„Whatever it takes“: Wie Mario Draghi die Wende in der Euro-Krise brachte

02.09.2014 |  Von  |  News  | 
„Whatever it takes“: Wie Mario Draghi die Wende in der Euro-Krise brachte
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Worte können magisch sein – ob auch in der rationalen Welt der Banken, durfte bis zum 26. Juli 2012 allerdings bezweifelt werden. Auf einer Investorenkonferenz in London leitete ein kurzer Satz von EZB-Präsident Mario Draghi die Wende in der Euro-Krise ein. Die Europäische Zentralbank (EZB) werde alles tun – „whatever it takes“ – um die europäische Gemeinschaftswährung zu erhalten. Draghis Befürworter und Kritiker streiten bis heute, ob die Geldpolitik der EZB die Probleme in der Euro-Zone lösen kann.

An den Märkten schlug Draghis Rede seinerzeit ein wie ein Blitz. Der Euro stabilisierte sich, die Zinsen für Staatsanleihen aus den Krisenländern fielen, die Börsenkurse befanden sich plötzlich steil im Aufwind. Die Befürworter des Euro waren begeistert. Beispielsweise bescheinigte der deutsche Volkswirt Holger Schmieding Draghi nicht nur die Magie der Worte, sondern auch, dass er die europäische Währung gegen eine „irrationale Marktpolitik“ vereidigt habe.

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Berufsausbildung: Kontroversen um das Titel-Chaos

02.09.2014 |  Von  |  Bildung, News  | 
Berufsausbildung: Kontroversen um das Titel-Chaos
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Die Debatte um die Bezeichnung von Berufsbildungsabschlüssen in der Schweiz findet kein Ende. International sind Inhalt und Bedeutung der Ausbildungswege oft nicht nachvollziehbar. Viele Experten meinen, dass das Titel-Chaos die Karrierechancen von Absolventen der höheren Berufsbildung bremst und zu einer immer stärkeren Akademisierung führt.

Die bildungspolitische und gesellschaftliche Diskussion darüber ist sieben Jahre alt. Seinerzeit forderte der Schweizerische Verband für Weiterbildung (SVEB), die Abschlusstitel „eidgenössischer Berufsfachausweis“ und „eidgenössisches Diplom“ durch international verständliche Bezeichnungen zu ersetzen. Jetzt hat der Nationalrat eine Motion angenommen, die dazu führen soll, dass ein entsprechender Erlassentwurf erfolgt. Eingebracht wurde sie vom Sozialdemokraten Matthias Aebischer. Sie greift die Forderungen des Gewerbeverbandes, der Mehrheit der Berufsverbände sowie des Arbeitgeberverbandes auf. Eine Lösung scheint trotzdem nicht in Sicht. Im Gegenteil: Durch die Annahme der Motion Aebischer verschärft sich offenbar die Debatte um das Titel-Chaos.

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Schweizer Unternehmen führend in Mikrofinanzierungsfonds

01.09.2014 |  Von  |  News  | 
Schweizer Unternehmen führend in Mikrofinanzierungsfonds
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Über viele Jahre als ein Projekt der Entwicklungshilfe belächelt, hat sich die von Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus entwickelte Mikrofinanzierung inzwischen längst zu einem ernst zu nehmenden Wirtschaftsfaktor entwickelt. Ein Indikator hierfür ist nicht zuletzt das Engagement, mit dem sich die Schweizer Finanzbranche an dieser Form des Investments beteiligt.

Die Schweiz hat sich in den letzten Jahren zum Zentrum des Microfinance entwickelt. Schade nur, dass diese Anlageform sich dem privaten Kleinanleger weitestgehend verschliesst – und das, obwohl viele auf der Suche nach einer Möglichkeit sind, Rendite zu machen und dabei gleichzeitig Gutes zu tun.

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Keine US-Steuersünder bei der VP Bank

01.09.2014 |  Von  |  News  | 
Keine US-Steuersünder bei der VP Bank
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Seit Monaten durchleuchten Schweizer Banken nun schon die Konten ihrer Anleger auf der Suche nach Geldern, die eventuell am amerikanischen Fiskus vorbeigeschmuggelt wurden. Grundlage ist das sogenannte USA-Programm, mit dessen Hilfe Schweizer Banken einer Anklage entgehen können, sollten sie unversteuertes Vermögen amerikanischer Bürger verwaltet haben – so sie es denn vollumfänglich melden und hohe Bussen zu zahlen bereit sind.

