Fünf Führungsqualitäten, mit denen Entrepreneure Mitarbeiter halten

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Fünf Führungsqualitäten, mit denen Entrepreneure Mitarbeiter halten
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Mitarbeiterführung ist Übungssache: Ein exzellenter Führungsstil entwickelt sich nicht über Nacht und er kann auch nicht angelesen werden. Gerade Gründer mit schnell wachsenden Start-ups werden sich dieser Tatsache oft schmerzlich bewusst.

Sie müssen neben den externen Anforderungen an Umsatzentwicklung und Brand-Development auch noch eine konstruktive und fruchtbare Arbeitsatmosphäre schaffen, die gute Leute dazu bewegt, zu kommen und bestenfalls auch zu bleiben – bei vielleicht geringerer Bezahlung, als der Wettbewerber offeriert. Wir stellen fünf Wege vor, wie auch in der Personalführung noch unerfahrene Unternehmer ihr Team motivieren können.



1. Etablieren Sie eine offene Kommunikationskultur

Ermutigen Sie Ihre Mitarbeiter, jederzeit ihre Meinung zu sagen, konstruktive Kritik zu äussern und alternative Blickwinkel ins Spiel zu bringen. Eben erst eingestellte Teammitglieder scheuen häufig davor zurück, sich zu offensiv einzubringen. Damit geht dem Unternehmen der wertvolle Blick von aussen verloren; denn es sind gerade neue Mitarbeiter, die eine noch objektive, von ihren Erfahrungen bei anderen Arbeitgebern geprägte Perspektive mitbringen.

Viele Entrepreneure verwechseln Leadership mit Anführerschaft. Sie fühlen die Verpflichtung, etwa beim Jour Fixe, bei Projektgesprächen oder Brainstormings mit gutem Beispiel als erste voran zu gehen. Das kann dazu führen, dass sich der Rest der Anwesenden in eine Herde verwandelt und lediglich das bereits Gesagte auswalzt. Nehmen Sie sich zurück und überlassen Sie Ihren Mitarbeitern die Bühne, bevor diese sich verpflichtet fühlen können, Ihren Kurs einzuschlagen. Geben Sie Ihnen konstant und ausführlich Feedback.

Offene und konstruktive Rückmeldungen an die Mitarbeiter wirken sich besonders positiv auf die Unternehmenskultur aus. (Bild: apops - Fotolia.com)

Offene und konstruktive Rückmeldungen an die Mitarbeiter wirken sich besonders positiv auf die Unternehmenskultur aus. (Bild: apops – Fotolia.com)







2. Machen Sie Ihre Erwartungen deutlich – und belohnen Sie deren Erfüllung

Jeder Unternehmer setzt sich Ziele. Für Gründer sind diese besonders essenziell, da von ihrer Umsetzung das Weiterbestehen des Unternehmens am Markt und Folgefinanzierungen abhängen. Aber vergessen Sie nicht: Ihnen mögen diese Ziele offensichtlich und aus sich selbst heraus ersichtlich erscheinen – Sie tragen Ihre Gründungsidee aber auch schon seit Jahren mit sich, Sie haben den Businessplan geschrieben, Sie haben Investoren überzeugt. Erwarten Sie von Ihren Mitarbeitern nicht, dass diese Ihre Erwartungen intuitiv erfassen können. Machen Sie sie explizit.

Formulieren Sie Stepstones und kommunizieren Sie deutlich – und schriftlich -, wann diese von wem erreicht werden sollen. Etablieren Sie ein konstruktives und kontinuierliches Monitoring-System, mit dem Sie den Überblick über die Umsetzung der einzelnen Etappen behalten. Sie können nur dann Leistung von Ihren Mitarbeitern erwarten, wenn diese zweifelsfrei wissen, worin diese genau bestehen soll – und welches das gemeinsam anzusteuernde Ziel ist. Ist das Ziel erreicht, feiern Sie es gemeinsam! Nehmen Sie auch Teilerfolge nicht als selbstverständlich hin. Machen Sie klar, was Ihnen jeder Schritt Ihres Teams in die vorgegebene Richtung bedeutet.



