Dialog reicht nicht – Vertrauen des SBB-Personals schwindet

08.12.2016 |  Von  |  News
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Das SBB-Personal verliert zunehmend das Vertrauen in seine Führung. Das ist eines der wichtigsten Ergebnisse einer unternehmensinternen Umfrage. Danach ist das Vertrauen in die SBB-Führung um 2 Prozentpunkte auf 50 Punkte zurückgegangen.

Die Führung müsse mehr auf ihr Personal hören, schlussfolgert die Gewerkschaft des Verkehrspersonals (SEV) aus diesem Ergebnis. Man könne zwar den Dialog verbessern, das reiche aber alleine nicht aus. Die geplanten Abbaumassnahmen im Rahmen von Railfit 20/30 spitzten die Situation weiter zu.

SEV fordert: Sparmassnahmen zurückziehen

Die Umfrage zeige dabei eine stabile Motivation des Personals. „Wir vom SEV haben immer betont, dass sich das SBB-Personal dem Unternehmen verbunden fühlt. Im Gegensatz dazu entsteht ein Graben zur Führung. Die von der Führung angekündigten Massnahmen zur Gegensteuerung reichen dazu nicht aus. Es bringt nichts, den Dialog zu pflegen und besser zu kommunizieren, wenn die Führung die Meinung des Personals anschliessend nicht berücksichtigt“, kritisiert Manuel Avallone, für die SBB zuständiger SEV-Vizepräsident.

Die SBB stelle in ihrer Medienmitteilung fest, „dass der Veränderungsbedarf und die angekündigten Massnahmen im Rahmen von ,RailFit 20/30‘ zu Verunsicherungen führen“. Dabei betont der SEV die paritätische Aufteilung der Risikoprämien bei der Pensionskasse. „Das Personal fühlt sich nicht genügend berücksichtigt, wenn die Führung die Streichung von 1400 Stellen ankündigt und den GAV angreift“, erklärt SEV-Präsident Giorgio Tuti. „Wir erwarten von der SBB-Führung, dass sie die Sparmassnahmen auf dem Rücken des Personals zurückzieht“, resümiert Manuel Avallone.

 

Quelle: SEV – Gewerkschaft des Verkehrspersonals
Artikelbild: © Kenishirotie – shutterstock.com

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