Media Service: Jill Ader: «Arbeitende Mütter bekommen in der Schweiz Mitleid»

30.10.2019 |  Von  |  Presseportal

Zürich (ots) – Die Präsidentin der Executive-Search-Firma Egon Zehnder kritisiert die Einstellung der Schweizer Bevölkerung gegenüber arbeitenden Frauen. «Es gibt immer noch gesellschaftliche Strukturen, die es Frauen schwer machen, zu arbeiten», so Ader. «Arbeitende Frauen mit Kindern in der Schweiz haben mir gesagt, dass sie den Menschen leidtun, wenn sie sagen, dass sie zur Arbeit gehen.» Die Schweiz verschenke durch diese Einstellung enormes ungenutztes Potenzial.

Aber auch die grossen Tech-Firmen im Silicon Valley sind für Ader kein Vorbild, wenn es um Diversität geht. «Im Silicon Valley hat es sehr innovative Köpfe, aber sie sind oft nicht Vorbilder in Sachen Bescheidenheit, Motivation oder Diversität.» Vielmehr seien die Kulturen sehr stark egozentriert auf den Firmengründer ausgerichtet. «Dass man eine Digitalfirma ist, heisst noch nicht, dass die Kultur perfekt wäre», so Ader.

Ihren eigenen Aufstieg an die Spitze von Egon Zehnder bezeichnete sie als historisch, weil er mit jahrzehntelanger Firmentradition gebrochen hat. Sie trat gegen einen als gesetzt geltenden Kandidaten an und gewann die Wahl. Ermuntert zur Kampfkandidatur habe sie ihr persönlicher Coach. Berater bei Egon Zehnder würden ihren Klienten niemals die Empfehlung geben, den Konzernchef automatisch zum Präsidenten zu wählen, so Ader. Diese Vorgangsweise war bei Egon Zehnder aber über Jahrzehnte üblich. «Wir als Firma sollten jenen Ratschlägen folgen, die wir auch unseren Klienten mit guten Argumenten erklären.»

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