Zenith: Mobile Werbung wird immer wichtiger

07.11.2016 |  Von  |  Marketing, News

Geschätzte Lesezeit: 6 minutes

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Internetnutzung wird immer mobiler – das ist eine wesentliche Erkenntnis des aktuellen Mobile Advertising Forecasts der Mediaagentur Zenith. Danach wird bereits im nächsten Jahr der Anteil der Internetnutzung über mobile Geräte bei 75 Prozent liegen. Für 2016 werden 68 Prozent prognostiziert und für 2018 erwartet Zenith 79 Prozent.

Wenn diese Entwicklung eintritt, würde das einen rasanten Anstieg binnen weniger Jahre bedeuten. Denn 2014 erreichte die mobile Internetnutzung erst 40 Prozent. Doch der Mobile Advertising Forecast, der in diesem Jahr erstmals erarbeitet wurde, bietet noch mehr interessante Informationen.

Er wirft einen genaueren Blick auf die mobile Werbung und die Mobiltechnologie in 60 wichtigen Ländern in der ganzen Welt. Prognostiziert wird, dass die Verbraucher in Zukunft noch mehr im mobilen Internet verbringen, die Verbreitung von Smartphones sich weiter intensivieren wird und mobile Werbeinvestitionen deutlich steigen werden.

Spanien und China vorne beim mobilen Internet

Die Länder mit dem höchsten mobilen Internetkonsum finden sich in Westeuropa, Asien und Nordamerika. Mobiles Internet ist in Spanien bereits die bevorzugte Form der Internetnutzung und Zenith erwartet, dass der mobile Internetkonsum hier 2016 85 Prozent erreicht. An zweiter Stelle liegt Hongkong mit einer mobilen Internetnutzung von 79 Prozent, danach folgen China mit 76 Prozent und die USA mit 74 Prozent.

Den fünften Platz teilen sich Italien und Indien mit je 73 Prozent. Es wird davon ausgegangen, dass 2018 Hongkong mit einer mobilen Internetnutzung von 89 Prozent weltweit an der Spitze liegt. Knapp dahinter folgen an zweiter Stelle China mit 87 Prozent und an dritter Stelle Spanien mit 86 Prozent, danach die USA und Italien mit jeweils 83 Prozent sowie Indien mit 82 Prozent.

Smartphone-Durchdringung steigt weiter

Hauptverantwortlich für den Anstieg der mobilen Internetnutzung ist die rasante Verbreitung von Mobilgeräten. 2012 besassen nur 23 Prozent der Bevölkerung in den 60 untersuchten Märkten ein Smartphone, und gerade einmal 4 Prozent hatten ein Tablet. Die Smartphone-Durchdringung liegt jetzt bei 56 Prozent, das bedeutet einen 2.4-fachen Anstieg in den letzten vier Jahren, und es wird eine weitere Zunahme auf 63 Prozent bis 2018 prognostiziert.

Tablets sind nach wie vor mehr im Luxusbereich angesiedelt und somit bei weitem nicht so stark verbreitet: Derzeit haben 15 Prozent der Konsumenten in den betrachteten 60 Märkten ein Tablet, diese Zahl wird voraussichtlich bis 2018 auf 17 Prozent steigen.

Iren lieben das Smartphone am meisten

Die höchste Smartphone-Durchdringung findet man in Westeuropa und in Asien. Geschätzt hat Irland in diesem Jahr mit 92 Prozent die höchste Smartphone-Durchdringung, gefolgt von Singapur mit 91 Prozent, Spanien mit 88 Prozent, Norwegen mit 86 Prozent und Südkorea mit 84 Prozent. Die Prognose sieht Irland auch 2018 mit einer Durchdringung von 94 Prozent auf dem ersten Platz, danach folgen die Schweiz und Singapur mit jeweils 92 Prozent sowie Norwegen und Taiwan mit jeweils 91 Prozent auf den weiteren Plätzen. In Deutschland nutzen 79 Prozent der mobilen Surfer ein Smartphone.

Tablets mit höchst unterschiedlichem Bild

Die Tablet-Durchdringung ist in den einzelnen Märkten extrem unterschiedlich. In 10 der untersuchten 60 Märkte gibt es eine Durchdringungsrate von über 50 Prozent, und in weiteren 10 gibt es eine Durchdringungsrate von unter 10 Prozent.

In China besitzen nur 3 Prozent der Bevölkerung ein Tablet, was den Durchschnittswert stark nach unten zieht, da 27 Prozent der Bevölkerung in diesen 60 Märkten aus China stammen. In Indien, das weitere 26 Prozent der Bevölkerung in den 60 Märkten stellt, haben 6 Prozent ein Tablet. Die höchste Tablet-Durchdringung gibt es mit 75 Prozent in Singapur. Den letzten Platz teilen sich China und Thailand mit je 3 Prozent.

Mobile Internetwerbung – 60 Prozent-Anteil schon 2018

Der Anteil der Internetwerbung wird weltweit von 44 Prozent in diesem Jahr auf 52 Prozent im nächsten Jahr steigen. Damit wird 2017 erstmals mehr Geld in die mobile Werbung fliessen als in Festnetzmedien. 2018 dürfte der Anteil der mobilen Werbung an der gesamten Internetwerbung bei 60 Prozent liegen. 2017 rechnet Zenith mit Werbeausgaben in mobilen Medien von insgesamt 134 Mrd. US-Dollar – das ist mehr, als für Werbung in Zeitungen, Zeitschriften, Kinos und Aussenwerbung zusammen ausgegeben wird.

Konsequenzen des mobilen Trends für Werbung

Zenith rät daher, dass alle Marken sich in ihrer digitalen Kommunikation künftig vorrangig auf mobile Medien ausrichten: Alle Bereiche – von Marken-Websites bis zu Videowerbungen sind so zu gestalten, dass sie die bestmöglichen Ergebnisse auf mobilen Geräten erzielen.

Dabei ist es für Werbetreibende aber auch wichtig, nicht nur die mobilen Geräte zu berücksichtigen sondern auch die Mobilität der Kunden. Im Verlauf eines Tages wechseln Konsumenten zwischen Tablet, Desktop und Smartphone hin und her, manchmal auch während dem Fernsehschauen, d.h. Werbetreibende müssen Markenbotschaften generieren, die auf verschiedenen Medien und Geräten stimmig und einheitlich sind.

Die Mediaagentur empfiehlt Werbern ausserdem, bei der Planung ihrer Kommunikationsstrategie das umfassende mobile Ökosystem zu nutzen, darunter Smartwatches, Activity Tracker und andere intelligente Geräte. Da Verbraucher dazu tendieren, diese Spezialgeräte bei ganz konkreten Anlässen zu nutzen, erhalten Werbetreibende hier die Gelegenheit, ihre Werbebotschaft zielgenau darauf auszurichten.

„Weltweit erfolgen bereits heute die meisten Zugriffe auf das Internet mit mobilen Geräten“, erklärte Jonathan Barnard, Head of Forecasting bei Zenith. „Länder in Westeuropa, Asien und Nordamerika sind bei diesem Umstieg zwar führend, aber mobile Technologien sind weltweit stark im Kommen. Nächstes Jahr werden mobile Geräte auch zum wichtigsten Medium für Internetwerbung.“

 

Artikel von: ZenithOptimedia – The ROI Agency
Artikelbild: © Denphumi – shutterstock.com

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