Google eignet sich Know-How von Apple an

17.01.2014 |  Von  |  Allgemein
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Google eignet sich Know-How von Apple an
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3,2 Milliarden Dollar für ein mittelständisches Unternehmen mit gerademal 300 Mitarbeitern? Der Suchmaschinen-Gigant Google geht in Angriffsposition. Da stellt sich doch gleich die Frage: „Hat Google etwa zu viel Geld, oder verbirgt sich ein Schatz hinter diesem Unternehmen?“

Sowohl als auch! Google kauft die Firma Nest, die Raumthermostate vermarktet. Dahinter steckt der Versuch, das Knowhow von früheren Apple-Beschäftigten anzuzapfen. Es geht um attraktive Hardware für das Internet der Dinge. Es ist die drittgrösste Übernahme in der Geschichte von Google.



Doch was kann Google mit Thermostaten und Rauchmeldern anfangen?

Google legt die Messlatte was Investition angeht sehr hoch an, kann Apple da mitziehen? (Bild: Ammentorp - Fotolia.com)

Google legt die Messlatte was Investition angeht sehr hoch an, kann Apple da mitziehen? (Bild: Ammentorp – Fotolia.com)

Dass Google umgerechnet  rund 2,3 Milliarden Euro auf den Tisch legt, hat weniger mit dem Thermostat zu tun, als mit den beiden Managern, die das Unternehmen gegründet haben und es heute führen. Sie heissen Tony Fadell und Matt Rogers und sind alles andere als Neulinge.



2011 präsentierte Nest ein lernfähiges Thermostat für Wohnungen und Häuser. Das Gerät „merkt“ sich, wann die  Bewohner es gemütlich warm haben wollen und wann die  Temperatur herunter gefahren werden kann, weil niemand zu Hause ist. Mit der Zeit wird damit  die Wärmeregulierung automatisch immer weiter optimiert. Nest  verspricht, dass  damit die Heizkosten bis zu 20 Prozent gesenkt werden können. Im Oktober kam ein intelligenter Rauchmelder hinzu. Die Geräte sind mit Smartphones und Tablet-Rechnern verbunden. Fernsteuerung und Fernüberwachung sind damit möglich. So informiert der Rauchmelder den Nutzer auch darüber, wo der Qualm genau herkommt. Fadell arbeitete beim weltgrössten Computerkonzern Apple einst eng mit  dem Chef Steve Jobs zusammen. Fadell war unter anderem massgeblich an der Entwicklung des iPods und des iPhones beteiligt. Rogers gehörte ebenfalls zum Team, dass die Smartphones das werden, was sie heute sind.





Zeit für Neues

Google will weiterhin innovativ sein und möchte neue Massstäbe setzen. Können andere Unternehmen da noch mithalten? (Bild: Fotolia.com)

Das Ziel von Google: Träume erfüllen! Das was man in modernisierten Filmen im Kino sieht, wenn die Wohnung komplett über ein Smartphone zu steuern ist, ob es die Kühltruhe sein soll, die per Touchpad Eis aus der Maschine lässt, das Licht welches nach belieben reguliert werden kann oder sogar der Fernseher. Die Möglichkeiten sind enorm und Google hat die Chance erkannt, sich aus diesem potenziellen Markt ein Milliardengeschäft zu sichern.

Hiersind die Top 5 Investitionen der Unternehmen Apple und Google:

  • Google:
  1. Motorola (8,5 Milliarden €)
  2. DoubleClick (2,3 Milliarden €)
  3. AdMob (55 Millionen €)
  4. ITA Travel (51 Millionen €)
  5. Postini (46 Millionen €)
  • Apple:
  1. Anobit (29 Millionen €)
  2. AuthenTec (26 Millionen €)
  3. PrimeSense (25 Millionen €)
  4. P.A. Semi (20,4 Millionen €)
  5. C3 Technologies (19,7 Millionen €)

Diese Top 5 Liste des jeweiligen Unternehmens zeigt, dass Apple deutlich weniger investiert als Google. Apple kaufte 15 Unternehmen im Jahr 2013 während Google mit 18 die Nase vorn hat. Apple ist also der Liste nach auf Sparkurs, was aber überhaupt kein Sinn macht, auf einem Berg voll Geld zu sitzen. Dieser „Berg“ ist drei Mal so gross wie der von Google und umfasst 108 Milliarden €. Doch einer der Gründe warum Apple kaum investiert ist mit Sicherheit der Stolz. Zu den Zeiten von Steve Jobs wurden kaum Unternehmen aufgekauft, da es für Jobs ein Zeichen der Schwäche und der Niederalge war – Ein Eingeständnis des Scheiterns. Jedoch ist das schwer zu sagen, wie Beispielsweise die knapp 1,8 Milliarden Übernahme von Google von YouTube 2006. Zunächst gab Google zu, dass es eine Fehlinvestition war doch acht Jahre später kümmert es niemanden mehr. Vielmehr hätte das Unternehmen ein gefürchteter Konkurrent sein können. Vielleicht hätte Youtube ohne die Google-Rechtsabteilung sogar nicht mehr existiert.



In den letzten Jahren war auch deutlich zu sehen, dass Apple zu einem Massenmarktanbieter wurde als eine High-End Nischenmarke.

Doch eines ist sicher: Google hat eine völlig andere Strategie als Apple. Wir leben in einem Zeitalter, in dem die Verbraucher immer mehr Ökosysteme kaufen während Apple weiterhin vorsichtig seinen Perfektionismus weiterhin steigert.

Über Matthias Brückmann

hat als gelernter BA-Fitnessökonom tagtäglich mit unterschiedlichsten Persönlichkeiten zu tun und leitet diese auch im Bereich Training und Ernährung richtig an. Zudem hat er die Verantwortung als Bereichsleiter in einer Multifunktions-Sportanlage, wo auch Mitarbeiter unter seiner Anleitung stehen. Das Marketing gehört ebenfalls zu seinen Hauptaufgaben in der er seiner Kreativität, die sich auch beim Schreiben widerspiegelt, freien Lauf lassen kann.


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