Credit Suisse überwacht Mitarbeiter mit Schnüffelsoftware

16.02.2017 |  Von  |  Finanzen, News
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Die Credit Suisse geht mit intelligenter Software gegen verhaltensauffällige Banker in den eigenen Reihen vor, schreibt die „Handelszeitung“ in ihrer neusten Ausgabe. Dazu hat die Grossbank ein Joint Venture namens Signac gegründet, zusammen mit dem Big-Data-Spezialisten Palantir.

Zunächst hat die Credit Suisse die Compliance-Software auf ihre 1000 Händler angesetzt.

Neu nutzt die Grossbank das Big-Data-Tool bei Kundenberatern. „Nachdem wir in einem ersten Schritt die Handelsrisiken adressiert haben, wollen wir Signac nun auch in der Vermögensverwaltung ausrollen“, sagt Lara Warner, Compliance- und Regulierungs-Chefin der Credit Suisse.

Weiter soll das Joint Venture zum Geschäft werden. „Ab Ende Jahr wollen wir Signac auch für Drittkunden öffnen und weitere Banken als Kunden für die Software gewinnen“, sagt Warner. Gerade kleinere Banken seien prädestiniert für technische Lösungen, da der Compliance-Aufwand ihre personellen Kapazitäten übersteige. Im Fokus von Signac stünden auffällige Verhaltensweisen, so Oberaufseherin Warner. „Signac soll der Compliance helfen, allfälliges internes Fehlverhalten zu finden.“ Signac analysiert Datenquellen, vom Gebäudezugang bis zum Bankkonto. Das Ziel müsse es sein, internes Fehlverhalten weitestgehend zu verunmöglichen. „Damit schätzt der Regulator unser Geschäft als weniger riskant ein.“

 

Quelle: Handelszeitung
Artikelbild: Symbolbild © Denis Linine – shutterstock.com

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1 Kommentar


  1. Brigitte Smolka-Bormann

    Wenn’s der Sache dienlich ist, für den Kunden, das Unternehmen und die Mitarbeiter Mehrwert schafft, ganz sicher eine tolle Sache. In der Praxis kann ich mir das allerdings noch nicht so richtig vorstellen; müßte man am konkreten Beispiel als Fallstudie analysieren. Wie jetzt geschildert, noch relativ abstrakt.

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