Motivation – die Kraft, aus der Glück und Erfolg erwachsen

21.03.2014 |  Von  |  Selbstmanagement

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Motivation – die Kraft, aus der Glück und Erfolg erwachsen
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Motivation stammt aus dem Lateinischen (movere) und heisst übersetzt „bewegen“. Dementsprechend ist Motivation die Energie, die entsteht, wenn man etwas will und dieser Wille so stark ist, dass nichts und niemand die Umsetzung des Gewollten verhindern kann. Es ist dieses Gefühl des bedingungslosen Ja-Sagens, diese absolute Überzeugung, dass es sich lohnt, für eine Sache oder für einen Menschen zu kämpfen.

Nach einer wissenschaftlichen Definition ist Motivation ein Zustand des Organismus, der richtungsweisend für menschliches Verhalten ist, das sich an Zielen orientiert. Wie der Name bereits sagt, ist die wesentliche Voraussetzung für Motivation ein Motiv als Grund, sich auf ein bestimmtes Ziel zu zu bewegen. Angeregt wird die Zielsetzung zumeist von einem Bedürfnis, das regelmässig aus einem Mangel erwächst.



Fünf Faktoren als Gradmesser für Motivation

Motivation ist kein angeborener Charakterzug. Ob jemand motiviert oder demotiviert ist, orientiert sich am Grad des persönlichen Entwicklungsprozesses. Das bedeutet, Motivation ist erlernbar und hängt von verschiedenen Faktoren ab.

1. Motivation ist sichtbar

Ein motivierter Mensch ist als solcher erkennbar. Er hat eine straffe und aufrechte Körperhaltung sowie einen dynamischen Schritt und einen entschlossenen Gang. Wenn er spricht, hat er eine feste Stimme und eine eindeutige Wortwahl. Wörter wie „vielleicht“, „wird man sehen“, „versuchen“ oder „man müsste“ wird man in seinem gewählten Wortschatz kaum finden.



Stattdessen bringt er Dinge auf den Punkt, nennt genaue Zeiten und drückt dies auch verbal mit Formulierungen wie „ich werde“ oder „ich will“ deutlich zum Ausdruck. Die gewählte Sprache und die Optik machen klar, dass es sich hier um einen Menschen handelt, der seine Ziele kennt und direkt auf diese zugeht.

Positive-Stimmung-YanLev-shutterstock.com

Motivierte Menschen verbreiten eine positive Stimmung. (Bild: YanLev / Shutterstock.com)




Motivierte Menschen verbreiten eine positive Stimmung. Das liegt auch daran, dass sie an ihre Fähigkeit glauben, Probleme jedweder Art – bekannte und neuartige – zu lösen, da sie an ihre Selbstwirksamkeit glauben.

3. Der Faktor psychologische Zeit

Der dritte Faktor ist die psychologische Zeit. Ein motivierter Mensch ist in der Lage, im Hier und Jetzt Entscheidungen in Richtung seiner gesteckten Ziele zu treffen. Die Erinnerung an die Vergangenheit dient dabei als Ressourcenschatz, da motivierte Menschen hier nach positiven Erfahrungen suchen, an denen sie sich orientieren. Negative Erinnerungen dienen indes als Erfahrungswert, aus dem positive Konsequenzen gezogen werden. Das bedeutet, die negative Erfahrung wird unter dem Gesichtspunkt beleuchtet, welche Faktoren zu diesem Ergebnis geführt haben und wie diese hätten vermieden werden können.

4. Emotionale Intelligenz

Ein weiterer Faktor im Motivationsprozess ist die emotionale Intelligenz, die motivierte Menschen befähigt, mit der Vielfalt menschlicher Gefühle umzugehen. Emotionale Intelligenz setzt sich aus vier Kompetenzbereichen zusammen, zu denen die Selbstwahrnehmung, das Selbstmanagement, das Einfühlungsvermögen und das Beziehungsmanagement gehören.



  • Die Selbstwahrnehmung befähigt zum Wahrnehmen und Verstehen der eigenen Gefühle.
  • Mit Hilfe des Selbstmanagements werden die eigenen Gefühle und Handlungen kontrolliert und gesteuert.
  • Das Einfühlungsvermögen ermöglicht es, die Gefühle und Beziehung anderer Menschen wahrzunehmen und zu verstehen.
  • Das Beziehungsmanagement als Teil der emotionalen Intelligenz befähigt dazu, die zwischenmenschlichen Beziehungen anderer Menschen zu verstehen und zu lenken.

5. Übung macht den Meister

Tatsächlich ist Motivation ein Lernprozess, der durch üben trainiert und optimiert wird. Nur derjenige, der sich mit seiner Person sowie mit seinen Stärken und Schwächen aktiv auseinandersetzt und kontinuierlich an seiner Persönlichkeit in allen Bereichen feilt, kann die Fähigkeit der Selbstmotivation erlernen und steigern. Diese Art von Lebenstraining ist die stärkste Antriebskraft für Motivation.

Selbstmotivation und Fremdmotivation

Grundsätzlich wird zwischen Selbstmotivation und Fremdmotivation unterschieden. Die Selbstmotivation ist die Motivation, die aus eigenem Antrieb, also ohne Ermutigung durch andere Personen oder durch Zwang geschieht. Sie ist auf ein konkretes Ziel gerichtet, das der Betreffende allein, konsequent, diszipliniert und zielorientiert verfolgt und zwar so lange, bis er dieses Ziel auch tatsächlich erreicht hat. Die Fremdmotivation geschieht von aussen, also durch äussere Faktoren wie beispielsweise Werbung sowie im Verhältnis zwischen Lehrer und Schülern, Eltern und Kindern sowie Führungskräften und Mitarbeitern.

Fremdmotivation am Beispiel der Mitarbeitermotivation

Als moderne Führungskraft wird ein Vorgesetzter auf das bekannte Prinzip „Zuckerbrot und Peitsche“ verzichten und stattdessen bei jedem Mitarbeiter genau den Punkt suchen, der ihn zur Mitarbeit motiviert. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die geeignet sind, die Leistung von Mitarbeitern nachhaltig zu steigern und sie auch dazu zu bringen, sich selbst zu motivieren.

Wer sich als Vorgesetzter für die in Zusammenhang mit der Arbeit stehenden Bedürfnisse seiner Mitarbeiter interessiert, schafft eine positive Beziehung und ein Vertrauensverhältnis. Das beinhaltet auch, dass ein Chef die Persönlichkeitsstruktur seines Mitarbeiters kennen sollte, um zu wissen, wie viel Eigenverantwortung und Freiraum er diesem bei der Bewältigung seiner Aufgaben zumuten kann oder sollte.

Mitarbeitermotivation wird auch getragen von klar formulierten Jahreszielen, die gemeinsam mit dem Mitarbeiter seiner Leistungsfähigkeit entsprechend entwickelt und formuliert werden. Anerkennung der Leistung, Wertschätzung und wohl dosiertes Lob sind wesentliche Faktoren, um Mitarbeiter zu motivieren. Das gilt gleichermassen für Belohnungen wie beispielsweise eine Gehaltserhöhung.

Während diese zumeist nur kurze Zeit im Gedächtnis haften bleibt, gibt es Belohnungen, die eine nachhaltigere Wirkung erzielen. Dazu gehören beispielsweise die Einführung einer flexiblen Arbeitszeitgestaltung oder einer Betriebsrente, die Gewährung von Fortbildungen oder Gutscheine für besondere Events.



 

Oberstes Bild: © Vector3D / Shutterstock.com



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