Bessere Löhne und neuer Mindestlohn bei Lidl

Lidl Schweiz macht seine Angestellten glücklich und erhöht im Rahmen des Gesamtarbeitsvertrages mit der Gewerkschaft Syna und dem Kaufmännischen Verband Schweiz die Gesamtlohnsumme im Geschäftsjahr 2016 um 1 Prozent. Zudem werden sämtliche Mindestlöhne um 100 Franken erhöht. Damit liegt Lidl Schweiz deutlich über allen bisher bekanntgegebenen Lohnerhöhungen im Detailhandel. Lidl Schweiz hebt den Mindestlohn landesweit von monatlich 4'000 auf 4'100 Franken (x 13) an. Auch alle weiteren Lohnbänder werden nach oben angepasst. 2-jährig gelernte Mitarbeitende beziehen künftig mindestens 4'200 und 3-jährig gelernte mindestens 4'350 Franken, alle Angaben beziehen sich hierbei auf ein 100% Pensum. Die neuen Mindestlöhne und die Lohnsummenerhöhung wurden mit der Gewerkschaft Syna und dem Kaufmännischen Verband Schweiz im Rahmen des bestehenden Gesamtarbeitsvertrages (GAV) vereinbart.

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Schweizer Baumeisterverband lanciert Kampagne

Eine landesweite Kampagne über die Arbeitsbedingungen auf dem Bau lanciert der Schweizerische Baumeisterverband. Auf über tausend Baustellen werden Plakate aufgehängt. Diese sollen zeigen, dass der Landesmantelvertrag (LMV) für das Bauhauptgewerbe der mit Abstand arbeitnehmerfreundlichste Gesamtarbeitsvertrag für Handwerker in der Schweiz ist. So gilt für Bauarbeiter die Rente ab 60. Für Maurer und Strassenbauer EFZ gilt ein Mindestlohn von 5500 Franken. Und sogar für Hilfsarbeiter ohne Ausbildung gilt noch ein Minimallohn von 4600 Franken.

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Gehälter – von Geringverdienern und Grosseinkommen

Zwar ist die Initiative zum Mindestlohn Geschichte, die Thematik an sich aber immer noch aktuell. Die Schweiz ist durch ein auffälliges Lohngefälle geprägt. Die Schere zwischen den Löhnen von durchschnittlichen Kleinverdienern und Menschen mit hohem Einkommen vergrössert sich zusehends. Was zwischen den beiden Extremen liegt, ist fraglich. Dass häufig lediglich Nominallöhne zur Berechnung der Lohnentwicklung herangezogen werden, ist in diesem Fall bemerkenswert. Unter anderem werden inflationsbereinigte Zahlen auf diese Weise in der Statistik unzureichend beachtet. Gehört man eher zum einkommensschwachen Teil der Lohnskala, wird die Situation so noch verschärft.

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Beschleunigt der Mindestlohn den Strukturwandel in der Schweiz?

[vc_row][vc_column width="1/1"][vc_column_text]Die Konjunkturforschungsstelle (KOF) der ETH Zürich gibt für die wirtschaftliche Entwicklung der Schweiz bis Ende 2015 eine grundsätzlich positive Prognose ab. Demnach wird das Bruttoninlandsprodukt in diesem und im kommenden Jahr um jeweils mehr als zwei Prozentpunkte wachsen. Sowohl die Inlandsnachfrage als auch die Exportwirtschaft ziehen nochmals deutlich an. Auch der Arbeitsmarkt wird sich weiterhin positiv entwickeln. Unwägbarkeiten finden sich jedoch bei der Entwicklung der Arbeitsproduktivität, letztendlich also im Hinblick auf den Strukturwandel in der Schweizer Wirtschaft. Im Rahmen der Mindestlohndebatte gewinnt diese Frage an Bedeutung. Falls der Mindestlohn wirklich kommt, dürfte er – auf Kosten wenig qualifizierter Arbeitsplätze – die Arbeitsproduktivität nach oben treiben.

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Soziale Mindeststandards am Beispiel Australien

[vc_row][vc_column width="1/1"][vc_column_text]Am kommenden Sonntag stimmen die Schweizer über die Mindestlohn-Initiative ab. Aus Sicht der Wirtschaft schafft ein Mehrheitsvotum dafür Probleme. Viele Unternehmen sind durch die Höhe der Lohnuntergrenze wirtschaftlich überfordert. Kritiker befürchten, dass der Mindestlohn in grösserem Umfang Arbeitsplätze kosten wird. Australien gehört zu den Ländern mit den historisch längsten Erfahrungen mit dem Mindestlohn. Heute beläuft sich dieser auf 16,37 Australische Dollar und ist damit der höchste nominale Mindestlohn der Welt, auf den Angestellte ab dem Alter von 20 Jahren Anspruch haben. Seine Höhe entspricht etwas mehr als der Hälfte des Medianlohns eines Vollzeitangestellten. Laut Angaben der OECD liegt er kaufkraftbereinigt bei 10,2 US-Dollar respektive 9,5 Franken.

