Schweizer Exporte gingen im Oktober 2016 zurück

22.11.2016 |  Von  |  News

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Schweizer Exporte gingen im Oktober 2016 zurück
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Das Plus bei den chemisch-pharmazeutischen Produkten sorgte dafür, dass die Exporte im Oktober arbeitstagbereinigt lediglich um 1,1 % sanken.

Die Importe hingegen verzeichneten ein Plus von 6,7 %.

2,7 Mrd. Franken betrug der Handelsbilanzüberschuss.

Die Entwicklung im Gesamten

Die Exporte verringerten sich arbeitstagbereinigt gegenüber dem Oktober 2015 um 1,1 %
(real: -6,1 %). Im Vergleich zum starken Ergebnis im September 2016 betrug der Rückgang saisonbereinigt 4,6 % (real: -4,7 %). Der Trend zeigt aber weiterhin aufwärts. Die Importe stiegen innert Jahresfrist um 6,7 % (real: +3,7 %). Gegenüber September 2016 wuchsen sie saisonbereinigt um 3,1 % (real: +2,8 %). Diese zweite Zunahme in 6 Monaten führt zu einem flachen Trend.

Unterschiedliche Entwicklung unter den Warengruppen bei den Exporten

Der Exportrückgang erfasste zwei Drittel der Warengruppen. Ein zweistelliges Minus registrierten die Lieferungen der Bijouterie und Juwelierwaren wie auch der Uhren (-12 %). Die grösste Warengruppe trotzte aber dem Rückgang: die chemisch-pharmazeutischen Produkte legten um 7 % zu.

Negativ entwickelten sich die Exporte von Fahrzeugen (-23 %) aufgrund von weniger Flugzeugverkäufen. Die zweitgrösste Warengruppe Maschinen und Elektronik rutschte nach den durchmischten Ergebnissen der Vormonate wieder in die Minuszone (-6 %). Besonders rückläufig zeigten sich die Exporte von Wärme- und Kältetechnik sowie nichtelektrischen Kraftmaschinen.

Die Präzisionsinstrumente stagnierten, während die Metalle leicht zulegten (+2 %). Unter den chemisch-pharmazeutischen Ausfuhren florierten die Medikamente mit einem Plus von einem Drittel (+914 Mio. Fr.). Diesen stand der Rückgang der immunologischen Produkte sowie der Roh- und Grundstoffen gegenüber. Einen Anstieg von 19 % verzeichneten die Ausfuhren von Textilien, Bekleidungen und Schuhe, dies jedoch nur aufgrund von Reexporten nach Deutschland.

Schweizer Produkte fanden in den Hauptmärkten unterschiedlich Anklang. Nach Asien (-7 %) sanken die Exporte, dagegen resultierte mit Europa (+1 %) und Nordamerika (+3 %; USA: +6 %) ein Plus. Der Rückgang Asiens war insbesondere auf gesunkene Bijouterie- und Uhrenlieferungen nach Singapur zurückzuführen. Nach China hingegen steigerten sich die Exporte um einen Viertel auf das Rekordniveau von 1 Mrd. Fr. Innerhalb Europas zeigten sich die Ausfuhren in die EU-Länder (+2 %) für das Wachstum verantwortlich. Vor allem die Lieferungen chemisch-pharmazeutischer Produkte nach Belgien, ins Vereinigte Königreich und nach Österreich stiegen.

Starkes Plus bei Importen aus Nordamerika

Zehn von zwölf Warengruppen verzeichneten gesteigerte Importe. Mit einem Zuwachs von 19 % führten die chemisch-pharmazeutischen Produkte einmal mehr das Feld an. Dagegen betrug der Rückgang bei den Energieträgern 12 % (real: -5 %).

Für das Plus der chemisch-pharmazeutischen Produkte (+635 Mio. Fr.) waren vor allem die Importe von Medikamenten und pharmazeutischen Wirkstoffen verantwortlich. Textilien, Bekleidung und Schuhe legten um 16 % zu. Maschinen und Elektronik entwickelten sich insgesamt positiv (+3 %) aufgrund von gestiegenen Maschinenimporten (+92 Mio. Fr.; Wehrtechnik). Nahrungs- und Genussmittel sowie Metalle legten ebenfalls mit 3 % zu.

Bei den wichtigsten Handelspartnern bietet sich ein positives Bild. Nordamerika sticht mit gestiegenen Importen aus den USA (+28 %; Wehrtechnik) und Kanada (+135 %; Linienflugzeug) hervor. Die Einfuhren aus Asien legten um 8 % zu. Hier erhöhten sich die Importe aus Japan (+67 %), während jene aus China und insbesondere Hongkong (-36 %) sanken.

Auch in Europa (+5 %) war die Entwicklung gemischt. Grosse Veränderungen resultierten bei Irland (+39 %), Österreich (+30 %), dem Vereinigten Königreich (-17 %) und Belgien (-16 %), dies aufgrund der pharmazeutischen Produkte.

Statistiken im Überblick (PDF)

 

Artikel von: Eidgenössische Zollverwaltung
Artikelbild: © Travel mania – shutterstock.com (Symbolbild)

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