Das rechte Licht steigert die Arbeitsqualität

05.03.2015 |  Von  |  Allgemein, Organisation
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Das rechte Licht steigert die Arbeitsqualität
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Zu einer angenehmen Arbeitsatmosphäre gehört unbestritten eine geeignete Beleuchtung. Dabei geht es nicht nur um die grundlegende Notwendigkeit, die Arbeitsmittel und die Umgebung erkennen zu können. Die Beleuchtung an einem Arbeitsplatz ist ganz erheblich für die Stimmung und das Wohlbefinden der Mitarbeiter mitverantwortlich.

Die wichtigste Lichtquelle ist nach wie vor das Tageslicht. Dieses ist sogar – solange es keine wichtigen Gründe dagegen gibt – eine Voraussetzung, um einen Arbeitsplatz einrichten zu dürfen. In den Sommermonaten ist Tageslicht auch im Übermass verfügbar. Doch spätestens ab Mitte Oktober werden die Tage kürzer und dunkler, so dass verstärkt mit künstlichem Licht nachgeholfen werden muss.



Die Glühlampe ist mittlerweile in Europa fast aus dem Alltag verschwunden. Zu energieintensiv ist ihr Betrieb, vor allem durch ihre starke Wärmeabstrahlung. Man hat deshalb für eine grossflächige Beleuchtung schon früh nach Alternativen gesucht.
Bis vor wenigen Jahren waren aus Kostengründen die Leuchtstoffröhren das Mass aller Dinge. Sie wurden weltweit standardmässig als Hänge- oder Kassettenleuchten in die Büros eingebaut. Inzwischen sind sie aber aus vielerlei Hinsicht in Verruf geraten.

Nicht nur, dass sie unangenehm flackern und brummen, wenn ihre Lebenszeit zu Ende geht – auch während des normalen Betriebes haben Leuchtstoffröhren Nebenwirkungen. Sie erzeugen keinen durchgängigen Schein, sondern leuchten in einem ultraschnellen Hell-dunkel-Rhythmus. Dieser wird zwar nicht bewusst wahrgenommen, das menschliche Auge reagiert dennoch darauf und versucht sich permanent den wechselnden Lichtverhältnissen anzupassen. Müdigkeit, tränende Augen und sogar eine Verschlechterung der Sehleistung können dabei die Folgen sein. Ein weiterer Nachteil von Leuchtstofflampen ist, dass sie nicht das ganze Lichtspektrum emittieren. Das von diesen Leuchtmitteln ausgesendete Licht ist sehr unnatürlich und schränkt die Wohlfühlqualität sehr ein.

Die Leuchtstoffröhren werden deshalb heute zunehmend von LED-Leuchtstäben verdrängt. Diese sind zwar wesentlich teurer als die alten Leuchten. Sie halten aber auch wesentlich länger, verbrauchen noch weniger Strom und scheinen absolut gleichmässig in jeder beliebigen Farbqualität. Dies haben bereits Aquarienbesitzer freudig aufgenommen: Mit den sogenannten RGB-LED-Leuchten lässt sich jede beliebige Leuchtfarbe erzeugen und sogar wechseln. Für Liebhaber von Zierfischen sind sie deshalb ideal, da diese Lampen mit Programmen betrieben werden können, die einen natürlichen Lichtwechsel nachahmen.

Ob LED, Leuchtstoffröhren oder Strahler – die Beleuchtung am Arbeitsplatz ist extrem wichtig. (Bild: © zhu difeng / Shutterstock.com)

Ob LED, Leuchtstoffröhren oder Strahler – die Beleuchtung am Arbeitsplatz ist extrem wichtig. (Bild: © zhu difeng / Shutterstock.com)




Sonnenaufgänge, vorüberziehende Wolken oder Dämmerungen können so simuliert werden, was für das Tier- und Pflanzenwachstum im Aquarium ideal ist. Für menschliche Anwendungen ist diese Technik nur als Tisch- und Wohnzimmerlampe verfügbar. Es kann aber nicht mehr lange dauern, bis die ersten Hersteller Ähnliches für Büro und Werkbank anbieten.



