Unternehmenserfolge in immateriellen Ausstellungen präsentieren

21.02.2015 |  Von  |  Allgemein, Marketing
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Unternehmenserfolge in immateriellen Ausstellungen präsentieren
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Wenn es um Unternehmenswerte geht, die „ausgestellt“, also einer Öffentlichkeit präsentiert und begreiflich gemacht werden sollen, stehen hierfür nicht immer haptisch greifbare Objekte zur Verfügung. Dies ist etwa der Fall, wenn Sie die sozialen und umweltbedingten Herausforderungen räumlich kommunizieren möchten, denen Ihr Unternehmen sich stellt – oder etwa die eigene Marke und die Unternehmensphilosophie des Unternehmens dauerhaft und selbsterklärend präsentieren. Dann bieten sogenannte „immaterielle“ Ausstellungen einen vielseitigen Präsentationsrahmen, der zudem Ihre Unternehmensräumlichkeiten entscheidend aufwerten kann.

Damit Sie diese Form der Unternehmenskommunikation für sich voll ausschöpfen können, stellen wir Ihnen hier fünf Konzepte vor, mit denen Sie immaterielle Ausstellungen zu einem spannenden Event machen können. Dies gelingt dann am besten, wenn Sie interaktive Elemente in Ihr Ausstellungskonzept einbinden. Wir zeigen Ihnen, wie aus Ihrer immateriellen Ausstellung ein lebendiger Dialog zu den von Ihnen vorgestellten Themen entsteht.



1. Brechen Sie gewohnte Perspektiven auf

Vor allem wenn Ihr Unternehmen dabei ist, ungewöhnliche Wege zu gehen, Innovationen vorzustellen, sich öffnet für laterales Denken und alternative Ansätze; oder wenn Sie aufmerksam machen wollen auf Situationen und Zustände, die einer antizyklischen, unkonventionellen, risikobereiten Herangehensweise bedürfen, dann spiegeln Sie dies auch in den Perspektiven wider, die Sie Ihrem Ausstellungsbesucher anbieten. Illustrationen, Texte und Objekte müssen nicht immer an Wänden hängen oder auf einer Höhe in Vitrinen präsentiert werden. Verteilen Sie mehrere Podeste in verschiedenen Höhen im Raum, wenn Sie Exponate zeigen möchten.

Stellen Sie klappbare Stühle oder Sitzhocker zur Verfügung, um zum längeren Verweilen einzuladen – das kommuniziert die Wertigkeit und Komplexität der Ausstellungsstücke. Lassen Sie Texte über ganze Wände laufen und experimentieren Sie mit verschiedenen Schriftarten und Farben – inzwischen lassen sich preiswert einfach wieder abziehbare, selbstklebende Buchstaben herstellen. Drehen Sie Texte ruhig auch mal um 90 Grad, damit man den Kopf drehen muss, um sie zu lesen – mit dem „kleingedruckten“ Vermerk, dass Ihre Mitarbeiter jeden Tag alle Ideen so lange drehen und wenden, bis sie die beste Lösung gefunden haben. Werden Sie kreativ – aber bleiben Sie stets intuitiv verständlich.

2. Stellen Sie nicht sich, sondern den Besucher ins Zentrum



Natürlich ist es essenziell, dass Sie die gewünschte Botschaft vermitteln. Dennoch liegt hierbei so viel Augenmerk auf „vermitteln“ wie auf „Botschaft“. Versuchen Sie, so viel wie möglich über das „Besucherverhalten“ Ihrer Zielgruppe herauszufinden, bevor Sie das didaktische Konzept entwickeln. Befinden Sie sich an einem öffentlichen Raum, so dass Sie auch Schulklassen und Kinder als Besucher verzeichnen könnten? Dann engagieren Sie einen freiberuflichen Kunstpädagogen, der Ihre Ausstellung auch für Kinder und Jugendliche interessant macht, oder befragen Sie die Kinder Ihrer Mitarbeiter, was diese interessant finden würden.



Berücksichtigen Sie unbedingt auch kulturelle Besonderheiten, vor allem wenn Sie die Ausstellung etwa für den Besuch eines ausländischen Partners aus einem völlig anderen Kulturkreis als dem Ihren konzipieren. Deutsche Besucher zeigen beispielsweise sehr viel weniger Initiative zur Interaktion als amerikanische Gäste, die an eine partizipative Museumsdidaktik gewöhnt sind.

Machen Sie es dem Besucher möglich, sich durch empathische Einfühlung einem Thema zu nähern. (Bild: enzodebernardo / Shutterstock.com)

Machen Sie es dem Besucher möglich, sich durch empathische Einfühlung einem Thema zu nähern. (Bild: enzodebernardo / Shutterstock.com)

3. Appellieren Sie an den menschlichen Spieltrieb

Denn dieser ist ungebrochen vorhanden, ob Sie nun eine pädagogische Ausstellung für Kinder planen oder eine Illustration Ihrer Unternehmenswerte für neue Geschäftspartner oder Investoren. Im ersteren Fall bieten sich natürlich eher Spiele an, die körperlichen Einsatz fordern und etwa verdeutlichen, welche Gewichte und Entfernungen Ihr Maschinenpark täglich meistert.

Im letzteren Fall geht es eher um kognitive Herausforderungen, die sich exzellent an dafür programmierten digitalen Szenarien durchspielen lassen. Nutzen Sie kooperative und kompetitive Spielkontexte und motivieren Sie zur anschliessenden Diskussion, am besten indem Sie gleich Raum für dieselbe zur Verfügung stellen.



4. Binden Sie die Besuchermeinung sichtbar ein

So gut wie jeder Mensch freut sich, in seinen Meinungen und Erfahrungen ernst genommen zu werden und diese mit anderen teilen zu können. Schaffen Sie durch Live-Abstimmungen, einsehbare Erfahrungsberichte und Kommentarfunktionen, durch regelmässig stattfindende Diskussionen mit interessanten Gastreferenten als Rahmenprogramm, durch Frage-Abgabe-Möglichkeiten mit optionaler Namensnennung und anschliessender Projektion der Frage als Gedankenanstoss die Gelegenheit für alle Besucher, selbst zu Ausstellungsgestaltern zu werden. Häufig können Sie so auch zum mehrmaligen Besuch der Ausstellung motivieren.

5. Begegnungen und Erfahrungen statt Exponate

Eine Ausstellung kann auch aus der oralen Weitergabe von Erfahrungen und Informationen bestehen. Vor allem wenn es um so schwer greifbare „Ausstellungsstücke“ wie Werte, die Unternehmensphilosophie, gesellschaftliches Engagement und Innovationsbereitschaft geht, können Menschen die Inhalte oft besser vermitteln als Objekte. Lassen Sie Filme mit Interviews laufen, laden Sie kompetente Referenten ein, durch die Ausstellung zu führen, oder stehen Sie selbst zu festgesetzten Zeiten Rede und Antwort.

Machen Sie es dem Besucher auch möglich, sich durch empathische Einfühlung einem Thema zu nähern – etwa wenn Sie die Entwicklung barrierefreier Umgebungen mit neuer Technologie demonstrieren, indem Sie jedem Besucher einen Rollstuhl zur Verfügung stellen, mit dem die Ausstellung befahren werden kann. Unmittelbare persönliche Erfahrung wirkt viel länger nach als theoretisch-analytische Auseinandersetzung.



 

Oberstes Bild: Immaterielle Ausstellungen bieten einen vielseitigen Präsentationsrahmen. (© Eugenio Marongiu / Shutterstock.com)

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