Ist die Sozialpartnerschaft noch Teil des liberalen Arbeitsmarktes?

14.01.2020 |  Von  |  Presseportal

Dübendorf (ots) – Der liberale Arbeitsmarkt Schweiz ist unter Druck. Eine Umfrage des gfs-zürich unter knapp 700 Personalverantwortlichen im Auftrag von swissstaffing zeigt: Flexible Arbeitsformen, flexible Arbeitszeiten und die Sozialpartnerschaft sind für die Schweizer Wirtschaft zentral. Jedoch zweifelt bereits heute die Hälfte der Personaler an der gelebten Praxis. Politische Vorstösse wie kantonale Mindestlöhne, stärkerer Kündigungsschutz und Einschränkungen der Temporärarbeit drohen den liberalen Arbeitsmarkt und damit die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Wirtschaft nachhaltig zu schwächen.

Arbeitnehmerorganisationen schwächen Sozialpartnerschaft

Die Sozialpartnerschaft ist ein Erfolgsmodell, das in der Schweiz seit Jahrzehnten Flexibilität und sozialen Fortschritt verbindet. Mit der konfliktiven Sozialpartnerschaft als Strategie versuchen die Arbeitnehmerorganisationen unerreichte Verhandlungspositionen auf gesetzlichen Wegen durchzusetzen und stellen damit die Sozialpartnerschaft in Frage. «Wir stehen hinter dem GAV Personalverleih.» bekräftigt Robin Gordon, CEO der Interiman Group und Verhandlungsführer bei swissstaffing. «Die parallelen Einschränkungsbemühungen besorgen mich jedoch zutiefst. Viele Mitglieder fragen mich, inwiefern der GAV noch eine echte Partnerschaft ist und warum im Fall einer gesetzlichen Branchenregulierung dieser Weg weiter beschritten werden sollte.»

Der liberale Arbeitsmarkt – Garant für Wettbewerbsfähigkeit und Inklusion

Ein internationaler Vergleich belegt den positiven Einfluss liberaler Arbeitsmärkte. Je flexibler ein Arbeitsmarkt gestaltet ist, umso geringer ist die Schattenwirtschaft und umso wettbewerbsfähiger ist das Land gemessen am World Competitiveness Index des World Economic Forums. Aber nicht nur die Volkswirtschaft, sondern auch Arbeitnehmende profitieren: «Flexible Arbeitsmärkte sind für Stellensuchende besonders wichtig.» erklärt Marius Osterfeld, Ökonom bei swissstaffing. «Beispielsweise finden über 50 Jährige und Hilfskräfte unter den Temporärarbeitenden deutlich schneller wieder eine Feststelle, wenn sie direkt nach dem Stellenverlust über ein Temporärunternehmen gearbeitet haben.»

Flexwork als wachsendes Bedürfnis

Unter den Arbeitnehmenden würden 50 Prozent gerne flexibler arbeiten – im Tessin sogar 60 Prozent. Dies zeigt eine repräsentative Befragung der Erwerbsbevölkerung durch das gfs-zürich im Auftrag von swissstaffing. «Die Zahl der Menschen, die flexibel arbeiten wollen, wächst.» stellt Myra Fischer-Rosinger, Direktorin von swissstaffing, fest. «Diese Flexworker fühlen sich mit den bestehenden Arbeitnehmerorganisationen nicht verbunden und ihre Interessen finden deshalb keinen Eingang in die Sozialpartnerschaft. In der Zukunft müssen die Sozialpartner dementsprechend gemeinsam Wege finden um zu einer repräsentativen Vertretung der Arbeitnehmerinteressen zurückzufinden.»

Das vollständige White Paper «Flexibilität und Sozialpartnerschaft» steht zum Download zur Verfügung unter www.swissstaffing.ch/whitepaper.

Kontakt:

Myra Fischer-Rosinger, Direktorin
Tel: 044 388 95 40
myra.fischer-rosinger@swissstaffing.ch

Marius Osterfeld, Ökonom
Tel: 044 388 95 70 / 079 930 45 25
marius.osterfeld@swissstaffing.ch

Blandina Werren, Leiterin Kommunikation
Tel: 044 388 95 35
blandina.werren@swissstaffing.ch

www.swissstaffing.ch
www.die-temporaerarbeit.ch

Original-Content von: swissstaffing – Verband der Personaldienstleister der Schweiz übermittelt durch news aktuell

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