Immer mehr Tierkliniken werden gegründet und Tierärzte schliessen sich zu Gemeinschaftspraxen zusammen

27.11.2014 |  Von  |  Organisation
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Immer mehr Tierkliniken werden gegründet und Tierärzte schliessen sich zu Gemeinschaftspraxen zusammen
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Katzen und Hunde sind die beliebtesten Haustiere der Schweizer. Für Ihre Lieblinge geben sie jährlich zusammen mehr als 500 Millionen CHF aus – für Futter und Zubehör allein. In diesen Kosten ist der Tierarztbesuch noch nicht drin. Aber auch Haustiere brauchen ab und zu ärztliche Betreuung.

Die Menschen, die ein Haustier haben, wollen meistens, dass es dem Tier gut geht und dass es lange ohne Beschwerden lebt. Andere sind jedoch der Meinung, dass die tiermedizinische Versorgung manchmal übertrieben wird, und bezweifeln, dass die Anwendung lebensverlängernder Massnahmen notwendig ist.

Die Geräte, die ein Tierarzt benötigt, um ein Tier fachgerecht zu versorgen, ähneln denen der Humanmedizin und sind entsprechend teuer. Nicht jeder Tierarzt kann sich ein Röntgengerät, ein Labor oder andere teure Geräte für Diagnostik und Behandlung sämtlicher Tierarten leisten, sodass sich immer häufiger mehrere Tierärzte in einer Gemeinschaftspraxis zusammenschliessen oder eine Tierklinik gründen.

Einzelpraxis versus Tierklinik

Tierkliniken gab es noch in den 1990er-Jahren kaum. Erst in letzter Zeit wurden in den Grossstädten der Schweiz Tierkliniken gegründet, in denen mehrere angestellte Tierärzte zusammen mit entsprechend ausgebildetem Fachpersonal die Haustiere versorgen können. So sind unter einem Dach Spezialkenntnisse zu verschiedenen Tierarten versammelt und es kann bei Bedarf auf teure medizinische Geräte zurückgegriffen werden, die es in einer Einzelpraxis nicht gibt – und das oft 24 Stunden am Tag und sieben Tage in der Woche.

Obwohl die Tierkliniken vermehrt Zulauf haben, haben die Einzelpraxen immer noch ihre Berechtigung und ergänzen die Tierkliniken besonders in Regionen mit geringer Einwohner- und damit auch Haustierdichte hervorragend. Sie sind besonders dann gefragt, wenn es um die Vorsorge oder Impfung der Tiere geht. Auch weniger schwere Erkrankungen oder Wunden werden hier behandelt. Komplizierte Krankheiten können dann aber an eine Spezialklinik abgegeben werden. Die Tätigkeit als Tierarzt in einer Privatpraxis kann allerdings ein finanzielles Risiko bedeuten. Dagegen bietet die Beschäftigung im Angestelltenverhältnis in einer Klinik viele Vorteile: Die Bezahlung ist geregelt und die Arbeitszeiten sind fix und können je nach privater Situation frei vereinbart werden. Das ist in einer Einzelpraxis meist nicht so einfach.



Mehr als 2800 Tierärzte haben sich in der Gesellschaft Schweizer Tierärztinnen und Tierärzte, GST, zusammengefunden. Die Gesellschaft vertritt sowohl selbständige als auch angestellte Tierärzte. Neben der Hilfe bei der Eröffnung oder Übernahme einer Praxis und der Stellenvermittlung können hier auch Tierhalter eine Tierarztpraxis oder eine Tierklinik in ihrer Nähe finden.

 

Oberstes Bild: © Andresr – shutterstock.com

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