eco Verband – die sechs TOP Trends im Bereich Mobile und IoT 2017

13.12.2016 |  Von  |  News
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eco Verband – die sechs TOP Trends im Bereich Mobile und IoT 2017
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Der eco Verband gilt mit mehr als 900 Mitgliedsunternehmen als die grösste Vereinigung der Internetwirtschaft in Europa. Mit dieser breiten Basis hat man bei eco einen guten Blick auf aktuelle Entwicklungen und Trends in der Branche, die sich so dynamisch wie kaum eine andere verändert.

eco Direktorin „IoT und Mobile“ Bettina Horster, zugleich Vorstand der VIVAI AG, hat die wichtigsten Trends 2017 für ihren Bereich identifiziert. Ihre Schlussfolgerung lautet: Wir stehen erst am Anfang!

1. Fairer Datenschutz

Zu den wichtigsten Trends gehört Data Fair Share für Anwender und Anwendungsbetreiber. Darunter sind differenzierte persönliche Datennutzungsrechte und nicht das Alles-oder-Nichts-Prinzip wie etwa bei WhatsApp zu verstehen. „Die Nutzer wollen individuell entscheiden, welche Daten sie welchem Anbieter für welche Services zur Verfügung stellen – oder eben auch nicht“, führt Horster aus.

2. Blockchain

Als ein Megatrend wird die Verbreitung von Blockchain-Mechanismen eingestuft. Eine Blockchain beschreibt eine Liste von Datensätzen, bei denen die Prüfsumme jedes Datensatzes verschlüsselt im nachfolgenden Datensatz gespeichert ist. Dadurch wird eine Sicherheit erreicht, wie sie beispielsweise für Krypto-Währungen benötigt wird.

Blockchains lassen sich nicht nur für Kryptowährungen einsetzen, sondern auch für Smart Contracts. Der Nutzer kann zum Beispiel ganz genau bestimmen, wer, wann, wie oft und in welcher Granularität auf die Daten zugreifen darf. „Blockchains ersetzen künftig Trustcenter oder andere Mittler“, sagt Horster voraus. Auch Nano-Payments, also sehr kleine Zahlungen, werden dank Blockchains realistisch.

3. Agenten

Intelligente Agenten und Natural Language Agents werden sich 2017 rasch ausbreiten, ist sich Horster sicher. „Mit Google Assistent, Microsoft Cortana und Apple Siri sind ihre Vorläufer schon auf dem Smartphone, Amazon Echo mit Sprachassistentin Alexa zeigt, wie schnell sie in die Wohnzimmer vordringen“, meint die Expertin. Der Schlüssel dazu ist die Künstliche Intelligenz (KI), also „die Integration der Intelligenz in die Endgeräte“. Das anschaulichste Beispiel stellt das selbstfahrende Automobil dar, für das eco allerdings 2017 noch keinen Durchbruch voraussagt.

4. IoT-Sicherheit

„Vorkehrungen für Sicherheit bis ins letzte Gerät“ hält Horster spätestens ab 2017 für unabdingbar. Die Attacken auf Amazon, Netflix und Twitter haben gezeigt, wie verwundbar die Systeme gerade im Frontend sind. Die IoT-Systeme sind die komplexesten Systeme von Menschenhand, denn sie vereinen Devices, Gateways, Telekommunikationsnetze, Datenbanken, Branchenlösungen, Analysetools, GUIs, Anwendungen und mehr – es gibt kaum Unternehmen, die die gesamten Ökosysteme überschauen können.

Auf dem Gebiet der IoT-Plattformen ist für 2017 abzusehen, dass die grossen die kleinen Anbieter immer mehr bedrängen, so dass diese auf Nischenstrategien ausweichen müssen. Die IoT-Plattformen verfestigen ihre Preismodelle und erlauben den Kunden bessere Planungen. Mit den IoT-Plattformen beginnt in den Unternehmen zudem die Abkehr von den firmeneigenen Datensilos, sagt die eco Direktorin voraus.

5. Hybrid Cloud

Beim Cloud-Computing werden sich 2017 Hybrid Plattformen als der Normallfall herauskristallisieren, meint Dr. Bettina Horster. Hierbei wird nur ein Teil der Daten in die Public Cloud ausgelagert; besonders sensible Informationen bleiben auf den firmeneigenen Servern. Horster: „Nicht alle Unternehmen möchten ihre ‚Golden Nuggets’ in die Public Cloud legen. Hybride Systeme bieten ‚best of breed’.“

6. Augmented Reality

Bei Augmented Reality erwartet die eco Expertin für 2017 den Durchbruch im B-to-B-Bereich. „Pokemon Go“ hat das enorme Potenzial im Consumer-Markt gezeigt. Jetzt sind B-to-B-Businessmodelle in der Pipeline, meint Horster und sagt: „Wer meint, dass das Thema Digitalisierung insbesondere im Mobile-Bereich mit den heutigen hochentwickelten Smartphones und mobilen Services weitgehend ausgereizt ist, irrt sich gewaltig – ganz im Gegenteil!“

 

Quelle: eco – Verband der Internetwirtschaft e. V.
Artikelbild: © TATSIANAMA – shutterstock.com (Symbolbild)

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