3. Fördern Sie die intellektuellen Interessen Ihrer Mitarbeiter

Stellen Sie sicher, dass Sie nicht nur wissen, was ein(e) Mitarbeiter(in) für das Unternehmen leisten kann, sondern auch, wo seine (ihre) eigenen Interessen liegen und auf welchen Gebieten er (sie) persönlich wachsen und sich weiterbilden möchte. Eruieren Sie diese Informationen bereits im Einstellungsprozess. Finden Sie Wege, wie Sie Ihre Mitarbeiter innerhalb ihres Aufgabenspektrums dabei unterstützen können, ihre eigenen Ambitionen weiterzuentwickeln.

Stellen Sie Ihren Mitarbeitern Challenges, die sie wirklich herausfordern. Werden Sie kreativ, auch wenn es die Grenzen eigentlicher Tätigkeitsfelder ansatzweise sprengt. Nichts fördert die Loyalität zu einem Unternehmen so sehr wie die Möglichkeit, sich im Job persönlich weiterentwickeln und die eigene Persönlichkeit in selbst entworfenen Projekten entfalten zu können.

4. Seien Sie Vorbild

Das scheint eine Selbstverständlichkeit zu sein – und ist es doch oft nicht. Sie können von Ihren Mitarbeitern schlicht nicht erwarten, an ihre täglichen Aufgaben und Herausforderungen anders heranzugehen, als Sie es bei Ihnen selbst beobachten – dafür sind unsere Spiegelneuronen zu handlungsbestimmend. Wenn Sie besorgt sind, werden Ihre Mitarbeiter kein Inbegriff des Optimismus sein können; wenn Sie Ihre Interaktion auf Anweisungen und Kritik beschränken, wird das gesamte Gesprächsklima von Kompromisslosigkeit und nüchterner Effizienz geprägt sein.

Die Work-Life-Balance können Sie als Führungskraft bewusst fördern. (Bild: blickkick - Fotolia.com)

Die Work-Life-Balance können Sie als Führungskraft bewusst fördern. (Bild: blickkick – Fotolia.com)

Gerade junge Unternehmer haben oft das Gefühl, das Wenigste, was ihr Team für sie tun könnte, wäre, sie „aufzufangen“ und ihre Stimmungen zu kompensieren. Geben Sie diese Hoffnung auf: Ihre Führungsrolle lässt dies schlicht nicht zu! Verhalten Sie sich deshalb exakt so, wie Sie es in Ihrer Unternehmenskultur gespiegelt sehen möchten – nur dann wird sich diese auch genau so entwickeln.

5. Schaffen Sie einen positiven Ort

Ihr Unternehmen soll ein Ort sein, an dem jeder Mitarbeiter gerne seine Lebenszeit verbringt. Machen Sie ihn zu einer Quelle der Inspiration. Etablieren Sie so viele Motivatoren wie möglich (und wie sie mit Ihrem Budget vereinbar sind). Geben Sie Ihrem Team die Möglichkeit, eine ausgeglichene Body-Mind-Balance zu erreichen. Strahlen Sie genau den Optimismus und Gestaltungswillen innerhalb Ihrer Firma aus, den Sie auch nach aussen tragen. Gehen Sie mit Rückschlägen und Fehlentwicklungen offensiv um; machen Sie deutlich, dass diese Anlass zum Lernen sind.

Geben Sie Ihr Wissen, Ihre Leidenschaft und Ihre Vision weiter. Mitarbeiter wollen Führungspersönlichkeiten, an denen sie selbst wachsen können, statt sich nur an ihnen abzuarbeiten.



 

Oberstes Bild: © Peggy Blume – Fotolia.com

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