Bedrohung aus dem Internet: Betrügerische E-Mails gefährden Ihr System

Die meisten Internetnutzer ärgern sich täglich über Spam-E-Mails, weil sie die Postfächer zumüllen. Dass aber diese E-Mails nicht nur lästig, sondern auch gefährlich sein können, wird manchem Nutzer erst bewusst, wenn es bereits zu spät ist.

Hackerangriffe, die über E-Mails Schadsoftware im System installieren, sind heute leider keine Seltenheit mehr. Unbemerkt gelingt es ihnen an persönliche Daten der Nutzer zu kommen oder Trojaner, Viren und Malware zu installieren.

Auch wenn meistens erst durch das Öffnen bestimmter Anhänge schädliche Software installiert wird, sind inzwischen auch Fälle bekannt, wo bereits das Lesen der E-Mail zum Auslöser eines Schadprogramms wurde.

Viele haben sich bereits über entsprechende Sicherheitsmassnahmen beim E-Mail-Check informiert und wissen, dass sich Betrugsversuche beispielsweise an der Betreffzeile der jeweiligen E-Mail erkennen lassen. Riskieren Sie deshalb lieber einen Blick mehr auf die gesamte Mail, denn die Hacker arbeiten mit vielerlei Tricks. Obwohl sie beispielsweise Absender und Vorgehensweise verändern, lassen sich bestimmte Muster erkennen. Echte E-Mails bekannter Firmen wie Ebay sehen anders aus als die gefälschten mit gleichem Absender. Doch man muss schon genau hinschauen.

Trojaner, Viren & Co.: E-Mails mit gefährlichem Inhalt

Nun ist die Erkenntnis keinesfalls neu, dass in E-Mails Gefahren lauern können. E-Mails eignen sich einfach zu gut, schädliche Software zu verbreiten. In der Hektik des Alltags zu schnell geöffnet und schon nimmt das Unglück seinen Lauf. Schadprogramme installieren sich von selbst und das Desaster wird erst bemerkt, wenn es bereits zu spät ist. Achten Sie besonders darauf, dass Sie auf keinen Fall Datei-Anhänge mit einer .exe-Endung öffnen. Doch auch in anderen Formaten können sich Viren und Trojaner verstecken. Viele Gefahren werden natürlich durch Antivirenprogramme erkannt, doch auch das beste Programm ist nicht in der Lage, alle ausgeklügelten Hackerangriffe abzuwehren. Haben sich Trojaner oder andere Malware bereits in Ihrem System eingenistet, dann können Dateien zerstört werden oder Ihre Passwörter beziehungsweise Daten werden von Hackern ausspioniert.

Sie können betrügerische E-Mails zum Beispiel an ihrem Dateiformat erkennen. Häufig handelt es sich nicht mehr um reine Textdateien, sondern die Dateien weisen ein HTML-Format auf. Entweder liegt die komplette Datei in HTML-Format vor oder nur einzelne Bestandteile haben dieses Format. Bei einer HTML-basierten elektronischen Post mit betrügerischer Absicht ziehen Sie sich bereits beim Öffnen der E-Mail Viren, Trojaner oder Würmer auf Ihren Computer.

Um sich vor dieser Gefahr zu schützen, können Sie in Ihrem E-Mail-Account den Empfang von HTML-basierten E-Mails untersagen. Dann werden diese automatisch aussortiert. Vertrauenswürdige Post kommt selten in HTML-Format. Sicherheitsrisiken in E-Mails sind dennoch immer durch Anhänge und eingebaute Links gegeben. Vertrauen Sie deshalb nur zuverlässigen Absendern und geben Sie niemals Passwörter preis.

Die böse Masche mit offenen Rechnungen

Weitere Betrugsversuche, die in letzter Zeit E-Mail-Postfächer gezielt ins Visier nehmen, sind gefälschte Rechnungen, Mahnungen und Zahlungsaufforderungen. Zu den Absendern gehören Inkassounternehmen, Online-Shops oder Anwaltskanzleien. Die Vielfalt kennt keine Grenzen. Angeblich haben Sie Bestellungen ausgelöst und nun sind Rechnungen offen. Wenn Sie der Aufforderung, die Rechnungssumme zu begleichen, nicht nachkommen, drohen Ihnen rechtliche Schritte, so meist der Wortlaut. Ziel dieser gefälschten E-Mails ist es, an das Geld der Internetnutzer heranzukommen. Die Rechnung im Anhang kann aber auch einen Trojaner beherbergen. Die Betrüger nutzen hierbei die Neugier vieler Menschen aus und spielen mit deren Angst. Leider zieht diese Masche immer noch und viele öffnen unvorsichtigerweise die Anhänge dieser gefährlichen E-Mails.


