Der Dresscode für das Business

28.03.2014 |  Von  |  Allgemein, Selbstmanagement

Geschätzte Lesezeit: 7 minutes

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Geht es um das richtige Auftreten, so spalten sich häufig die Gemüter, denn was bei dem einen absolut businesstauglich und smart scheint, das wirkt dem anderen bereits zu aufgesetzt, übertrieben und unpassend. Fakt ist aber, dass der Dresscode im Business dennoch eine nicht zu unterschätzende Rolle spielt und gerade zu wichtigen Anlässen nicht vernachlässigt werden sollte.

Doch wann darf es eigentlich ein wenig legerer zugehen und wie gelingt der Schnitt zwischen elegantem Geschäftsoutfit und Alltagsmode am besten?



Der Anzug ist für viele immer noch oberstes Gebot

In vielen Branchen ist das schicke Outfit ein Muss, gerade Männer sind zu Anzug, Hemd, Krawatte und angemessenen Schuhen geradezu verpflichtet. Frauen hingegen treten in diesem Fall bevorzugt im stilvollen Kostüm oder Hosenanzug auf, auch Bluse und passende Pumps runden das Bild oftmals ab. Feste Regeln zum Businesslook gibt es allerdings eigentlich nicht und so verwundert es nicht, dass der Kleidungsstil von Branche zu Branche häufig variiert und von unterschiedlichen Unternehmen ebenso unterschiedlich interpretiert wird. Mittlerweile haben sich auf diese Weise eine Vielzahl an wohlklingenden, meist englischsprachigen Dresscodes etabliert, die auf neumodische Namen wie „Smart Casual“, „Day Informal“ oder „White Tie“ hören. Für Stilbewusste oder die, die dies zumindest von sich behaupten, sollten die Codes im Idealfall schnell entschlüsselt werden können, damit dem beruflichen Werdegang nichts mehr im Weg steht.

Führungspositionen

Allgemein gilt, je höher die Position, desto dunkler der Anzug. Dennoch ist Schwarz dabei nicht immer die perfekte Wahl, denn der Ton wirkt oftmals sehr streng und baut eine unnötige Distanz zwischen sich selbst und den Mitarbeitern auf. Alternativen sind hingegen ein Anzug in Dunkelblau oder Dunkelgrau, aber auch Nadelstreifen und Anthrazit machen sich gut. Passende und mittlerweile etablierte Krawattenfarben sind hingegen oftmals Dunkelrot oder Hellblau. Bei der Wahl der Krawatte gelten dunklere Töne grundsätzlich seriöser, hellere Pastelltöne drücken hingegen eine gewisse Leichtigkeit und Positivität aus. Sind die Krawatten übrigens gemustert, so strahlen diese, je kleiner und feiner die Muster sind, entsprechend grosse Kompetenz aus.

Wichtig bei der Zusammenstellung des Outfits ist jedoch, dass niemals mehr als drei Muster und zwei Farben miteinander kombiniert werden sollten. Wer also bei der Wahl von Fliege oder Krawatte keine Vorsicht walten lässt, kann hier schnell ins modische Fettnäpfchen treten.





© Nicoli Maege / Commons.wikimedia.org (CC BY-SA 3.0)







Kundenkontakt

Auch im Kontakt mit Kunden bietet sich ein eher klassisches Auftreten an, mit dem der Durchschnitt der Kunden voraussichtlich keine Probleme haben wird. Demnach eignen sich also ebenfalls zwei- oder dreiteilige Anzüge mit passendem Hemd, Krawatte und den passenden, eleganten Lederschuhen. Der momentan aufstrebende Nerdlook, der etwas extravagant und nicht selten auch exzentrisch daherkommt, ist hingegen fehl am Platz, denn gerade die konservative Kundschaft dürfte hier an die Grenzen ihrer Belastbarkeit kommen – wer ihn hingegen im Büro trägt oder beim Ausgehen mit den Mitarbeitern, kann mit dem Brit Chic aber durchaus punkten. Abzuwägen ist hier jedoch stets das Umfeld der Firma und die eigene Position in der unternehmensinternen Hierarchie.

Smarter Look und legerer Kleidungsstil

Geht es im Unternehmen etwas lockerer zu, so können Modebewusste sich aber durchaus auch einmal etwas mehr trauen. Der absolute Freizeitlook ist zwar auch hier zu vermeiden, allerdings können Frauen durchaus modische Blusen nach Belieben tragen oder auch zu Pullover, Rock und Baumwollhose greifen. Selbst offene Schuhe müssen nicht gescheut werden. Für Herren darf es hingegen ruhig auch das Polohemd oder ein lockeres Shirt sein, dass mit dunkler Jeans oder Flanellhose kombiniert wird. So muss es auch nicht unbedingt die Ausstattung aus der Edelboutique sein, stattdessen genügt hier bereits der Blick in das Sortiment eines guten Kaufhauses mit breitem Angebot. Unter anderem kommen Damen und Herren derzeit beispielsweise im bekannten Fachversand Quelle auf ihre Kosten, vor allem Schnäppchenjäger finden eine grosse Auswahl.

Wer mit seinem Stil gern ein wenig anecken oder für Verwunderung sorgen will, kann ausserdem zu bunten Socken greifen, die zweifellos für den einen oder anderen Hingucker sorgen werden. Tatsächlich sind die bunten Strümpfe längst in der Modewelt angekommen und haben durchaus ihre Berechtigung im Business. Im Idealfall sollte es sich dabei um prägnante Farben handeln, die sich gleichzeitig aber auch nicht mit dem Rest des Outfits beissen dürfen. Gut machen sich beispielsweise rote Socken, die sich auch in der Farbe der Krawatte oder dem Einstecktuch wiederfinden. Unschön wirkt es hingegen, zum roten Anzug gleichfarbige Socken anzuziehen, denn der übertriebene Einsatz wirkt schnell unseriös.

Accessoires, Frisuren, Bärte und Co.

Wer also auf Anzug, weisses Hemd und passende Krawatte zurückgreift, kann so falsch schon einmal nicht liegen. Doch wie verhält es sich mit Accessoires? Trägt die grosse Uhr am Handgelenk zu dick auf? Sollte das Gesicht frei von Bartstoppeln sein? Und wie sieht es eigentlich mit der angemessenen Frisur aus?



  • Bärte – sie sind generell ein heikles Thema, denn zwar sorgen sie für den gewissen Wiedererkennungswert und lassen das Gesicht markant wirken, andererseits behindern sie aber auch die zwischenmenschliche Kommunikation, wenn die Beteiligten erstmals aufeinandertreffen. Ein offenes Gesicht hingegen wirkt einladender und flösst weniger Respekt ein. Wer dennoch nicht auf den Bart verzichten will, sollte in jedem Fall aber auf eine gute und sichtbare Pflege desselbigen achten.
  • Gel im Haar – beim Thema Haargel gilt grundsätzlich die Regel weniger ist mehr. Gerade bei feinem Haar sollte aber auf das Hilfsmittel verzichtet werden, hier kann der Look sonst schnell schmierig und ölig wirken.
  • Frauenfrisuren – die Zeiten, in denen Frauen ihr Haar grundsätzlich hochstecken oder zurückbinden mussten, sind längst vorbei. Eine Studie zeigte kürzlich jedoch, dass Frauen mit einem eher männlichen Auftreten nicht selten grössere Chancen bei Bewerbungen oder wichtigen Gesprächen haben. Nur wenn es um soziale Kompetenzen geht, sei demnach das offene Haar ein Pluspunkt.

 

Oberstes Bild: © DT / Pixabay.com  (CC0 1.0)

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