Romandie – Brexit führt zu mehr Firmengründungen

07.11.2016 |  Von  |  News
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Romandie – Brexit führt zu mehr Firmengründungen
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Die Romandie profitiert vom Brexit. Wegen der EU-Austrittsentscheidung Grossbritanniens ziehen verstärkt angelsächsische Unternehmen in die Westschweiz. Mit 4.1% mehr Neugründungen im Vergleich zum Vorjahr in den ersten drei Quartalen 2016 war die Romandie der „Gründungs-Hotspot“ der Schweiz. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Erhebung der Gründungs-Plattform STARTUPS.ch.

Das dynamische Gründungsgeschehen führte dazu, dass Genf mit 8.3% aller Firmengründungen wie schon 2015 vor dem Kanton Bern (8.1%) und damit schweizweit auf Platz 3 rangiert. Auf den Plätzen 1 und 2 liegen traditionell die Kantone Zürich (18%) und Waadt (10%). Insgesamt finden inzwischen in der Romandie 28.5% aller schweizerischen Firmen-Neugründungen statt. Angesichts eines Bevölkerungsanteils von 25.8% sind dies überdurchschnittlich viele.

In der deutschen Schweiz verhält sich dies genau umgekehrt: Bei einer Wohnbevölkerung von 70% beträgt der Anteil der neugegründeten Firmen lediglich 65.5%. „Das Firmenwachstum in der Romandie ist eine direkte Folge des Brexit und der damit verbundenen Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung in Grossbritannien“, sagt Michele Blasucci, CEO von STARTUPS.ch „Dies zeigt sich daran, dass in der Region des Arc Lémanique neben Firmen mit französischem Hintergrund auch immer mehr angelsächsisch kontrollierte Firmen gegründet werden.“

Tessin leidet unter italienischer Steueramnestie

Gegenteilig ist die Entwicklung im Tessin. Dem südlichsten Kanton macht die Regierungspolitik im benachbarten Italien zu schaffen. Dies gilt insbesondere für die von der Regierung Renzi verfügte neue Steueramnestie, die Anfang 2015 in Kraft getreten ist. Sie hat dazu geführt, dass weniger Italiener in der Schweiz aus steuerlichen Erwägungen eine Firma gründen.

Deshalb verzeichnete das Tessin bei den Firmengründungen bis Ende des dritten Quartals ein Minus von 10.4% gegenüber dem Vorjahr. „Dieser Trend wird sich mit der Einführung des automatischen Informationsaustauschs im Bankenbereich sogar noch verstärken“, sagt STARTUPS.ch-CEO Michele Blasucci. Insgesamt rechnet STARTUPS.ch für das laufende Jahr gesamtschweizerisch mit einem leichten Wachstum an Firmen-Neugründungen auf total 41‘000 (+0.8%).

 

Artikel von: STARTUPS.CH
Artikelbild: © Sashkin – shutterstock.com

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