Genial sind in diesem Zusammenhang die brandneuen „Solartubes“. Diese Leuchtmittel sind zwar aufwendig in der Installation und nur tagsüber zu gebrauchen. Solange aber die Sonne scheint, sind die Solartubes für die Innenbeleuchtung eines Raumes einfach grossartig. Sie bestehen aus einem auf dem Dach installierten Kollektor, welcher mithilfe von Glasfasern das Sonnenlicht in die Innenräume leitet. Ein angeschlossener Diffusor streut das Licht anschliessend im Raum und erzeugt eine absolut natürliche Lichtquelle. Diese Leuchtmittel arbeiten zudem absolut stromlos und verschleissfrei. Sie sind aber schlecht nachträglich zu installieren. Will man jedoch einen Bürokomplex erweitern, sollte man überlegen, auf diese Lichtquelle zu setzen.

Doch nicht nur die Wahl des Leuchtmittels ist wichtig für ein ergonomisches Arbeiten. Die Positionierung der Scheinquellen ist ebenso immanent, um der Beleuchtung die volle arbeitsfördernde Wirkung zu geben.



Die wichtigste Regel, um einen Bildschirmarbeitsplatz einzurichten, lautet: Den Arbeitsplatz immer im rechten Winkel zum Fenster aufstellen. Der Bildschirm darf weder vor dem Fenster stehen noch ihm gegenüber. Das natürliche Sonnenlicht scheint in einer Stärke zwischen 10’000 und 100’000 Lux. Ein Bildschirm arbeitet dagegen nur mit maximal 750 Lux. Angesichts dieser Grössenvergleiche ist es verständlich, dass ein Bildschirm vor einem Fenster nur zu unnötig grosser Anstrengung führt.

Deckenlampen, welche den Arbeitsraum mit einer Grundversorgung an Leuchtstärke ausstatten sollen, müssen einen Blendschutz haben. Flutlichter und Halogen-Brenner sind nur für die punktuelle Beleuchtung bei absoluter Dunkelheit erlaubt. Bei Licht gilt eben nicht „Viel hilft viel“, sondern nur „So viel wie nötig, um eine angenehme Atmosphäre zu erzeugen“. Dabei hat sich ein Mindest-Beleuchtungsniveau von 500 bis 1000 Lux bewährt. Diese Beleuchtungsstärke ist besonders für das Lesen von Papiervorlagen optimal.

Wichtig ist ebenfalls, dass die Beleuchtung den wechselnden Anforderungen angepasst werden können muss. Getrennt ein- und ausschaltbare Lichtbänder an der Decke und idealerweise dimmbare Leuchtmittel am Arbeitsplatz können dies gewährleisten.

Neben der Lichtstärke ist die „Farbtemperatur“ ein entscheidender Faktor für die Eignung einer Leuchtquelle in einem Arbeitsraum. Hier haben sich für Bildschirmarbeit reinweisse Leuchtmittel mit einer Farbtemperatur von ca. 4000 Kelvin bewährt. Treppenlichter und Deckenlampen können mit 5000 bis 6000 Kelvin Farbtemperatur betrieben werden. Obwohl höhere Farbtemperaturen gewisse biologische Vorteile haben, werden sie doch häufig als unangenehm und grell empfunden.

Neben Farbe, Temperatur und Helligkeit ist die Diffusion des Lichtes wichtig. Die Streuung wird primär durch einen Filter am Leuchtmittel selbst erzeugt. Helle Wände und Einbauten tragen jedoch zusätzlich zur Streuung des Lichtes bei, was die Helligkeit eines Raumes erhöht. Dunkle Möbel und Wände sollten deshalb vermieden werden, da diese zu viel vom Licht „schlucken“.

Optimal gestaltete Leuchtmittel können die Arbeitsqualität und Atmosphäre in einem Raum schlagartig verbessern. Idealerweise zieht man eine professionelle Beratung hinzu. Die Leistung und Motivation der Mitarbeiter werden jede Investition in diesem Punkt schnell wieder amortisieren.



 

Oberstes Bild: Die Beleuchtung an einem Arbeitsplatz hat grossen Einfluss auf die Stimmung der Mitarbeiter. (© Petr Malyshev / Shutterstock.com)

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