Viele Schweizer sehen hierin nur noch ein weiteres Indiz dafür, dass das Schweizer Bankgeheimnis ein für alle Mal gefallen ist und die Schweiz als internationaler Finanzstandort weiter an Bedeutung verliert. Nun hat sich mit der VP Bank das erste Finanzinstitut eigenmächtig aus dem Programm gelöst. Die Schweizer Tochter des Liechtensteiner Unternehmens hat verlautbart, dass keiner ihrer Kunden eine für die USA steuerrelevante Vermögensanlage getätigt habe.

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Der Einfluss der gegenwärtigen Krisen auf Investment-Portfolios

01.09.2014 |  Von  |  News  | 
Der Einfluss der gegenwärtigen Krisen auf Investment-Portfolios
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Auch wenn sich zwischendurch in der Ukraine- und der Nahost-Krise immer wieder Hoffnung abzeichnet, sind doch viele Anleger beunruhigt über die Geschwindigkeit, mit der in einer globalisierten Welt ganze Regionen sich destabilisieren und Sanktionen wirken können.

Welche Auswirkungen haben solche relativ plötzlichen und sich schnell ausweitenden Krisen eigentlich auf Investments? Die Frage scheint zynisch angesichts des menschlichen Leids, das in den betroffenen Gegenden herrscht – und ist dennoch berechtigt. Schliesslich werden investierte Gelder global für eine stabile Wirtschaft eingesetzt. Anleger tun also der Weltwirtschaft keinen Gefallen, wenn sie in Krisenzeiten ihre Gelder aus Fonds abziehen und Aktien verkaufen.

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Staatssekretär Yves Rossier: Kritik an der „kriegsähnlichen Rhetorik“ gegen die EU

29.08.2014 |  Von  |  News  | 
Staatssekretär Yves Rossier: Kritik an der „kriegsähnlichen Rhetorik“ gegen die EU
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Das Votum für die Masseneinwanderungsinitiative hat die Beziehungen der Schweiz zur Europäischen Union recht grundlegend verändert. Durch die zu erwartenden Gesetzesänderungen steht nicht nur das Personenfreizügigkeitsabkommen, sondern auch eine Vielzahl anderer Verträge auf dem Prüfstand. Die EU fährt gegenüber der Schweiz hier eine harte Linie – die Personenfreizügigkeit sei aus europäischer Sicht nicht verhandelbar. Die politische Schweiz reagiert darauf mit einem Diskurs, der nur allzu oft in „kriegsähnliche Rhetorik“ mündet.

Jedenfalls meint dies Staatssekretär und Chefdiplomat Yves Rossier (FDP). In der vergangenen Woche meldete er sich mit einer Kritik daran zu Wort. Rossier mahnt, dass die Eidgenossen sich daran erinnern müssten, dass die Schweiz keineswegs von Feinden umzingelt sei – vielmehr seien die europäischen Nachbarn unsere engsten Partner.

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Schweizer Firmengründungen erreichen durch Frauen und Förderprogramme Rekord

28.08.2014 |  Von  |  News  | 
Schweizer Firmengründungen erreichen durch Frauen und Förderprogramme Rekord
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Das Klima für Firmengründungen ist in der Schweiz derzeit besser als jemals zuvor. Die Wirtschaftsauskunftei „Creditreform“ rechnet damit, dass bis Ende 2014 „deutlich mehr als 41.000“ neue Einträge im Handelsregister zu finden sein werden. In den Monaten Jänner bis Juni hat es demnach bereits 21.241 Neugründungen gegeben. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum ist dies laut „Handelszeitung“ ein Plus von 4,6 %. Rechnet man die Löschungen heraus, so hat es sogar ein Netto-Wachstum von 13,5 % gegeben. Als Vergleich: Von Jänner bis Juni 2013 stand unter dem Strich ein Minus von 15,4 %.

Insolvenzen sind ebenfalls rückläufig

Auf dem Rückzug befinden sich auch die Insolvenzen. Wie die „Schweizer Depeschen Agentur (sda)“ berichtet, sind in der ersten Jahreshälfte 2231 Firmen wegen Überschuldung Konkurs gegangen. Von Jänner bis Juni 2013 lag der entsprechende Wert noch um fünf % höher. Die Zahl der Konkurse wegen Organisationsmängeln hat sogar um 22,9 % abgenommen. In der ersten Jahreshälfte 2014 gingen insgesamt 6659 Personen und Unternehmen insolvent. Zwölf Monate zuvor lag der entsprechende Wert noch um 3,4 % höher.