E-Mails eignen sich einfach zu gut, schädliche Software zu verbreiten. (Bild: © Monkey Business Images – shutterstock.com)

Viele Leute überweisen den angeblichen Rechnungsbetrag, weil sie sich nicht sicher sind, ob doch eine Rechnung aussteht. Ausserdem haben sie Angst vor den möglichen Konsequenzen. Die Hemmschwelle, Geld zu überweisen, ist gerade bei relativ niedrigen Beträgen gering. Betrüger können so insgesamt grosse Summen erbeuten. Deshalb halten Sie sich unbedingt an folgende Vorsichtsmassnahmen: Ehe Sie handeln, lesen Sie immer in Ruhe Absender und Betreff genau durch. Überlegen Sie, ob Sie den Shop überhaupt kennen und dort bestellt haben. Haben Sie nichts bestellt, müssen Sie auch nicht zahlen. Denken Sie an die grundsätzliche Regel, niemals persönliche Daten oder Bankverbindungen preiszugeben.

Vorsicht vor dem Ausspionieren persönlicher Daten

Viele Finanzunternehmen warnen regelmässig ihre Kunden vor gefälschten E-Mails, die zum Ausspionieren persönlicher Daten dienen. Auch das bekannte Auktionshaus Ebay, das häufig von Hackern als Absender missbraucht wird, spricht solche Warnungen aus. Mit gefälschten E-Mails, deren vermeintlicher Absender Ebay ist, sollen Passwörter und Benutzernamen ausspioniert werden. Als Vorwand für die Anschreiben dienen angeblich nicht erhaltene Bestellungen, ein Datenleck oder Käuferbeschwerden. Geschickt wird von den Hackern in die E-Mail beispielsweise ein Link eingebaut, der Nutzer zu ihrem Ebay-Account führen soll. Dort erfolgt dann die Aufforderung zur Eingabe persönlicher Daten und schon sind die Betrüger in deren Besitz und können ihr schmutziges Geschäft tätigen.

Deshalb sollten Sie immer sorgfältig prüfen, was in der Betreffzeile steht. Reagieren Sie nicht auf eingefügte Links. Auf der sicheren Seite sind Sie, wenn Sie die gewünschte Zieladresse in die Adresszeile des Browsers eingeben und sich auf dem bekannten Weg einloggen. Denken Sie unbedingt daran, dass auch von möglichen Anhängen Gefahren wie Trojaner und Viren ausgehen können.

Die Betreffzeile als beliebtes Lockmittel

Das Spiel mit Ihrer Neugier beginnt schon in der relativ kurz gehaltenen Betreffzeile. Persönliche Daten werden Sie zwar dort nicht finden, da diese den Hackern in der Regel nicht bekannt sind, doch beispielsweise den vertrauenerweckenden Zusatz „Re:“ vor dem Text in der Betreffzeile. Sie gehen dann davon aus, dass es sich um eine Antwort auf eine von Ihnen versendete E-Mail handelt. Beliebt ist auch der Trick mit Texten wie „Unser Telefonat“, „Ihre Anfrage“ oder „Bestellbestätigung“.



Der Trick mit dem Absender

Misstrauisch sollten Sie auch werden, wenn nur ein Vorname im Absender steht. Betrüger setzen diese Masche zum Installieren von schädlichen Programmen oft ein, da die meisten Nutzer eine Person mit diesem Namen kennen und dann eine solche E-Mail schnell öffnen. Auch bekannte Unternehmensnamen werden von Hackern im Absender so verankert, dass Nutzer darauf reinfallen und die Post unvorsichtigerweise öffnen.

 

Oberstes Bild: © Imilian- shutterstock.com

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