Ohne Einbussen kürzer treten

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Ohne Einbussen kürzer treten
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Für viele, besonders ältere Arbeitnehmer in den unterschiedlichsten Positionen stellt sich die Frage, ob ein Kürzertreten im beruflichen Engagement auch bei zumindest gleichbleibenden Bezügen möglich und sinnvoll ist. Auch Selbstständige stehen aus den unterschiedlichsten Gründen immer wieder vor der Frage, inwieweit das unternehmerische Engagement begrenzt werden kann, ohne Einbussen befürchten zu müssen.

Die Gründe für ein Kürzertreten im beruflichen Umfeld sind sehr vielschichtig. Oftmals sind es plötzlich akut auftretende Erkrankungen, manchmal ist es der Wunsch nach mehr Zeit für die Familie und immer wieder auch die Frage danach, was im Leben ausser Arbeit noch zählt. Letztlich ist es aber egal, was zu den Abstrichen am Arbeitseinsatz führt. Auch hier zählen am Ende nur die Ergebnisse.



Weniger arbeiten – mit gleichem Ergebnis

Geht das überhaupt? Diese Frage treibt viele um, die darüber nachdenken, ihren Einsatz in der Arbeit etwas zurückzufahren. In den meisten Fällen kann gesagt werden: Ja, das geht! Dazu bedarf es allerdings einer genaueren Analyse der bisherigen Effizienz der Arbeit und der entsprechenden Ergebnisse. Oftmals finden sich hier Hinweise darauf, dass die bisher für die Arbeit eingesetzte Zeit die Möglichkeiten nicht wirklich ausgeschöpft hat. Das betrifft vor allem Selbstständige, die unabhängig von Zeit und Raum oftmals übermässig viel Einsatz zeigen, diesen aber nicht zielgerichtet auf zählbare Ergebnisse ausgerichtet haben.

So erscheint es oftmals erstaunlich, wie viel Zeit dafür verwendet wird, administrative Arbeit zu leisten, die letztlich nicht in barer Münze ausbezahlt wird. Verwalterische Arbeiten werden mit übermässig grossem zeitlichem Einsatz erledigt, oftmals belasten sich Unternehmer mit Arbeiten, die sie lieber outsourcen sollten. Warum dies bislang nicht geschehen ist, liegt meist daran, dass betriebliche Interna nicht nach aussen getragen werden sollen oder dass der finanzielle Aufwand dafür als zu hoch eingeschätzt wird. Vergleicht man jedoch den zu erwartenden monetären Aufwand damit, was in der gleichen Zeit an rechenbaren Betriebsergebnissen erzeugt werden könnte, zeigt sich schnell, dass hier falsch gerechnet wird.

So verbringen viele Selbstständige zu viel Zeit mit Verwaltungs- und administrativen Aufgaben, die sie besser für Arbeiten einsetzen könnten, die das Betriebsergebnis des Unternehmens verbessern. Hier gilt es, klare Kompetenzen zu ermitteln und so zu verteilen, dass im Unternehmen selbst solche Aufgaben ausgeführt werden, die dort auch einen finanziellen Vorteil erbringen. Alles andere ist vertane Zeit, die gewinnbringender eingesetzt oder für mehr Lebensqualität eingeplant werden könnte. Die Kunst heisst hier also, die richtige Gewichtung von Aufwand und Ergebnis zu finden.



Arbeitnehmer müssen anders entscheiden

Anders als Arbeitgeber und Selbstständige sind eigentliche Arbeitnehmer in einer anderen Konfliktsituation. Der Wunsch, von der beruflichen Anspannung ein Stück weit zurückzutreten, lässt sich mit dem aktuellen Arbeitsvertrag nur selten vereinbaren. Dort ist nämlich relativ klar geregelt, in welcher Zeit der Arbeitnehmer welche Leistungen erbringen soll und welche Vergütung er dafür erhält. Werden Zeit und Leistungen einseitig heruntergefahren, so führt das schlussendlich auch zu einer Kürzung der Bezüge. Das ist allerdings nicht das, was der normale Arbeitnehmer möchte. Das Zurückstellen der Arbeit hinter andere Lebensinteressen soll möglichst nicht zu finanziellen Einschränkungen führen.



