Die Probleme der Ausgesteuerten auf dem Schweizer Arbeitsmarkt

11.11.2014 |  Von  |  Allgemein
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Die Probleme der Ausgesteuerten auf dem Schweizer Arbeitsmarkt
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Ausgesteuert sind Schweizer Arbeitnehmer je nach Beschäftigungs- und damit Einzahlungsdauer in die Arbeitslosenversicherung nach maximal 520 Tagen. Eine aktuelle Publikation des Bundesamtes für Statistik (BfS) beschäftigt sich mit der Situation der ausgesteuerten Personen.

Die BfS-Auswertung beruht auf den Daten der repräsentativen Studie „Soziale Sicherheit und Arbeitsmarkt“ („Sesam“). Die 1.260 Studienteilnehmer waren innerhalb von fünf Jahren vor ihrer Teilnahme an der Studie ausgesteuert worden. Das Ziel der Untersuchung bestand darin, die soziodemografischen Merkmale ausgesteuerter Personen zu erheben.

40 Prozent der Ausgesteuerten fassen auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr Fuss

Welche Chancen die Ausgesteuerten haben, auf dem Arbeitsmarkt später wieder Fuss zu fassen, wird von ihrem Ausbildungsniveau, ihrem Alter und ihrer Nationalität beeinflusst. Im Jahr 2013 hatten zwar 61 Prozent der in einem Fünfjahreszeitraum ausgesteuerten Personen wieder eine Beschäftigung gefunden. 40 Prozent hatten dagegen bisher keine Chance für einen Wiedereintritt in den Arbeitsmarkt – unterschieden wurde hier allerdings nach Erwerbslosen, die weiterhin nach einer Stelle suchten und Nicht-Erwerbspersonen, die ein passendes Jobangebot jedoch möglicherweise akzeptieren würden.

Gering qualifizierte Arbeitnehmer tragen ein besonders hohes Risiko

Ein Arbeitskräftereservoir, um den sich abzeichnenden Fachkräftemangel abzufedern, sind die Ausgesteuerten allerdings nur sehr bedingt. Das grösste Risiko, in diese Situation zu geraten, tragen vor allem gering qualifizierte Arbeitnehmer. Der Anteil an Personen, die lediglich einen Abschluss der obligatorischen Schule auf dem Niveau der Sekundarstufe I erworben haben, an allen Erwerbstätigen beläuft sich auf 16 Prozent, dagegen hat rund ein Viertel der Ausgesteuerten nur diesen Bildungsabschluss.

Ausländer und ältere Arbeitnehmer gehören potentiell zu den Verlierern auf dem Arbeitsmarkt

Vergleichbare Relationen gelten für ausländische Arbeitnehmer. Rund ein Viertel der Schweizer Erwerbsbevölkerung hat keinen Schweizer Pass – unter den Ausgesteuerten beträgt der Ausländeranteil dagegen 45 Prozent. Auch ältere Erwerbstätige gehören mit einem Anteil von 44 Prozent an den Ausgesteuerten, aber nur 41 Prozent an der Erwerbsbevölkerung potentiell zu den Verlierern auf dem Schweizer Arbeitsmarkt. Anhand der Schnittmenge dieser soziodemografischen Faktoren haben ältere Ausländer mit geringen Qualifikationen nach einer Entlassung besonders schlechte Chancen auf einen neuen Job.

Bruch in der Erwerbsbiografie und Einkommensverluste

Einen Bruch in der Erwerbsbiografie begründet eine Aussteuerung auf jeden Fall. 13 Prozent der Ausgesteuerten müssen sich zunächst mit einem befristeten Vertrag begnügen – insgesamt trifft dieses Provisorium nur für sieben Prozent aller Schweizer Arbeitnehmer zu. Zudem hat berufliches Wissen heute oft eine kurze Halbwertzeit, was sich in den Löhnen der zuvor Ausgesteuerten niederschlägt: Der Median-Bruttolohn betrug im vergangenen Jahr durchschnittlich bei 36,20 Franken, nach längerer Erwerbslosigkeit und vorübergehender Aussteuerung lag er bei nur noch 27,50 Franken. Die Einkommensdiskrepanz hält sich über einen längeren Zeitraum, bei der Mehrheit der Ausgesteuerten war sie auch vier Jahre nach dem beruflichen Wiedereinstieg noch gegeben.

 

Oberstes Bild: © fotoscool – Shutterstock.com



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