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Dem kleinen Mann in die Brieftasche geschaut

[vc_row][vc_column width="1/1"][vc_column_text]Die Mehrzahl der Schweizer sind abhängig beschäftigte Arbeiter. Tag für Tag, Monat für Monat und Jahr für Jahr leisten sie ihren Beitrag zum Gelingen einer wirtschaftlichen Kompetenz, die weit über die Grenzen der Schweiz hinaus bekannt ist. Hier geht es weniger um Klischees, sondern vielmehr um echte Spitzenprodukte, die im grossen oder im kleinen Rahmen einen weltweit guten Ruf geniessen. Auch wenn die Schweiz für viele, besonders ausländische Arbeitnehmer als äusserst lukrativ gilt, lohnt sich auch hier der Blick in die Brieftaschen der einfachen Arbeitnehmer. Hohe Löhne, hohe Preise Nach einer Studie der Schweizerischen Eidgenossenschaft beträgt das durchschnittliche Einkommen der Privathaushalte in der Schweiz pro Kopf etwa 74’000 Franken im Jahr. Schon aus der Einlassung auf das durchschnittliche Gesamteinkommen wird klar, dass nicht jeder Arbeitnehmer über ein solches Einkommen verfügen kann. In einigen Branchen liegen die Einkommen höher, in anderen wieder niedriger.

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Bedeutet der Mindestlohn das Ende der Sozialpartnerschaft?

[vc_row][vc_column width="1/1"][vc_column_text]Die Debatte um den Mindestlohn reisst nicht ab. Gegner und Befürworter fahren weiterhin ihre Argumente wie schwere Geschütze auf, und sie werden es bis zum Tag der Abstimmung im Mai tun - wenn nicht sogar darüber hinaus. Die einen fürchten den Zusammenbruch der Schweizer Wirtschaft, die anderen fordern eine gerechte Entlohnung für die arbeitende Bevölkerung und sehen im Mindestlohn den richtigen Ansatz für einen erforderlichen Strukturwandel in schwächelnden Bereichen. Viele Gegner auf der Arbeitgeberseite pochen vor allem darauf, dass die "bewährte Sozialpartnerschaft" durch den Mindestlohn in Höhe von 22 Franken untergraben bzw. zu Grunde gerichtet würde. Dem widerspricht Daniel Oesch, seines Zeichens Professor am Institut für Sozialwissenschaften der Universität Lausanne, in einem ausführlichen Aufsatz energisch. Oder, um genau zu sein: Er widerspricht nicht, er erklärt die viel beschworene, starke Sozialpartnerschaft zu einem Mythos, der mit der Realität im Lande nichts zu tun habe, sondern allenfalls die halbe Wirklichkeit abbilde.

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Positive Erfahrungen mit dem Mindestlohn: Das Beispiel Grossbritannien

[vc_row][vc_column width="1/1"][vc_column_text]Die Debatte um den Mindestlohn ist die aktuellste Schweizer Kontroverse. Ob er wirklich kommt oder die Initiative scheitert, ist vier Wochen vor dem Votum durchaus nicht ausgemacht. Laut einer aktuellen Umfrage wollen nur noch 42 % der Schweizer einen gesetzlichen Mindestlohn von monatlich 4000 Franken – vor einem Monat hätten noch 52 % dafür gestimmt. 8 % der Eidgenossen sind noch unentschieden. Interessant ist, dass die unteren Einkommensschichten – also diejenigen, die von der Initiative profitieren würden – tendenziell dagegen sind. In Grossbritannien gibt es bereits seit 15 Jahren einen nationalen Mindestlohn. Der Widerstand vor seiner Einführung im Jahr 1997 wurde von einer breiten Front aus Unternehmern, Ökonomen sowie der konservativen politischen Opposition getragen. Heute hat sich die Entscheidung als Erfolg erwiesen. Arbeitsplätze hat der nationale Mindestlohn auf der Insel kaum gekostet. Das angestrebte Mindestlohn-Niveau der Schweiz wäre in Grossbritannien allerdings ausgeschlossen.

