2019 zahlte die Pharmaindustrie 187 Millionen Franken an Ärzte und Spitäler in der Schweiz

27.08.2020 |  Von  |  Presseportal

Zürich (ots) – Die Zuwendungen der Pharmaindustrie an Ärzte, Ärztinnen und Spitäler in der Schweiz sind auch 2019 gestiegen. Sechzig Pharmafirmen überwiesen im vergangenen Jahr 187,1 Millionen Franken an Ärztinnen und Ärzte, Apotheker, Spitäler sowie andere Institutionen des Gesundheitswesens. Das zeigt eine Auswertung der von den Unternehmen offengelegten Daten durch das Recherchenetzwerk von Ringier Axel Springer Schweiz.

Dieser Betrag ist der höchste Wert seit Einführung der Transparenzregelung, die sich die Branche vor fünf Jahren selber auferlegt hat. 2015 waren es noch 140,5 Millionen Franken. Seit diesem Jahr summieren sich die Gelder, die von Pharmaunternehmen an Ärztinnen, Ärzte und Gesundheitseinrichtungen flossen, auf gegen 830 Millionen Franken.

Über den gesamten Zeitraum steht Novartis klar an der Spitze (111,6 Millionen), gefolgt von Roche (79,3 Mio.), Pfizer (57,2 Mio.), Bayer (55,3 Mio.) und Bristol-Myers Squibb (50,2 Mio.).

Bewegung gibt es bei der strittigen Frage, ob es ausreichend ist, wenn Zahlungen für Forschung und Entwicklung (F&E) nur summarisch offengelegt werden, also nicht einzelnen Ärztinnen, Ärzten oder Spitälern zugeordnet werden können. Das Thema wird auf Ebene des europäischen Pharmaverbands, auf dessen Vorgaben die schweizerische Transparenzregelung basieren, diskutiert.

Novartis zeigt sich einer Regelung gegenüber offen, wonach Zahlungen für F&E nach Empfängern aufgeschlüsselt offengelegt werden. „Wir werden das umsetzen, sobald sich die Regelungen ändern“, schreibt das Unternehmen.

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