Tamedia fällt in Dänemark auf Betrüger herein

05.01.2017 |  Von  |  Neue Medien, News
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Das Medienhaus Tamedia kaufte vor zweieinhalb Jahren den dänischen Secondhand-Marktplatz Trendsales für rund 35 Millionen Franken. Was die Manager des Schweizer Medienkonzerns seinerzeit nicht wussten: Der damalige Trendsales-Chef Rasmus Goth Engel hatte über Jahre die Bilanzen der Internetfirma frisiert, wie die „Handelszeitung“ in ihrer neuesten Ausgabe schreibt.

„Der Betrug umfasst Veruntreuung, Urkundenfälschung und betrügerisches Finanzreporting in den Jahren 2012 bis 2016“, heisst es im neuesten Trendsales- Geschäftsbericht.

Erst im Frühjahr kam Tamedia dem mutmasslich fehlbaren Trendsales-CEO auf die Schliche, entliess ihn fristlos und stellte Strafanzeige gegen Rasmus Goth Engel.

Damit nicht genug. Trendsales hat aufgrund von weiteren Verlusten im 2016 das Eigenkapital aufgezehrt. Tamedia musste deshalb vor wenigen Tagen 3,4 Millionen Franken ins Secondhand-Portal einschiessen, das seit Jahren Millionenverluste schreibt. Tamedia-Sprecher Christoph Zimmer betont: „Der Betrugsfall ändert nichts daran, dass Trendsales eine der reichweitenstärksten Transaktionsplattformen Dänemarks und klarer Marktleader im Bereich Vintage Fashion ist.“ Mit der Kapitalspritze sei nun die Basis für „weiteres Wachstum“ gelegt, so Zimmer. Der Tamedia-Sprecher rechnet 2017 „mit der Rückkehr in die schwarzen Zahlen», was aber auch von weiteren «Investitionen ins Wachstum“ abhänge.

 

Quelle: Handelszeitung
Artikelbild: Symbolbild © Dragon Images – shutterstock.com

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