Rekordergebnisse auf Deutschlands Top-5-Büromärkten für 2017

29.03.2018 |  Von  |  News
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Rekordergebnisse auf Deutschlands Top-5-Büromärkten für 2017
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Auf den deutschen Top-5-Büromärkten steppte im Jahr 2017 anscheinend der „Vermietungsbär“: In jeweils unterschiedlichen – zum Teil aber auch denselben – Parametern konnten Hamburg, Berlin, Düsseldorf, Frankfurt und Stuttgart zahlreiche Rekordergebnisse einfahren, wie den entsprechenden Büromarktberichten der Angermann Real Estate Advisory AG nun zu entnehmen ist.

Dabei dominieren vor allem Mietsteigerungen und sinkende Leerstände die Statistiken.

So erzielte der Berliner Büromarkt mit rund 928.000 m² vermieteter Bürofläche im vergangenen Jahr ein historisches Rekordergebnis. Das macht ein Plus von sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Auch in Hamburg gab es einen Rekord: Mit ca. 654.000 m² Flächenumsatz wurde hier die bisherige Bestmarke von 2007 geknackt und gegenüber dem Vorjahr ein Flächenumsatzzuwachs von sage und schreibe 19 Prozent erzielt. Doch schon im Vergleich zu Frankfurt, wo mit 741.000 m² der Jahresflächenumsatz gegenüber 2016 um unglaubliche 44 Prozent gesteigert und das zweitbeste Vermietungsergebnis aller Zeiten vermeldet werden konnten, erscheinen die Ergebnisse aus Berlin und Hamburg schon beinahe moderat.

Tatsächlich moderat bis gar stagnierend läuft es dagegen in Düsseldorf und Stuttgart. In der Daimler-Stadt sank die Vermietungsleistung in Relation zu 2016 beispielsweise um 16 Prozent, obgleich sie mit rund 268.000 m² vermieteter Fläche immer noch als überdurchschnittlich gut einzustufen ist; hier war wohl das Jahr 2016 mit seinen knapp 432.000 m² Vermietungsleistung schlichtweg überragend und insofern vielleicht sogar ein Rekordhoch von historischer Einmaligkeit.

In Düsseldorf hat der Büromarkt demgegenüber fast identisch mit 2016 abgeschlossen. Mit 345.000 m² wurden nur 2.000 m² weniger als im Vorjahr vermietet. Damit bewegt man sich immer noch 6,9 Prozent über dem 10-Jahres-Durchschnitt.


Frankfurt - zweitbestes Ergebnis bei Bürovermietungen aller Zeiten (Bild: travelview - shutterstock.com)

Frankfurt – zweitbestes Ergebnis bei Bürovermietungen aller Zeiten (Bild: travelview – shutterstock.com)


Sinkende Leerstände, steigende Mieten

Die markanten Ergebnisse in den Vermietungsleistungen bleiben natürlich nicht folgenlos. In Berlin beispielsweise gibt es ein mittlerweile historisches Leerstandstief von nur noch 2,1 Prozent – ein Rekordergebnis, das insofern weniger erfreulich ist. Dies vor allem auch deshalb, weil im Gegenzug natürlich die Büromieten immer weiter nach oben klettern. Die Spitzenmiete im Ostteil der City stieg im Vergleich zum dritten Quartal 2017 von 28,70 €/m² auf 29,60 €/m² und im Westteil von 33 €/m² auf 35 €/m². Die Durchschnittsmiete erhöhte sich im letztgenannten Stadtteil von 18,60 €/m² auf 17,10 €/m² – im erstgenannten von 16,90 €/m² auf 18,20 €/m².

Etwas entspannter sieht die Lage dagegen in Hamburg aus. Hier liegt der Leerstand bei 4,4 Prozent, und auch die Mietpreise – Spitzenmiete bei 26,50 €/m², Durchschnittsmiete bei 15 €/m² – sind weitgehend konstant geblieben.

In Stuttgart wiederum ist die Situation bei den Leerständen und Mieten trotz des Rückgangs im Flächenumsatz prekär: Der Leerstand steht genauso wie in Berlin bei mickrigen 2,1 Prozent, und die Mietpreise sind auf einen Rekordwert emporgestiegen. Die Spitzenmiete liegt nun im Vergleich zum Vorquartal bei 24,30 €/m² anstatt bei 24 €/m², während die Durchschnittsmiete von 13,60 €/m² auf 13,70 €/m² stieg.

Im Vergleich dazu mutet die Leerstandsquote in Frankfurt mit ihren 8,8 Prozent schon beinahe astronomisch hoch an, obgleich die Tendenz dabei dennoch eine sinkende ist. Die Mietpreise befinden sich hier definitiv im Aufstieg. Der Durchschnitt liegt mittlerweile bei 20 €/m², die Spitzenmiete bei 39,50 €/m². Mit Spannung werden hier zudem etwaige BREXIT-Auswirkungen erwartet und diskutiert, da man vermutet, dass viele Finanzdienstleister demnächst allmählich aus London nach Frankfurt abströmen werden.

Werfen wir abschliessend noch einen blick nach Düsseldorf. Die hiesige Leerstandsquote befindet sich Stand Jahresabschluss 2017 in einem moderaten Regress bei nunmehr 8,3 Prozent. Die Mietpreise steigen entsprechend ebenfalls moderat auf 14,80 €/m² bei der Durchschnitts- und 27 €/m² bei der Spitzenmiete.


In Stuttgart ist die Situation bei den Leerständen und Mieten prekär. (Bild: Borisb17 - shutterstock.com)

In Stuttgart ist die Situation bei den Leerständen und Mieten prekär. (Bild: Borisb17 – shutterstock.com)


Bürosuche optimieren

Die Konsequenzen der dargelegten Entwicklungen auf Deutschlands Top-5-Büromärkten sind vor allem für die Mieter und solche, die es werden wollen, signifikant. Nicht nur gilt es hinsichtlich der Bürosuche auf innovative Suchkonzepte im Bereich der Online-Immobiliensuche zurückzugreifen; auch sollte vor allem in Berlin und Stuttgart nach alternativen, möglicherweise eher ausserhalb der Stadtmitte liegenden Büroflächen Ausschau gehalten werden, um aufgrund des dort noch ausreichend vorhandenen Angebots wenigstens auf diese Weise noch einigermassen vernünftige Preise erhalten zu können.

Mit einer Entspannung auf den innerstädtischen Büromärkten, so Angermann, sei letztlich in naher Zukunft nicht zu rechnen, da die Pipelines nicht nur nicht voll genug, sondern auch die Vorvermietungsraten bei laufenden Projekten bereits recht hoch sind.

 

Titelbild: Hamburg © Rogit – shutterstock.com

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1 Kommentar


  1. Der Berliner Bürgermeister und die Stadt Berlin lebt hauptsächlich vom Länderfinanzausgleich, der größtenteils von den Bayern bezahlt wird. Der Umverteilungsstaat der SPD wird hauptsächlich die Mittelschicht ausplündern ! Bei jedem Euro, den die SPD dem Bürger 1 Euro gibt, wird ihm zwei Euro auf der anderen Taschenseite herausgenommen. Nicht zu vergessen. Die Masseneinwanderung per Asyl hat die Mietpreise in den meisten Städten gravierend steigen lassen. Dies wird sich mit der Obergrenze nicht verbessern, da mit Obergrenze + Familiennachzug in den nächsten 4 Jahren weitere 1,3 Millionen (muslimische) Asylanten ins Land kommen werden.

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