Hier ist es oftmals lohnend, über einen Wechsel der Arbeit oder des Unternehmens an sich nachzudenken. Der Wechsel in ein anderes Unternehmen kann bei gut und überdurchschnittlich qualifizierten Arbeitskräften mit entsprechenden Erfahrungen dazu führen, dass für den gleichen Lohn in einem anderen Unternehmen weniger gearbeitet werden muss. Hier lohnen sich konkrete Nachforschungen und Anfragen oftmals mehr als zunächst erwartet.





Gesundheit ist das oberste Gut. (Bild: wavebreakmedia / Shutterstock.com)

Gesundheit ist das oberste Gut. (Bild: wavebreakmedia / Shutterstock.com)

Gesundheit ist das oberste Gut

Spätestens dann, wenn die Gesundheit dem Arbeitseifer ein Schnippchen schlägt, wird klar, wie wichtig die Gesunderhaltung von Leib und Seele auch für das Erwerbsleben ist. Wer gezwungenermassen aus gesundheitlichen Gründen kürzertreten muss, der erfährt oftmals finanzielle Einbussen, wenn er nicht entsprechend vorbereitet ist. Daher lohnt es sich, schon sehr frühzeitig das berufliche Engagement so zu gestalten, das darunter die Gesundheit nicht leiden muss. Ist diese erst einmal beschädigt, fällt es deutlich schwerer, entsprechende Weichenstellungen vorzunehmen.

Grundsätzlich muss gesagt werden, dass die Gesundheit und das Wohlbefinden immer über dem Erfolg im Beruf oder in der Selbstständigkeit stehen sollten. Das ist einfach gesagt, solange der materielle Background stimmig ist und auch eine Reduzierung des persönlichen Arbeitsaufwandes zulässt. Sind die Bezüge jedoch auch bei voller Arbeit als eher niedrig einzuschätzen, dann wird eine Einschränkung bezüglich des Arbeitseinsatzes eher nicht die richtige Lösung sein. Empfehlenswert in einer solchen Situation ist es dann, zumindest die verbleibende Freizeit so zu gestalten, dass sie ganz betont den eigenen Lebensinteressen und denen der Familie gilt. Denn alles, was hier versäumt wird, ist letztlich nicht mehr aufzuholen.

Die Abwägung zwischen beruflichem Erfolg, Arbeitseinsatz, Einkommen, Gesundheit und Privatleben ist also nicht immer ganz einfach, sollte aber von Zeit zu Zeit sehr gründlich analysiert werden. Und wann immer es geht, sollte das Verhältnis zwischen Erwerbstätigkeit und Freizeit so gestaltet werden, dass hier ein Gleichgewicht zugunsten der eigenen Lebensqualität hergestellt werden kann. Oftmals darf und kann man auch ohne finanzielle Einbussen in Bezug auf Arbeit und Geschäft ruhig etwas kürzer treten. Eine gute Organisation der Arbeit ist dafür die beste Voraussetzung.




 

Oberstes Bild: © Ollyy – Shutterstock.com



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Über Olaf Hoffmann

Olaf Hoffmann ist der kreative und führende Kopf hinter dem Unternehmen Geradeaus...die Berater.
Neben der Beratertätigkeit für kleine und mittlere Unternehmen und Privatpersonen in Veränderungssituationen ist Olaf Hoffmann aktiv in der Fort- und Weiterbildung im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe.
Als Autor für zahlreiche Blogs und Webauftritte brilliert er mit einer oftmals bestechenden Klarheit oder einer verspielt ironisch bis sarkastischen Ader. Ob Sachtext, Blogbeitrag oder beschreibender Inhalt - die Arbeiten des Autors Olaf Hoffmann bereichern seit 2008 in vielfältigen Formen das deutschsprachige Internet.


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