschaft im Herbst 2020 eine routinemässige Kontrolle bei einem chinesischen Lieferanten durchgeführt. Dabei wurden gefälschte Herkunftsnachweise entdeckt. Davon abgesehen, dass ein solches Verhalten ethisch nicht tragbar ist, verstösst es gegen interne Richtlinien, die Grundsätze des Geschäftsmodells und die Werte des Unternehmens. Dies ist völlig inakzeptabel. IKEAs Holz soll rückverfolgbar sein und aus verantwortungsvollen Quellen stammen.

IKEA leitete eine umfassende Untersuchung des Vorfalls ein, die zur Beendigung der Geschäftsbeziehungen mit dem betreffenden Lieferanten führte. Zudem hat IKEA den Verkauf der betroffenen Produkte gestoppt. Obwohl sie voll funktionsfähig und sicher in der Verwendung sind, entsprechen die Birkenholzprodukte, die von diesem Lieferanten hergestellt wurden, nicht IKEAs Prinzipien und dem Versprechen gegenüber den Kundinnen und Kunden, da die Holzherkunft nicht nachgeprüft werden kann. Das nicht verifizierbare Holz, das von diesem Lieferanten verwendet wurde, machte im Geschäftsjahr 2020 einen Anteil von 0,28 % des gesamten Holzverbrauchs aus.

In der Schweiz wurden vom besagten Supplier von den Familien VILTO, FÖRHÖJA, BEKVÄM, NORDEN, FINTORP und NORRÅKER knapp 30″000 Artikel verkauft. Diese Produkte sind voll funktionsfähig und sicher in der Verwendung, entsprechen aber nicht den IKEA Standards, weil die Holzherkunft nicht nachgeprüft werden kann. Nebst dem betroffenen Anbieter haben in diesem Zeitraum auch andere Hersteller IKEA mit diesen Artikeln beliefert, denn IKEA arbeitet bei diesen Produktfamilien mit unterschiedlichen Lieferanten zusammen. IKEA bedauert diesen Vorfall zutiefst.

IKEA nimmt Verantwortung ernst

Weltweit arbeitet IKEA mit etwa 1″000 Einrichtungslieferanten und vielen weiteren Zulieferern zusammen. IKEA pflegt mit seinen Lieferanten Geschäftsbeziehungen mit einem hohen Mass an Vertrauen. Wenn jedoch Unregelmässigkeiten feststellt werden, werden alle gleich behandelt. Wenn der Fall es rechtfertigt, zögert IKEA nicht, die Zusammenarbeit zu beenden oder rechtliche Schritte einzuleiten. Obwohl es sich bei dem aktuellen Vorfall um eine ernste Sache handelt, muss betont werden, dass ein derartiges Ereignis nur äusserst selten vorkommt. IKEA wird die Anforderungen in der Holzlieferkette weiterhin proaktiv überwachen und verfolgen.

Als Grossverbraucher von Holz nimmt IKEA die Verantwortung sehr ernst. IKEA nutzt seine Grösse und die globale Reichweite als Katalysator für positive Veränderungen – besonders in Regionen, die vor Herausforderungen stehen. Um dies zu erreichen, investiert IKEA in Fachkompetenz. Heute beschäftigt IKEA ein globales Team von etwa 40 Holzversorgungs- und Forstwirtschaftsspezialisten und -spezialistinnen. Das Team stellt sicher, dass das Holz, das in die IKEA Lieferkette gelangt, strengsten Anforderungen entspricht, und dass IKEA einen Beitrag zur Weiterentwicklung einer verantwortungsvollen Waldbewirtschaftung auf der ganzen Welt leistet.

Um sicherzustellen, dass das Holz in IKEAs Produkten strenge Anforderungen und rechtliche Verpflichtungen erfüllt, gilt für die Holzlieferanten eine umfassende Sorgfaltspflichtregelung. Dazu gehört die Nachvollziehbarkeit der Herkunft des Holzes. Unter keinen Umständen nimmt IKEA Holz entgegen, das nicht den hohen Anforderungen entspricht. Sobald Unregelmässigkeiten festgestellt werden, werden unverzüglich die erforderlichen Massnahmen ergriffen.

Pressekontakt:

Simona E. Crivelli
Pressesprecherin IKEA Schweiz
simona.crivelli@ingka.ikea.com
+41 79 439 69 92

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