Samsung verliert auf dem globalen Smartphone-Markt an Boden

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Samsung verliert auf dem globalen Smartphone-Markt an Boden
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Der globale Markt für Smartphones war in den vergangenen Jahren recht übersichtlich. Die Konkurrenten Apple und Samsung hatten die meisten Wettbewerber meist hinter sich gelassen. In den gigantischen Märkten Indien und China treten inzwischen jedoch leistungsstarke regionale Konkurrenten an.

Das Marktforschungsinstitut Strategy Analytics liefert aktuelle Zahlen: Im dritten Quartal 2014 sind weltweit 320,4 Millionen Smartphones ausgeliefert worden – um 26,7 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Die treibende Kraft hinter diesem Boom war die Nachfrage asiatischer und afrikanischer Kunden. In Europa und Nordamerika zeigt sich der Smartphone-Markt dagegen weitgehend gesättigt.

Starke Nachfrage nach Smartphones im unteren und mittleren Preissegment

Der Verlierer des globalen Smartphone-Wettbewerbs heisst derzeit sehr eindeutig Samsung. Gegenüber dem Vorjahr hat der südkoreanische Konzern rund zehn Prozentpunkte an Marktanteilen eingebüsst, derzeit besetzt Samsung nur noch 24,7 Prozent des Smartphone-Marktes. Unter Druck sind die Koreaner in allen Preissegmenten: Im High-End-Bereich macht Apple mit seinen neuen iPhone-Modellen den – technologisch ebenbürtigen – Samsung-Smartphones aktuell massive Konkurrenz. Im mittleren Preissegment konnten die chinesischen Hersteller Huawei und Xiaomi  Marktanteile hinzugewinnen. Im Value-Segment bringt sich unter anderem Lenovo gegen Samsung in Stellung. Die starke Nachfrage nach Smartphones fokussiert sich derzeit vor allem auf das untere und mittlere Preissegment sowie auf Länder mit vergleichsweise schwacher Kaufkraft. Darunter leiden sowohl Samsung als auch Apple. Auch das iPhone hat – mit einem Minus von 1,1 Prozentpunkten allerdings in deutlich geringerem Masse – im Vergleich zum Vorjahr an Marktanteil verloren.

Chinesische und indische Hersteller im Aufwind

Die chinesischen Wettbewerber können sich – vorerst vor allem in ihrem Heimatmarkt – dagegen über rasanten Zuwachs freuen. Xiaomi hat im dritten Quartal 2014 rund 18 Millionen Geräte ausgeliefert und seine Absätze gegenüber 2013 damit um 24 Prozent gesteigert. Mit diesen Zahlen hat das Unternehmen gleichzeitig Huawei sowie den südkoreanischen Hersteller LG Electronics  hinter sich gelassen. Auch Indiens Smartphone-Industrie befindet sich im Aufwind. Hinter dem Marktanteilszuwachs von „sonstigen Herstellern“ um 7,1 Prozentpunkte auf nunmehr 47 Prozent dürfte sich laut Strategy Analytics massgeblich der indische Smartphone-Produzent Micromaxx verbergen, der seine Marktposition in Indien weiter ausbaut.

Kommen die asiatischen Smartphones demnächst nach Europa?

Ein Teil von ihnen ist bereits da. Beispielsweise ist Huawei – nach Apple und Samsung inzwischen der drittgrösste Smartphone-Hersteller der Welt – mit seinem High-End-Modell seit dem Frühjahr 2014 auch in der Schweiz präsent. Trotzdem werden die Unternehmen aus China und Indien im Hinblick auf Akzeptanz und Markenidentität noch so manche Hürde überwinden müssen. Die grössere Angebotsvielfalt auf dem Smartphone-Markt kommt westlichen Konsumenten jedoch bereits jetzt zugute.

 

Oberstes Bild: © March Marcho – Shutterstock.com


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