Grossbritannien hat gewählt: Kommt nun der „Brexit“?

Am vergangenen Donnerstag haben die Briten ein neues Parlament gewählt. Premierminister Cameron und seine Konservativen können triumphieren – im britischen Unterhaus haben sie in den kommenden fünf Jahren die absolute Mehrheit. Innen- und aussenpolitisch stehen jedoch Veränderungen an. Schlüsselthemen sind das Verhältnis zu Europa und die Perspektiven Schottlands. Die Glückwünsche aus Brüssel für David Cameron fielen gestern recht knapp und trocken aus. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker liess ausrichten, dass er auf eine „konstruktive Zusammenarbeit“ und einen „fairen Deal“ mit Grossbritannien hoffe. Gleichzeitig stellte er heraus, dass die vier Grundfreiheiten der Europäischen Union – der freie Verkehr von Personen, Dienstleistungen, Kapital und Waren – in ihrer Substanz nicht zur Debatte stünden. Zu Camerons Wahlversprechen ergeben sich hieraus perspektivisch Diskrepanzen.

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Ertappt: UBS und Credit Suisse im Preisabsprache-Kartell

Vier grosse Bankhäuser werden jetzt richtig zur Kasse gebeten. Wegen illegaler Preisabsprachen wird eine Geldbusse in Höhe von insgesamt über 94 Millionen Euro fällig. Neben der Royal Bank of Scotland und der Grossbank JPMorgan sind auch die Schweizer Finanzinstitute Credit Suisse und UBS von dieser Strafzahlung betroffen. Die Geldbussen gegen die vier Grossbanken sind von der EU-Kommission im Zusammenhang mit der Manipulation des Schweizer Franken Libors respektive mit entsprechenden Preisabsprachen bei Zinsderivaten verhängt worden. Laut Aussage des Vizepräsidenten der EU-Kommission, Joaquin Almunia, haben die vier Banken der Geldbusse bereits zugestimmt. Was allerdings auch nicht weiter verwundert, ansonsten hätten sie mit weiteren kartellrechtlichen Untersuchungen rechnen müssen.

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"Whatever it takes": Wie Mario Draghi die Wende in der Euro-Krise brachte

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Worte können magisch sein – ob auch in der rationalen Welt der Banken, durfte bis zum 26. Juli 2012 allerdings bezweifelt werden. Auf einer Investorenkonferenz in London leitete ein kurzer Satz von EZB-Präsident Mario Draghi die Wende in der Euro-Krise ein. Die Europäische Zentralbank (EZB) werde alles tun – "whatever it takes" – um die europäische Gemeinschaftswährung zu erhalten. Draghis Befürworter und Kritiker streiten bis heute, ob die Geldpolitik der EZB die Probleme in der Euro-Zone lösen kann. An den Märkten schlug Draghis Rede seinerzeit ein wie ein Blitz. Der Euro stabilisierte sich, die Zinsen für Staatsanleihen aus den Krisenländern fielen, die Börsenkurse befanden sich plötzlich steil im Aufwind. Die Befürworter des Euro waren begeistert. Beispielsweise bescheinigte der deutsche Volkswirt Holger Schmieding Draghi nicht nur die Magie der Worte, sondern auch, dass er die europäische Währung gegen eine "irrationale Marktpolitik" vereidigt habe.

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Starker Franken: Fitnesskur für Schweizer Firmen

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Der starke Franken gab der Schweizer Wirtschaft in den vergangenen Jahren regelmässig Grund zur Klage. Aktuell findet sich ein Anlass dafür durch die Publikation der Halbjahresergebnisse der Firmen. Zwar ist die Situation heute deutlich weniger dramatisch als vor drei Jahren – 2011 hatte der Euro im Vergleich zum Franken innerhalb kurzer Zeit stark an Wert verloren – trotzdem macht die starke Schweizer Währung vielen Firmen nach wie vor zu schaffen. Entsprechende Klagen kamen keineswegs nur von kleineren, exportwirtschaftlich orientierten Unternehmen, sondern auch von Grosskonzernen. Unter anderem liessen der Pharmakonzern Hoffman-La Roche und der Autoindustrie-Zulieferer Autoneum wissen, dass sie bei einer Ausklammerung der Währungseffekte nicht weniger, sondern mehr Umsätze erwirtschaftet hätten als im Vorjahr. Die Swatch Group meldete, dass ihr Gewinnzuwachs gegenüber dem ersten Halbjahr 2013 ohne den starken Franken bei sieben statt nur zwei % liegen würden. Das Logistikunternehmen Kühne & Nagel verwies auf eine Gewinndifferenz zwischen hypothetischen 13 und realen acht %.

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Verhaltenes Wachstum für Exporte aus der Schweiz

[vc_row][vc_column width="1/1"][vc_column_text]Nach Angaben der Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV) wachsen die Schweizer Exporte derzeit nur verhalten. Ein Plus verzeichneten vor allem die Pharmaindustrie sowie die Hersteller von Schmuck und Uhren. Dynamisch entwickeln sich die Exporte in die Europäische Union, im ersten Halbjahr 2014 sind sie um 2,7 % gewachsen. Einen Höchststand erreichten die Schweizer Warenlieferungen nach Grossbritannien (+19,4 %) und in die USA (+5,3 %). Rückläufig ist der Handel mit Lateinamerika (-2,3 %) sowie mit Italien (-4,3 %) und den Niederlanden (-7,4 %). Den grössten Einbruch erlebte die Schweizer Exportwirtschaft im Hinblick auf ihre Lieferungen nach Russland, die im zweiten Quartal 2014 um 17,3 % zurückgegangen sind. Die "Handelszeitung" merkte dazu an, dass es einen derartigen Einbruch seit dem Krisenjahr 2009 nicht mehr gegeben habe.

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10 Jahre EU-Osterweiterung - Ein Rückblick

[vc_row][vc_column width="1/1"][vc_column_text]Es war die fünfte und bis heute grösste Erweiterung der Europäischen Union, als am 1. Mai 2004 auf einen Schlag zehn neue Staaten - Polen, Ungarn, Tschechien, Slowakei, Litauen, Lettland, Estland, Slowenien, Malta und Zypern - mit rund 75 Millionen Einwohnern beitraten und die Zahl der Mitgliedsländer von 15 auf 25 stieg. Vorausgegangen war eine Empfehlung der Europäischen Kommission im Oktober 2002. Der endgültige Beitrittsvertrag wurde im April 2003 fixiert. Die Gründe für den Beitritt sind nicht nur in wirtschaftlichen Vorteilen zu suchen. Gerade für die ostmitteleuropäischen Staaten spielten auch die historischen und kulturellen Gemeinsamkeiten eine grosse Rolle. In Westeuropa, vor allem in Deutschland, sah die Bevölkerung die Erweiterung mit Sorge und gemischten Gefühlen. Es ging die Angst um, zu viele billige osteuropäische Arbeitskräfte würden den Markt überschwemmen oder heimische Firmen wegen Dumping-Preisen der Konkurrenz etwa in Tschechien oder Polen in die Pleite getrieben werden.

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