Börsenguru Marc Faber: Schweiz soll Widerstand gegen Trump leisten

08.02.2017 |  Von  |  News
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Börsenguru Marc Faber: Schweiz soll Widerstand gegen Trump leisten
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Marc Faber ruft die Schweizer Wirtschaft auf, eindeutig Stellung gegenüber US-Präsident Donald Trump zu beziehen. Als Vorbild soll man sich ausgerechnet zwei Grossmächte nehmen: „China und Russland haben das sehr gut gemacht, indem sie sich kaum zu Trump geäussert haben“, sagt der Schweizer Finanzguru im Interview mit der „Handelszeitung“.

„Es ist an der Zeit, dass auch Schweizer Firmen in Washington eine klare Haltung vertreten und sich nicht einschüchtern lassen.“ Denn oft gingen die Amerikaner gegen ausländische Konzerne willkürlich vor.

Nach Ansicht von Faber ist die Politik Amerikas unter dem neuen Präsidenten das letzte Aufbäumen einer Weltmacht im Abstieg. Selbst einen globalen Handelskrieg hält er für möglich. China und andere Länder würden protektionistische Massnahmen nicht auf sich sitzen lassen.

„Peking hat eine Vielzahl an Mitteln, um auf Trumps Politik zu reagieren, und kann US-Firmen leicht bestrafen.“ Die USA seien heute viel weniger einflussreich als noch vor Jahrzehnten. „Früher sagte man: Wenn Amerika niesst, erkältet sich Asien. Dieses Sprichwort gilt nicht mehr.“

Auch sieht Faber nicht, wie Trump die angekündigten Konjunkturprogramme finanzieren kann. „Die US-Wirtschaft ist überschuldet. Das macht es sehr schwer bis unmöglich, Amerika wieder gross zu machen.“

Entsprechend wenig euphorisch ist Faber im Gegensatz zu vielen Finanzexperten für US-Aktien und den Dollar. Stattdessen sieht er für europäische Märkte Luft nach oben, auch für die Schweiz und Deutschland. „Vor allem würde ich mich aber auf Osteuropa konzentrieren, dort sind die Bewertungen jetzt relativ niedrig.“

 

Quelle: Handelszeitung
Artikelbild: lev radin – shutterstock.com

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1 Kommentar


  1. Brigitte Smolka-Bormann

    Ich denke, dass Europa gut daran täte, nicht jede überhebliche Ungeschicklichkeit von Donald Trump Medien technisch auszubreiten. Ignoranz wäre für Mr. President wesentlich unangenehmer, da er es äußerst genießt, jeden Morgen in der Presse zu stehen. Manche Psychopathen brauchen das eben. Ignoranz wäre das schlimmste Übel, das ihm passieren könnte. Natürlich muss man registrieren und achtsam sein, was Donald Trump so von sich gibt, um nicht unvorbereitet zu sein. Europa sollte aber sehr selbstbewußt diesem Präsidenten gegenüber treten. Maßregelung, Leisetreterei, Besserwisserei etc.völlig fehl am Platz; Donald Trump versteht wahrscheinlich nur Show business auf Augenhöhe und seine eigene Sprache. Protektionismus hilft ohnehin in dieser globalen Welt niemandem; auch ein nicht unerzogenes Kind, das seine Grenzen ausloten möchte, holt sich über kurz oder lang eine blutige Nase. Auf jeden Fall wird mit dieser politischen Neuerscheinung die Welt aus ihrer Lethargie gerüttelt und gezwungen, sich neu zu erfinden.Change is always appreciated.

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