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Auswirkungen des Mindestlohns auf die Gastronomie

[vc_row][vc_column width="1/1"][vc_column_text]Wie wir in früheren Artikeln bereits festgestellt haben, wird der eventuell kommende Mindestlohn wahrscheinlich drastische Auswirkungen auf Unternehmen in der ganzen Schweiz haben – wie zum Beispiel zahlreiche Gastronomiebetriebe. Ob es zum "Beizensterben" kommen wird und wie der Mindestlohn Restaurants, Hotels und vergleichbare Industriezweige treffen könnte, zeigt der Artikel. Verwaiste Hotels in der Schweiz Wer in von Touristen gerne besuchten Gebieten Urlaub macht, wird normalerweise auf eine Vielzahl von Restaurants und ähnlichen Gastro-Betrieben stossen. Keine Ausnahme stellt Urnäsch im Kanton Appenzell Ausserrhoden dar: Restaurants und Cafés reihen sich wie an einer Perlenkette, man könnte also fast meinen, es handele sich um den Traum eines ausländischen Urlaubers in der Schweiz. Leider trügt der Schein aber auch hier.

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Wie der Mindestlohn und die Einwanderungsinitiative zusammenhängen

[vc_row][vc_column width="1/1"][vc_column_text]Zu dem möglicherweise kommenden Mindestlohn, über den im kommenden Mai entschieden wird, haben wir in einem früheren Beitrag bereits berichtet. Nicht darin enthalten waren jedoch die Auswirkungen, welche die Lohngrenze möglicherweise auch auf die Einwanderungsinitiative und damit alle Unternehmen in der Schweiz haben könnte - denn die potenziellen Folgen betreffen auch dieses heikle Thema.

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Löhne und Gehälter sinnvoll ausgestalten

[vc_row][vc_column width="1/1"][vc_column_text]Allmählich schiessen sich die Bevölkerung, Gewerkschaften und Unternehmen auf die im Mai stattfindende Volksabstimmung zum Mindestlohn von 22 Franken ein. Zunehmend hörbarer und auch sichtbarer rühren Gewerkschaften und Arbeitnehmervertretungen die Werbetrommel, während die Wirtschaft oftmals den warnenden Zeigefinger hebt. Dabei geht es nicht wirklich um die Zahl 22, sondern vielmehr darum, wie Löhne und Gehälter sinnvoll auszugestalten sind. Angesichts dieser Diskussion lohnt es, den Sinn von Arbeit und den Wert von Geld noch einmal neu zu hinterfragen.

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Mindestlohn - eine Rechnung, die aufgeht

[vc_row][vc_column width="1/1"][vc_column_text]Im Mai wird es wieder einmal spannend. Dann nämlich entscheidet das Schweizer Wahlvolk darüber, ob ein Mindestlohn von 22 Franken die Stunde obligat wird. Während die einen noch feilschen und andere schon frohlocken, schauen wir hinter die Kulissen einer Mindestlohnregelung, die auch nach der Verabschiedung immer noch drei Jahre Zeit zur Umsetzung bekommt. Was ist die Produktivkraft Mensch wert?

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Führt ein Mindestlohn zur Jobvernichtung?

[vc_row][vc_column width="1/1"][vc_column_text]Ein starker Mittelstand und moderate Einkommensunterschiede für die breite Masse gelten als Garanten für wirtschaftlichen Erfolg und soziale Stabilität. Aus Sicht von Wirtschaftswissenschaftlern werden diese Kriterien vor allen von der Schweiz, Österreich, Deutschland sowie den skandinavischen Ländern gut erfüllt. Auch die diversen Mindestlohn-Debatten zielen in die gleiche Richtung - in den Augen ihrer Befürworter sollen Lohnuntergrenzen die Mitte der Gesellschaft an ihren unteren Rändern stärken und dafür sorgen, dass Arbeitnehmer von ihrem Einkommen auch zuverlässig leben können. Die Frage ist jedoch, welche Wirkung sie auf den Arbeitsmarkt als Ganzes haben.

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Schweizer Hotel- und Restaurantgewerbe: Wie realistisch ist ein Mindestlohn?

[vc_row][vc_column width="1/1"][vc_column_text]Nach einer Studie des Schweizer Bundesamtes für Statistik (BfS) aus dem Jahr 2010 waren 10,5 Prozent aller von den Unternehmen angebotenen Arbeitsplätze sogenannte Tieflohnstellen. Als Tieflohn gilt ein Arbeitsentgelt, das bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden geringer ist als zwei Drittel des bundesweit bestimmten Brutto-Medianlohns. 2010 lag diese Schwelle bei 3.986 Schweizer Franken. Inklusive Teilzeitbeschäftigungen kam das BfS auf eine Zahl von etwa 368.000 Menschen, die lediglich eine Tieflohnstelle hatten - zwei Drittel von ihnen waren Frauen. Der typische Tieflohnbezieher aus der Lohnstrukturerhebung 2010 ist weiblich, jung, gering qualifiziert sowie im Einzelhandel, der Gebäudereinigung oder in Gastronomie und Hotellerie beschäftigt.

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