BAG-Krise: Führungsschwache Vizedirektorin unter Druck

12.08.2020 |  Von  |  Presseportal

Zürich (ots) – Derzeit hagelt es Kritik für das Bundesamt für Gesundheit (BAG) wegen der vielen Pannen in der Datenerhebung, Auswertung und Beurteilung der Covid-19-Seuche. Jetzt zeigen Recherchen der „Handelszeitung“: Gefordert ist besonders Vizedirektorin Andrea Arz de Falco. Sie leitet den Bereich Öffentliche Gesundheit seit zwölf Jahren. Ihr unterstehen unter anderem das Infektionsmonitoring, die Pandemievorräte, -pläne und -strategien. Diese waren ungenügend. Allein schuld ist sie allerdings nicht. Ihr fehlten Ressourcen. Ihr stehen bloss 50 Vollzeitstellen zur Bewältigung von Infektionskrankheiten zur Verfügung. Ihr Budget beträgt 23 Millionen Franken jährlich – ein Bruchteil. Zum Vergleich: Beim Bundesamt arbeiten 600 Leute, das Budget beträgt 163 Millionen. Die Informatik unterstand Arz de Falco nicht, sondern einer subalternen Leiterin Ressourcen, die Amtsdirektor Pascal Strupler führte. Arz de Falco ist den Mitgliedern der parlamentarischen Gesundheitskommission praktisch nicht bekannt, obwohl sie seit zwölf Jahren die öffentliche Gesundheit leitet. Jetzt schaut die Geschäftsprüfungskommission hinein. „Wir sind daran, die Krisenbewältigung der zuständigen Verwaltungseinheiten aufzuarbeiten“, sagt ein GPK-Mitglied.

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