Kolorektal- und Bauchspeicheldrüsenkrebsraten stiegen in den letzten 30 Jahren um 10 %, enthüllt eine große globale Studie auf der UEG-Woche

22.10.2019 |  Von  |  Presseportal

Barcelona, Spanien (ots/PRNewswire) – Die Ergebnisse einer großen Studie in 195 Ländern, die heute auf der UEG Week Barcelona 2019 vorgestellt wurden, deuten darauf hin, dass die globalen Sterberaten bei Bauchspeicheldrüsenkrebs und die Inzidenzraten von Dickdarmkrebs zwischen 1990 und 2017 um jeweils 10 % gestiegen sind.

Die Studie mit der Bezeichnung „Global Burden of Disease“ ist die erste Studie, die umfassende weltweite Schätzungen der Belastung, der epidemiologischen Merkmale und der Risikofaktoren einer Reihe von Verdauungskrankheiten bereitstellt. Die Studie wurde von der Bill & Melinda Gates Foundation finanziert und heute auch in The Lancet Gastroenterology & Hepatology veröffentlicht.

Zu den wichtigsten Ergebnissen gehören unter anderem:

l Die Zahl der Fälle von Bauchspeicheldrüsenkrebs stieg um 130 %, von 195.000 Fällen im Jahr 1990 auf 448.000 im Jahr 2017.

l Magenkrebs fiel von der zweithäufigsten Krebstodesursache weltweit auf die dritte Stelle, hinter Lungen- und Dickdarmkrebs.

l Die Zahl der Fälle von entzündlichen Darmerkrankungen stieg um 84 %, von 3,7 Millionen Fällen im Jahr 1990 auf 6,8 Millionen im Jahr 2017.

Professor Herbert Tilg, Vorsitzender des Wissenschaftlichen Ausschusses der UEG, gab den folgenden Kommentar zur Studie ab: „Diese Analyse liefert das bisher umfassendste Bild der globalen Belastung durch Verdauungskrankheiten. Die Untersuchung dieser bevölkerungsübergreifenden Trends bietet wichtige Informationen über die sich ändernde Krankheitsbelastung und unterstützt die korrekte Ressourcenallokation zur Verbesserung der Patientenergebnisse.“

Neben einem Anstieg der Fälle von Bauchspeicheldrüsenkrebs stieg auch die Zahl der Todesfälle von 196.000 im Jahr 1990 auf 448.000 im Jahr 2017. Während ein Teil dieses Anstiegs durch die steigenden Bevölkerungszahlen und die Langlebigkeit erklärt werden kann, stiegen selbst nach Berücksichtigung der Bevölkerungsveränderungen die altersstandardisierte Inzidenz- und Sterberaten bei Bauchspeicheldrüsenkrebs um 12 % bzw. 10 %.

Professor Reza Malekzadeh, der Hauptautor, kommentierte: „Pankreaskrebs ist eine der tödlichsten Krebsarten der Welt, mit einer Gesamtüberlebensrate von nur 5 % in Ländern mit hohem, mittlerem und niedrigem Einkommen. Wichtige Risikofaktoren für die Krankheit, wie Rauchen, Diabetes und Adipositas, sind weitgehend veränderbar und stellen eine große Chance für die Prävention dar.“

Von 1990 bis 2017 stiegen die altersstandardisierten Inzidenzraten bei Dickdarmkrebs weltweit um 9,5 %. Im Gegensatz dazu sanken die altersstandardisierten Sterbeziffern um 13,5 %. Die Forscher glauben, dass dies auf die Einführung von Darmkrebs-Screening-Programmen zurückzuführen ist, die zu einer früheren Erkennung und erhöhten Überlebenschancen führen.

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