Trojaner per E-Mail oder SMS – Täuschungsmanöver gekonnt durchschauen

27.02.2015 |  Von  |  Neue Medien
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Trojaner per E-Mail oder SMS – Täuschungsmanöver gekonnt durchschauen
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Checken auch Sie Ihre E-Mails oder SMS gleich nach dem Aufstehen? Bei den meisten Leuten hierzulande gehört das inzwischen zum alltäglichen Morgenritual, denn die Sucht nach Informationen hat uns leider voll im Griff. Wie angenehm ist dann ein Start in den Tag, wenn hübsch formulierte Grüsse mit angehängten Dateien im E-Mail-Postfach eingegangen sind.

Leider verbergen sich hinter diesen persönlichen Nachrichten nicht selten Trojaner, denn Hacker haben in den letzten Jahren vermehrt solche E-Mails und SMS für ihr schmutziges Geschäft missbraucht.

Inzwischen gibt es genügend Warnungen vor dieser Art von Trojanern. Trotzdem gelingt es Hackern immer wieder – aller Vorsicht zum Hohn – gerade durch die persönliche Ansprache per E-Mail und SMS erfolgreich Schadsoftware einzuschleusen. Nicht selten werden persönliche Botschaften über E-Mails bekannter Plattformen wie Facebook oder Xing getarnt, dazu wird alles noch in das gestohlene Design des jeweiligen Services verpackt und schon wirkt alles vertrauenswürdig. Damit Betrüger mit solchen Maschen künftig keinen Erfolg mehr haben und mittels Backdoor-Programmen nicht wertvolle Informationen von Computer oder Smartphone abfangen können, sollten einige grundlegende Tipps beherzigt werden.

Absender von E-Mail oder SMS prüfen

Ehe E-Mails geöffnet werden, ist stets ein Blick auf den Absender zu werfen. Ob am Bürocomputer oder am privaten Rechner – bei jeder empfangenen Nachricht sollte geprüft werden, ob der Absender bekannt und idealerweise im eigenen Adressbuch verzeichnet ist. Analog ist die Vorgehensweise bei einer SMS: die Telefonnummer die das Smartphone oder klassische Handy erreicht hat, sollte bekannt sein. Bei Neukontakten empfiehlt es sich, anhand des Aufbaus der E-Mail oder Nachricht zu prüfen, ob dem Absender vertraut werden kann. Vorsicht ist geboten, wenn der Absender unseriös erscheint und zum Anklicken eines Links oder Öffnen eines Anhangs auffordert oder um Rückruf bittet.

Anhänge von E-Mails nicht gedankenlos öffnen

Die meisten Nutzer stöhnen, wenn sie Spam erhalten und hegen ein gesundes Misstrauen gegenüber solchen Nachrichten. Schliesslich könnten diese E-Mails Schadsoftware enthalten. Um aber das eigene System wirklich mit Viren oder Trojaner zu verseuchen, muss der Nutzer ein bestimmtes Programm ausführen. Wer das Betriebssystem Windows anwendet, sollte wissen, dass ein Anhang mit einer .exe-Datei gefährlich sein kann und nicht geöffnet werden darf. Hacker tarnen ihr Werk geschickt durch persönliche Grussbotschaften. Das Öffnen eines derartigen Anhangs kann schon zum Verhängnis werden und ein System infizieren. Deshalb ist unbedingte Vorsicht geboten, wenn eine E-Mail mit unbekanntem Absender und angehängter Datei im Postfach liegt.


Durch kontrolliertes Handeln für mehr Sicherheit sorgen (Bild: © KieferPix - shutterstock.com)

Durch kontrolliertes Handeln für mehr Sicherheit sorgen (Bild: © KieferPix – shutterstock.com)


Hackerangriffe im eigenen Mailfach erkennen

Die Tricks der Hacker kennen keine Grenzen, wenn es darum geht, Nutzer zu täuschen. Die meisten Internetnutzer haben sich mittlerweile über die möglichen Gefahren von E-Mails mit angehängten Dateien informiert. Deshalb setzen Hacker für ihre Täuschungsmanöver beispielsweise eine .zip-Datei ein. Viele kennen und nutzen diese komprimierten Dateianhänge, die zum Abspeichern und Versenden von Fotos oder Musikdateien geeignet sind, da sie in der komprimierten Version weniger Platz auf der Festplatte einnehmen. Allerdings verschleiern .zip-Dateien den Charakter des ausführbaren Programms und können so auch für schädliche Software eingesetzt werden.

Da Nutzer vor dem Entpacken einer .zip-Datei nicht erkennen können, um welchen Datentyp es sich handelt, ist das Risiko einen Trojaner zu fangen ziemlich hoch. Deshalb gilt hier der gleiche Grundsatz: Eine Datei sollte niemals geöffnet werden, wenn der Absender der E-Mail nicht bekannt ist und sich im Anhang eine entsprechende Datei befindet.

Weitere Täuschungsmanöver der Hacker bei E-Mails und SMS aufspüren

Damit Hacker keine Chance haben, einen Trojaner im System zu installieren, sind noch weitere Tipps zu beachten. Immer wieder versuchen Hacker auch durch andere Kniffe Vertrauen zu erwecken und bekannte Anzeichen einer unseriösen E-Mail oder SMS zu verschleiern. Sie setzen beispielsweise einfach die Mailadresse des Empfängers auch ins Feld des Absenders. Sie bauen darauf, dass die Nutzer beim schnellen Checken der E-Mails gar nicht so genau darauf achten und dann vielleicht doch die Inhalte einer Mail mit ihren Anhängen öffnen. Die gleiche Masche kann bei Mails und SMS funktionieren, bei denen der vermeintliche Absender aus dem eigenen Adressbuch stammt. Durchschauen kann man all diese Tricks nur, wenn man sich die Zeit nimmt und genau auf Inhalt und Schreibstil der Nachrichten achtet, um eventuelle Auffälligkeiten zu erkennen.

Durch kontrolliertes Handeln für mehr Sicherheit sorgen

Zusammenfassend sei betont, dass jeder Nutzer in die Sicherheit seines Systems investiert, wenn er vor dem Öffnen jeder E-Mail oder SMS für einen kurzen Moment innehält und sich genau mit Absender und Inhalt befasst. Bereits beim genaueren Hinsehen dürfte in vielen Fällen der Betrugsversuch auffallen, da viele Hacker versuchen den Stress in der Alltagshektik oder auch die Dummheit der Anwender auszunutzen. Ein Link zu einem lustigen Video, das ein Unbekannter so toll findet, sollte ebenso gelöscht werden wie der Link zum Gewinn einer verlockenden Reise.



Der Variantenreichtum solcher Betrugsversuche kennt leider keine Grenzen. Ruhe und Besonnenheit sind auch beim Umgang mit E-Mails und Kurznachrichten die besten Ratgeber, um die eigene Sicherheit im Internet zu forcieren.

 

Oberstes Bild: © naka-stockphoto – shutterstock.com

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