Was bedeutet die Freigabe des CHF-Wechselkurses für die Schweiz?

[vc_row][vc_column width="1/1"][vc_column_text]Die Aufgabe des fixen Franken-Wechselkurses am 15. Januar 2015 hat die Schweizer völlig überrascht. Im September 2011 hatte die Schweizerische Nationalbank (SNB) den Wechselkurs bei CHF 1.20 pro Euro festgeschrieben, um die Schweizer Exportwirtschaft und die Tourismusindustrie vor den Folgen der seinerzeit extrem starken Aufwertung des Franken zu schützen. Die Wirtschaftswissenschaftler Jan-Egbert Sturm – Chef der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) – und sein Kollege Alexander Rathke haben sich mit den Hintergründen der Freigabe des Wechselkurses in einem Fachartikel für die „NZZ“ etwas ausführlicher beschäftigt.

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Zweite Trendumfrage: Wachsende Mehrheit gegen Gold-Initiative

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Am 30. November 2014 wird endlich klar sein, wie die Stimmbürger über die Gold- sowie die Ecopop-Initiative entscheiden. Im Hinblick auf das Referendum zum "Schweizer Gold" zeichnet sich inzwischen jedoch eine wachsende Mehrheit gegen die Initiative ab. Bei einer Abstimmung in der vergangenen Woche haben sich nur 38 % der Schweizer für die Annahme der SVP-Initiative "Rettet unser Schweizer Gold" entschieden. 47 % lehnen die Gold-Initiative ab, 15 % sind noch unentschlossen. Im Oktober hatten sich noch 44 % für die Annahme der Initiative ausgesprochen. Eine Mehrheit für die Initiative fand sich mit 62 % nur unter den SVP-Anhängern, auch hier ist gegenüber 70 % im Oktober jedoch ein Rückgang zu verzeichnen.

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Gold-Initiative - kontraproduktiv für Finanzpolitik und Wirtschaft

Die Initiatoren der Initiative "Rettet unser Schweizer Gold" - die SVP-Nationalräte Luzi Stamm und Lukas Reimann - können zufrieden sein: Die Gold-Initiative ist inzwischen auch in der grossen Finanzwelt Thema. Ihre Annahme könnte die Märkte durcheinanderwirbeln und negative Effekte auf die Finanzpolitik sowie die Schweizer Wirtschaft haben.  Ein entsprechendes Statement kam vor kurzem von der britischen Grossbank Barclays. Aus Sicht der Analysten dürfte ein positiver Volksentscheid grössere Auswirkungen auf den Schweizer Franken sowie den Goldpreis haben. Langfristig würde der "langfristige Gleichgewichtspreis" für Gold vermutlich spürbar steigen.

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"Whatever it takes": Wie Mario Draghi die Wende in der Euro-Krise brachte

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Worte können magisch sein – ob auch in der rationalen Welt der Banken, durfte bis zum 26. Juli 2012 allerdings bezweifelt werden. Auf einer Investorenkonferenz in London leitete ein kurzer Satz von EZB-Präsident Mario Draghi die Wende in der Euro-Krise ein. Die Europäische Zentralbank (EZB) werde alles tun – "whatever it takes" – um die europäische Gemeinschaftswährung zu erhalten. Draghis Befürworter und Kritiker streiten bis heute, ob die Geldpolitik der EZB die Probleme in der Euro-Zone lösen kann. An den Märkten schlug Draghis Rede seinerzeit ein wie ein Blitz. Der Euro stabilisierte sich, die Zinsen für Staatsanleihen aus den Krisenländern fielen, die Börsenkurse befanden sich plötzlich steil im Aufwind. Die Befürworter des Euro waren begeistert. Beispielsweise bescheinigte der deutsche Volkswirt Holger Schmieding Draghi nicht nur die Magie der Worte, sondern auch, dass er die europäische Währung gegen eine "irrationale Marktpolitik" vereidigt habe.