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Schwellenländer gründen eigene Entwicklungsbank und Währungsfonds

27.08.2014 |  Von  |  News  | 
Schwellenländer gründen eigene Entwicklungsbank und Währungsfonds
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Die fünf grössten Schwellenländer des Planeten – Brasilien, China, Indien, Russland und Südafrika – haben sich auf eine engere wirtschaftliche Zusammenarbeit verständigt. Zu diesem Zweck haben die sogenannten BRICS-Staaten eine eigene Entwicklungsbank sowie einen neuen Währungsfonds gegründet. Die entsprechenden Verträge unterzeichneten die Finanzminister der Länder sowie die fünf Präsidenten der nationalen Entwicklungsbanken im brasilianischen Fortaleza.

Die fünf Länder statteten sowohl die Entwicklungsbank wie auch den Währungsfonds mit einem dicken Kapitalpolster aus, damit diese so schnell wie möglich effizient ihre Arbeit aufnehmen können. Sowohl die Bank wie auch der Fonds erhalten in einem ersten Schritt 50 Milliarden US-Dollar. Jeder der Teilnehmer zahlt zehn Milliarden ein. Später soll das Kapitalpolster in einem zweiten Schritt auf 100 Milliarden Dollar aufgestockt werden. Der Sitz der Entwicklungsbank wird in Schanghai liegen. Die Präsidentschaft soll zwischen den fünf Teilnehmern alle fünf Jahre rotieren. Indien wird den ersten Chef des neu gegründeten Geldhauses stellen.

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IBM hat einen Computerchip mit Gehirn-Architektur entwickelt

22.08.2014 |  Von  |  News  | 
IBM hat einen Computerchip mit Gehirn-Architektur entwickelt
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Künstliche Intelligenz bleibt trotz der langen Geschichte des Konzepts in Science-Fiction-Literatur wie Wissenschaft immer noch eine Utopie. Doch nun nähert sich IBM dem Thema aus einer neuen Richtung. Immer auf der Suche nach visionären Entwicklungen, will der Megakonzern einen völlig neuartigen Computer entwickeln, dessen Aufbau gänzlich von der Architektur des menschlichen Gehirns inspiriert sein soll.

Tatsächlich existiert bereits heute der Prototyp eines entsprechenden Computerchips. IBM-Entwickler Dr. Dharmendra S. Modha, zuständig für Cognitive Computing (Rechnerkognition) am IBM Almaden Research Center, berichtet, der Chip habe eine Million Neuronen, 256 Millionen Synapsen und 4096 CPU-Kerne. Im Vergleich: Bis 2005 gab es ausschliesslich Chips mit einem Hauptprozessorkern. Heute gehen Mehrkernprozessoren bis zu etwa acht Kernen, die dann in bis zu 100 und mehr sogenannte Tiles aufgegliedert werden können. Aus dieser Perspektive klingen mehr als 4000 Kerne beeindruckend, wenn sie auch im Vergleich mit dem menschlichen Gehirn immer noch sehr überschaubar sind.

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GastroSuisse: Kampf für die Einheitsmehrwertsteuer

20.08.2014 |  Von  |  News  | 
GastroSuisse: Kampf für die Einheitsmehrwertsteuer
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Auf die Schweizer kommt eine neue wirtschaftsrelevante Volksinitiative zu. Diesmal geht es anders als bei der Masseneinwanderungsinitiative und anderen Volksbegehren zwar nicht um die „ganz grossen Fragen“ – für viele Gastronomiebetriebe, das Steueraufkommen des Bundes sowie die Einnahmen der obligatorischen Versorgungswerke könnte eine Neuregelung der Mehrwertsteuer in der Gastronomie jedoch immense Folgen haben.

Die Initiative des Gastronomie-Dachverbandes GastroSuisse verlangt eine Angleichung der Mehrwertsteuer für Speisen und alkoholfreie Getränke in Restaurants und Take-aways. Unterstützt wird sie vom Gewerbeverband, der SVP sowie den bürgerlichen Parteien. Zur Abstimmung wird sie am 28. September kommen.

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