Millionenschaden durch Twitter-Fake

16.11.2015 |  Von  |  News

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Millionenschaden durch Twitter-Fake
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Mit Fake-Accounts in den Social Media kann man inzwischen viel Geld verdienen – auf betrügerische Art und Weise. Die gefälschten Accounts sehen mittlerweile so täuschend echt aus, dass man leicht darauf hereinfällt.

Wenn dabei auch noch Geld im Spiel ist, entsteht schnell grosser wirtschaftlicher Schaden.

Marktforschung, frei erfunden

Ein prominentes Beispiel ist der Fall eines 62-jährigen Schotten, der auf dem Kurznachrichtendienst zwei Accounts für nicht existierende Marktforschungsunternehmen erstellte. Diese Profile gaukelten User echte Studienergebnisse vor. Dem Betrüger gelang es auf diese Weise, falsche Infos über Aktien in Umlauf zu bringen. Immer wenn die Preise an der Börse durch seine erfundenen Marktforschungsergebnisse fielen, kaufte er neue Anteile ein. „Nach der Veröffentlichung seiner Tweets sank der Marktwert eines betroffenen Unternehmens um ganze 16 Prozent“, so die U.S. Securities and Exchange Commission in diesem Fall.

„Das Wort Fake-Accounts ist etwas irreführend, denn es lässt eine umfassende Unechtheit vermuten. Fake-Accounts werden aber von Menschen betrieben und sind insofern echt. Darum sind sie kaum als Fake-Accounts zu erkennen, unecht sind nur die Absichten der Menschen. Sie sind Betrügerinnen und Betrüger. Ob andere Menschen in betrügerischer Absicht handeln oder nicht, ist schwer zu erkennen, weil wir als Wesen, die auf die Teilnahme an Gemeinschaften angewiesen sind, anderen Menschen zunächst einmal vertrauen – und in der Regel auch vertrauen können“, unterstreicht Medienpsychologe Christian Swertz.



Auch Teenager nutzen Fake-Accounts

Mit ein paar einfachen Klicks brachte der Schotte alteingesessene Aktieninhaber um rund 1,8 Mio. Dollar (rund 1,675 Mio. Euro). Nun muss sich der Schwindler vor Gericht verantworten. Die manipulative Wirkung von Social Media ist somit nicht zu unterschätzen. Doch nicht nur Betrüger erstellen Fake-Profile. Teenager nutzen den Vorteil solcher falschen Accounts unter anderem auch sehr gerne, um unerwünschten Nachforschungen ihrer Eltern aus dem Weg zu gehen.

 

Artikel von: pressetext.com
Artikelbild: © 10 FACE – shutterstock.com


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