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Sonderprogramm für mehr Ausbildungsplätze in Humanmedizin

21.11.2016 |  Von  |  News

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Das von Bundesrat und Parlament lancierte Sonderprogramm „Erhöhung der Anzahl Abschlüsse in Humanmedizin“ mit einem Volumen von 100 Mio. Franken wird vom Hochschulrat der Schweizerischen Hochschulkonferenz (SHK) gutgeheissen. Dies wurde am Freitag, 18. November, mitgeteilt.

Die vorgeschlagenen Massnahmen machen – zusammen mit den von den Kantonen bereits in den letzten Jahren vorgenommenen Aufstockungen – jährlich 1350 Abschlüssen im Bereich Humanmedizin möglich – und das bis 2025. Das bedeutet gegenüber heute eine Zunahme um rund 50 Prozent. Die Abhängigkeit von Ärztinnen und Ärzten aus dem Ausland wird dadurch deutlich geringer, gleichzeitig lässt sich damit die Sicherheit der Gesundheitsversorgung verbessern.

SHK-Präsident Johann N. Schneider-Ammann (Bundespräsident), Vizepräsidentin Anne-Catherine Lyon (Waadtländer Erziehungsdirektorin), Vizepräsident Bernhard Pulver (Berner Erziehungsdirektor) sowie Prof. Thomas Bieger (Präsident der Kammer universitäre Hochschulen von swissuniversities) haben am 18. November die Massnahmen gemeinsam vorgestellt.

Die Beiträge der einzelnen Fakultäten

Einen wesentlichen Beitrag leisten die bestehenden fünf medizinischen Fakultäten, die bereits in den letzten Jahren erhebliche Aufstockungen ihrer Studienplatzkapazitäten vorgenommen haben: 30 Mio. Franken der Sonderfinanzierung werden entsprechend für die Ausfinanzierung dieser bereits eingeleiteten Anstrengungen eingesetzt, die in den Jahren 2017 bis 2020 in zusätzlichen Abschlüssen resultieren.

Mit den restlichen 70 Mio. Franken werden die ab 2017 neu zu schaffenden Studienplatzkapazitäten (Bachelor- und Masterplätze) unterstützt. Während die Universität Bern zusätzlich weitere 90 und Basel 55 Studienplätze schaffen, sehen auch die Fakultäten in Genf, Lausanne und Zürich noch einmal Erhöhungen Bachelor- oder Masterplätze in Kombination mit neuen oder erweiterten Ausbildungskooperationen vor.

Neu wird die Universität Freiburg ab 2019 zusätzlich zu ihrem Bachelorstudiengang in Humanmedizin einen Masterstudiengang anbieten. Die Universität Zürich wird in Kooperation mit den Universitäten St. Gallen und Luzern ab 2020 zwei neue „Joint Master“ einrichten. Und drittens wird die Università della Svizzera italiana ab 2020 einen Studiengang auf Stufe Master eröffnen.

Künftig beteiligen sich auch die beiden ETH an der Humanmedizinausbildung. Während die Universitäten Lausanne und Genf die Zusammenarbeit mit der EPF Lausanne in Form der bereits bestehenden einjährigen Passerelle intensivieren, bietet die ETH Zürich ab 2017 einen Bachelorstudiengang in Humanmedizin an, welcher auf ein Masterstudium in Humanmedizin an einer anderen Universität vorbereitet.

Ausbildungs-Kompetenz bleibt bei Hochschulen

Das Sonderprogramm ist ein Ergebnis der Koordination zwischen Bund, Kantonen und swissuniversities gemäss Hochschulförderungs- und -koordinationsgesetz (HFKG). Die Humanmedizinausbildung bleibt Kompetenz der kantonalen Universitäten. Die Kantone tragen dementsprechend die finanzielle Hauptlast und haben bekräftigt, die Nachhaltigkeit der Erhöhung der Studienplatzkapazitäten zu gewährleisten.

 

Artikel von: Eidgenössisches Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung
Artikelbild: © BortN66 – shutterstock.com

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