Wie wird man ein Restauranttester?

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Wer den Begriff Restauranttester hört, der denkt meistens an einen Beruf, der nicht besonders anspruchsvoll ist. Doch hier geht es um weitaus mehr, als nur um das Verkosten von Speisen und das Studieren von Getränkekarten. Als Restauranttester muss man vielseitig sein, ein Auge für Details mitbringen und mit Menschen umgehen können.

Für Personen, die sich überlegen, vielleicht als Restauranttester zu arbeiten, hält der folgenden Texte einige wertvolle Informationen bereit. Anschliessend fällt die Entscheidung für oder gegen diesen vermeintlichen Traumberuf bestimmt leichter.

So sieht der Alltag eines Testers für Restaurants aus

Die meisten Menschen mit diesem Beruf müssen nicht nur zwischen 22 und 26 Wochen im Jahr im Namen des Auftraggebers unterwegs sein, sondern verfolgen auch zwischendurch immer die neusten Trends in Sachen Food. Im Klartext bedeutet das für Anwärter dieses berufliche Zweiges: Reisebereitschaft und der Wille, viel Zeit in den aussergewöhnlichen Beruf zu investieren, müssen gegeben sein.

In der Theorie ist der Begriff Restauranttester nicht ganz korrekt, denn die Zuständigen testen nicht nur Restaurants, sondern auch Hotels. In Deutschland und in der Schweiz gibt es weit über 5.000 Unternehmen aus dem Bereich Gastronomie, die regelmässig getestet werden können – eine ganze Menge.

Diese Voraussetzungen sollten erfüllt werden

Um die Gastronomie auf Herzen und Nieren testen und anschliessend bewerten zu dürfen, müssen Anwärter eine abgeschlossene Ausbildung im Bereich der Gastronomie abgeschlossen haben. Wer über mehrere Jahre Erfahrung in diesem Beruf verfügt, der wird in der Regel bevorzugt.

Ein wenig Menschenkenntnis, ein gutes Auftreten und natürlich die bereist oben angedeutete Bereitschaft zum Verreisen müssen ebenfalls gegeben sein, um als Tester für Restaurants und Hotels überhaupt infrage zu kommen. Auch müssen sich die Tester schnell auf neue Situationen einstellen können und innerhalb kurzer Zeit alle wichtigen Informationen erfassen sowie dokumentieren. Damit das klappt, ist auch ein gutes Gedächtnis von Vorteil.

Da ein Restauranttester in einer Arbeitswoche gleich mehrere Restaurants testen muss, kann der Job sowohl körperlich als auch geistig sehr anstrengend werden. Deshalb müssen Menschen in dieser Branche in jeder Hinsicht belastbar sein. Natürlich ist bei so vielen Anreisen und Abreisen wichtig, dass entweder ein Führerschein vorhanden ist oder der Wille, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln durch das Land zu reisen.


"Bleib ruhig, ich bin ein Restauranttester"

Ein Restauranttester sollte ein erfahrener, belastbarer Gastronom mit ausgeprägter Reiselust sein. (Bild: Miceking – shutterstock.com)


So funktioniert die Bewertung eines Restaurants

Natürlich arbeiten alle Tester nach zuvor festgelegten Regeln. Das ist notwendig, damit am Ende alle Restaurants sowie Hotels nach den gleichen Massstäben bewertet bzw. benotet werden können. Alles andere wäre unfair. Generell werden jene Faktoren bewertet, die auch einem zahlenden Gast auffallen würden. An allererster Stelle steht die Qualität des Essens, aber auch die Vielfalt auf der Speisekarte hat einen grossen Einfluss. Neben der Quantität spielt auch hier die Qualität der Zusammenstellung eine Rolle. Eine grosse Auswahl gepaart mit originellen Gerichten und Kombinationen kommen besonders gut an.

Neben dem Essen ist es auch wichtig, dass das Personal vor Ort freundlich und zuvorkommend ist. Müssen Gäste lange auf das Essen warten, die Speisen sind kalt oder die Bedienung unhöflich, dann gibt das einen Abzug in der Note. Ausserdem legen Restauranttester einen Wert auf ein angemessenes Verhältnis zwischen der Qualität des Essens und der Preise. Überteuerte Angebote werden ganz klar abgestraft.

Wer entscheidet, dass ein Restauranttester in das eigene Restaurant kommt, ist unterschiedlich. Manchmal wünschen sich Restaurants explizit, dass ein Fachmann das Personal, das Essen und das Ambiente testet. Bei anderen Tests werden die Tester verdeckt eingeschleust, sodass die Restaurants erst im Nachhinein von dem Besuch erfahren.

Wer im eigenen Namen einen Tester beauftragt, der kann das eigene Unternehmen auf Herz und Nieren aus Sicht des Kunden prüfen. Ein Vorteil, den viele Besitzer eines Restaurants zu schätzen wissen. In diesen Fällen trägt der Fachmann einen wesentlichen Teil zu einem ausgewogenen Qualitätsmanagement bei. Davon profitiert nicht nur der Gast, sondern vor allem der Gastronom selbst.

Diese persönlichen Voraussetzungen müssen Bewerber unter Beweis stellen

Generell müssen alle Menschen, die gerne als professioneller Restauranttester arbeiten möchten, die eigenen Fähigkeiten unter Beweis stellen. Es reicht also nicht aus, sich unverbindlich zu melden und um eine Stelle zu bitten. Ein ganz normaler Lebenslauf, eine Anschreiben und weitere Dokumente, welche die Qualifikation beweisen, sind einzureichen.

Neben der erwähnten Ausbildung im Bereich Gastronomie müssen Anwärter zum Restauranttester eine ganze Reihe persönlicher Stärken mitbringen. Ob der Bewerber diese Stärken tatsächlich besitzt oder nur im Anschreiben angegeben hat, finden die Zuständigen in einem klassischen Bewerbungsgespräch heraus. In erster Linie muss ein Tester seriös auftreten, aber auch unauffällig agieren können. Schliesslich sollen die Angestellten im Restaurant nicht sofort merken, dass es sich um einen Profi handelt.

Diskretion und Ehrlichkeit sind zwei Tugenden, welche beim Beruf des Restauranttesters unbedingt vorhanden sein müssen. Sowohl der Arbeitgeber, als auch die Restaurants und die Gäste sollen sich darauf verlassen können, dass der Tester objektiv bewertet und nicht bestechlich ist. Auch das sachliche Betrachten der Gegebenheiten will gelernt sein: Ein professioneller Restauranttester soll die Qualität bewerten und nicht die Nettigkeiten von Angestellten.

 

Titelbild: Who is Danny – shutterstock.com


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