Protest gegen die Schliessung der Bell-Fabrik in Cheseaux-sur-Lausanne

16.11.2016 |  Von  |  News

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Mehr als 100 Stellen sind von der Schliessung der Frischfleischproduktionsfabrik in Cheseaux-sur-Lausanne betroffen, die von Bell beschlossen wurde. Angestellte, die die Gewerkschaft Unia beauftragt hatten, mit Bell Verhandlungen zu führen, wollen nach dem Schweigen der Bell-Direktion mit ihrer Protestaktion am 15. November 2016 erreichen, dass es doch noch zu Gesprächen kommt.

Am 20. Oktober 2016 hat Bell ihren Entscheid kommuniziert, ihre Frischfleischproduktionsfabrik von Cheseaux-sur-Lausanne nach Oensingen (SO) zu verlagern. Von diesem Entscheid sind Hunderte Stellen bedroht – dies ohne die zahlreichen Stellen mitzuzählen, die Bell im Verlauf des letzten Jahres stillschweigend strich.

Bell hält sich bedeckt

Die gemeinsam mit der Unia und dem Personal organisierten Generalversammlungen zeichneten ein deutliches Bild: Die Arbeitnehmenden sind verunsichert. Denn bis auf die mündliche Ankündigung der Schliessung eines Teils der Fabrik sowie dem Versprechen der Arbeitsplatzsicherung gab Bell ihren Mitarbeitenden weder Auskünfte noch Garantien.

Von 70 Bell-Mitarbeitenden beauftragt, verlangte die Unia ein Treffen mit der Bell-Direktion, um die Verhandlungen zu führen. Bell hat allerdings den von der Unia angebotenen Dialog verweigert.

Das Personal protestiert

Empört durch diese Situation, organisierten die Angestellten am 15. November 2016 eine Protestveranstaltung vor der Fabrik. Sie verlangen, dass Bell in die Verhandlungen eintritt.

Für die Unia gilt es nun, die Konsequenzen und die Rechtmässigkeit dieser Restrukturierung zu prüfen und die Erhaltung der Arbeitsplätze zu sichern sowie flankierende Massnahmen für die Bell-Angestellten zu definieren. Ausserdem müssen die grossen Probleme in der Arbeitsorganisation des Betriebs geregelt werden.

Falls sich Bell weiterhin weigert, sich an den Verhandlungstisch zu setzen, wird die Unia alle nötigen Mittel ergreifen, um die Rechte der Arbeitnehmer/innen zu verteidigen.

 

Artikel von: Gewerkschaft Unia
Artikelbild: © Tom Wang – shutterstock.com (Symbolbild)

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