Trump als US-Präsident – Auswirkungen auf die Ökonomie

14.11.2016 |  Von  |  Finanzen, News

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Noch ist das wirtschaftspolitische Programm von Donald Trump vage. Doch die Finanzmärkte zeigen sich schon mal optimistisch gestimmt. Man erwartet sich vom 45. US-Präsidenten positive Impulse -nicht nur für die US-Wirtschaft.

Diese Zuversicht teilt auch Diego Marynberg, Präsident der Vermögensberatung Adar Capital. Seiner Meinung nach wird sich Trump vorwiegend auf die Entwicklung der US-Binnenkonjunktur, die Stärkung der Infrastruktur sowie die Nutzung der Fiskalpolitik konzentrieren.

Zinsen steigen

Mittelfristig wird dies zu höheren Zinssätzen führen, die der Angst vor einer steigenden Inflation entgegenwirken sollen, was wiederum das Verhalten der Zentralbanken beeinflussen wird. Adar Capital Partners ist der Ansicht, dass mit der Ernennung von Donald Trump zum US-Präsidenten der Zinssatz kurzfristig um 0.25 % steigen und im Jahr 2017 1.75 % erreichen wird.

Für Lateinamerika prognostiziert Adar Capital vor allem einen wirtschaftlichen Aufschwung in Argentinien und Brasilien sowie eine etwas ungünstigere Situation in Mexiko. Der Wert bestimmter finanzieller Vermögenswerte wird leicht sinken. Andere Länder wie etwa Kuba und Venezuela werden von der Trump-Ära prinzipiell nur wenig beeinflusst werden, weshalb ihre Geldpolitik stabil bleiben wird.

Donald Trump mit Start-Vorteilen

Auf Israel wird sich die Präsidentschaft Trumps laut Diego Marynberg sehr positiv auswirken, da die demokratische Regierung unter Obama dazu tendierte, sich in die internen Angelegenheiten des Landes einzumischen. Mit Trump wird Israel laut Marynberg eine grössere Bewegungsfreiheit bei der Verfolgung seiner eigenen Politik geniessen.

Laut Marynberg hat der zukünftige Präsident Trump einen anfänglichen Vorteil gegenüber Obama, da er über ein besseres Verständnis der wirtschaftlichen Dynamik verfügt und die breite politische Unterstützung beider Parlamentskammern auf seiner Seite hat. Da es allerdings viele Vermögensblasen gibt und von negativen Zinssätzen ausgegangen wird, wird der Markt in den ersten Monaten des Jahres 2017 zunächst einige moderate Korrekturen vornehmen.

Mehr Unsicherheit bei Investitionen

Der Präsident von Adar Capital geht ausserdem davon aus, dass neue Technologien sowie die weit verbreitete Nutzung des Internets zu einer wachsenden Volatilität bei Investitionsentscheidungen führen werden. Medien und Meinungsumfragen sind keine guten Prädiktoren mehr in Bezug auf den Ausgang einer Wahl, wie wir es beim Brexit, in Kolumbien und jetzt in den Vereinigten Staaten erlebt haben. Folglich wird man Investitionsentscheidungen verstärkt im letzten Augenblick treffen.

 

Artikel von: Adar Capital Partners Ltd.
Artikelbild: © studio 55 – shutterstock.com

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