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Über den "beispiellosen Aufstieg" der Notenbanken

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Andrew Haldane, der neue Chefökonom der Bank of England, hat seine Position erst vor wenigen Wochen übernommen. Seine Aufgabe besteht in geldpolitischen Analysen, welche unter anderem die Basis für die zinspolitischen Entscheidungen des Hauses bilden. In der Welt der Notenbanken ist Haldanes Karriere beispiellos, zumal er seine akademische Bildung nicht an den Elite-Universitäten Oxford oder Cambridge erworben hat, sondern als 22-Jähriger mit einem Master-Titel der University of Warwick zur Bank of England kam. Heute zählt ihn das "Time"-Magazin zu den 100 weltweit einflussreichsten Menschen. In einem Fachartikel beschäftigte sich Haldane jetzt mit dem "beispiellosen Aufstieg" der internationalen Notenbanken und zwei verschiedenen Szenarien für ihre Zukunftsperspektiven. In seinem Text bescheinigt Haldane den Zentralbanken eine geldpolitische Machtposition, die in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich angewachsen sei. Die entscheidende Zäsur dafür sieht er in den 1970er-Jahren, als die nationalen Währungen und damit auch die Notenbanken gegenüber dem US-Dollar als der bisherigen globalen Ankerwährung Unabhängigkeit gewannen. Durch die letzte grosse Krise wurde ihre Position bis auf Weiteres nochmals immens gestärkt.

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Spanien: Erreicht der EZB-Niedrigzins sein Ziel?

[vc_row][vc_column width="1/1"][vc_column_text]Hinter der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) steht ein grundsätzliches Ziel: Das billige Geld und damit günstige Kredite sollen dazu dienen, die Wirtschaft in den europäischen Krisenstaaten anzukurbeln. Das Beispiel Spanien zeigt, dass diese Strategie allmählich zumindest in Teilbereichen greift und sich auch die Banken inzwischen den überlebenden Unternehmen des Mittelstandes als potenziellen Darlehenskunden öffnen. Bisher konnten kleine und mittlere Unternehmen in Spanien selbst bei einer günstigen wirtschaftlichen Prognose kaum mit einer Kreditzusage rechnen. Erst kürzlich beschrieb die Wirtschaftszeitung "Cinco Dias" ein solches Unterfangen als eine "Mission impossible". Seit dem Beginn der Finanz- und Schuldenkrise ist die Kreditvergabe der Banken stark zurückgegangen, in seinem jüngsten Wirtschaftsreport bezifferte der Banco de España den Schwund auf 23 %.

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Schweizerische Nationalbank: Alles bleibt beim Alten

[vc_row][vc_column width="1/1"][vc_column_text]Überraschungen sind bei den geldpolitischen Entscheidungen der Schweizerischen Nationalbank (SNB) bereits seit Längerem nicht zu erwarten, daran hat sich auch bei der Bekanntgabe der Beschlüsse der Notenbanker zur Jahresmitte nichts geändert. Den starken Franken – mit einem Mindestwechselkurs von 1,20 zum Euro – wollen sie auch in Zukunft stützen, notfalls unter anderem mit unlimitierten Devisenkäufen. Der Leitzins (Drei-Monats-Libor) bleibt vorerst unverändert auf seinem Tiefststand von 0 bis 0,25 %. Auf einer Medienkonferenz in Bern betonte SNB-Präsident Thomas Jordan, dass sich an dieser Politik auf absehbare Zeit nichts ändern werde. Gleichzeitig gaben die Währungshüter eine eigene Konjunkturprognose ab. Für das laufende Jahr rechnen sie demnach mit einem realen Wachstum von etwa 2 %, mögliche Auswirkungen der Annahme der Masseneinwanderungsinitiative sind in die Prognose allerdings noch nicht eingeflossen. Laut Jordan stellten die SNB-Experten für regionale Wirtschaftskontakte in Umfragen zwar spürbare Verunsicherungen über die wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen fest, deren reale Auswirkungen auf die Konjunktur seien jedoch bisher nicht abschätzbar.

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