Schweizer Detailhandel – Ende des Negativtrends lässt auf sich warten

24.08.2017 |  Von  |  News
Keine Beiträge mehr verpassen? Hier zum Newsletter anmelden!
Schweizer Detailhandel – Ende des Negativtrends lässt auf sich warten
Jetzt bewerten!

Auch in der ersten Jahreshälfte 2017 konnte der Schweizer Detailhandel den 2015 mit dem Frankenschock eingesetzten Negativtrend nicht stoppen.

Wenngleich sich die konjunkturelle Grosswetterlage im restlichen Jahresverlauf 2017 aufhellt und allmählich die Binnenwirtschaft erreichen wird, muss aufgrund der schwachen ersten Jahreshälfte 2017 insgesamt im dritten Jahr in Folge ein Umsatzrückgang hingenommen werden.

BAKBASEL erwartet ein nominales Minus von knapp unter einem Prozent (-0.9%). Damit ist allerdings die Talsohle er-reicht und 2018 sollte der Schweizer Detailhandel wieder expandieren können. Bei den Preisen wird sich die bereits 2016 beobachtete Normalisierung fortsetzen.

Normalisierung der Preisentwicklung

Die Preisentwicklung im Detailhandel war in der ersten Jahreshälfte 2017 nur noch schwach rückläufig. Die bereits im Vorjahr eingesetzte Normalisierung, hat sich somit fortgesetzt. Mittelfristig werden die Preise im Schweizer Detailhandel wieder ansteigen. Für 2017 wird im Jahresdurchschnitt noch mit einem Preisrückgang von minus 0.3 Prozent gerechnet, im kommenden Jahr erwartet BAKBASEL im Durchschnitt nahezu stabile Preise (-0.1%).

Eine relativ dynamische Preisentwicklung verzeichnet derweil der Bekleidungsdetail-handel. Zum zweiten Jahr in Folge werden Preisanstiege von über einem Prozent er-wartet (+1.5%). Nachdem lange Zeit ein starker Preiswettbewerb und Rabattpolitiken den Detailhandel mit Kleidern und Schuhen geprägt hatten, scheint nun eine gewisse Marktbereinigung vollzogen zu sein. Mit der Herausforderung der wachsenden Online-Einkäufe sind die Händler jedoch weiterhin konfrontiert.



Erholung im kommenden Jahr

Entlastungstendenzen gab es in jüngster Zeit beim Franken-Euro-Kurs. Inwieweit die Abwertung des Frankens von Dauer ist bzw. wie stark diese überhaupt in einem Rückgang des Einkaufstourismus mündet, gilt es noch abzuwarten. Die Preisdifferenzen zu den Nachbarländern sind beim aktuellen Wechselkurs immer noch sehr hoch.

In den kommenden Monaten dürfte sich die konjunkturelle Aufhellung der Schweizer Wirtschaft auch auf den Binnensektor übertragen und dem Detailhandel Impulse verleihen. Aufgrund der schwachen ersten Jahreshälfte muss 2017 dennoch insgesamt mit einem weiteren Umsatzminus gerechnet werden (-0.9%).

Nach drei Jahren mit Umsatzverlusten können die Detailhändler damit gerade noch ein Niveau realisieren, das nur noch leicht über demjenigen von vor 10 Jahren liegt.

BAKBASEL geht davon aus, dass damit im laufenden Jahr die Talsohle erreicht sein wird und der Detailhandel ab 2018 wieder expandieren kann (nominal: +0.6%). Neben der sich fortsetzenden Aufhellung der allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wird insbesondere der Anstieg der real verfügbaren Pro-Kopf-Einkommen die Nachfrage stimulieren.

Detaillierte Analysen und Prognosen finden Sie in der neuesten Ausgabe der quartalsweise erscheinenden Publikation Perspektiven Detailhandel Schweiz, August 2017.

 

Quelle (Text + Grafik): BAKBASEL
Artikelbild: wavebreakmedia – shutterstock.com

Über belmedia redaktion

belmedia hat als Verlag ein ganzes Portfolio digitaler Publikums- und Fachmagazine aus unterschiedlichsten Themenbereichen aufgebaut und entwickelt es kontinuierlich weiter. Getreu unserem Motto „am Puls der Zeit“ werden unsere Leserinnen und Leser mit den aktuellsten Nachrichten direkt aus unserer Redaktion versorgt. So ist die Leserschaft dank belmedia immer bestens informiert über Trends und aktuelles Geschehen.


Ihr Kommentar zu:

Schweizer Detailhandel – Ende des Negativtrends lässt auf sich warten

Für die Kommentare gilt die Netiquette! Erwünscht sind weder diskriminierende bzw. beleidigende Kommentare noch solche, die zur Platzierung von Werbelinks dienen. Die Agentur belmedia GmbH behält sich vor, Kommentare ggf. nicht zu veröffentlichen.