Negativzins: ZKB-Chef Scholl warnt vor Befeuerung des Schattenbankings

13.10.2016 |  Von  |  Finanzen, News
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ZKB-Chef Martin Scholl warnt vor den Nebenwirkungen der Negativzins-Politik. „Die Massnahme befeuert den Trend zum Schattenbanking“, sagt er in einem Interview mit der „Handelszeitung“.

Ein Indiz dafür sieht er in der Tatsache, dass Pensionskassen vermehrt Hypothekarkredite verleihen. „Diese Praktiken ausserhalb der streng regulierten Bankenbranche geben mir zu denken“, so Scholl. Ferner habe die Zinspolitik zu einer Inflation der Vermögenswerte geführt. Bewährte Investment-Grundsätze würden zugunsten „minimaler Renditechancen“ aufgegeben.

Die Gefahr einer Immobilienblase macht Scholl keine Angst. „Ich rechne nicht mit einer Immobilienkrise. Massnahmen wie die Belehnungsrichtlinien zu verschärfen führen zu einer sanften Landung.“

Dass die ZKB mehrheitlich in einem Hotspot tätig sei, sei kein Nachteil. „Ich bin lieber in einer Hotspot-Region tätig, wenn es zu einer Immobilienkrise kommt, als in der Peripherie.“ Das habe ihn die Erfahrung in den 90er-Jahren gelehrt. „In solchen Extremsituationen ist innert nützlicher Frist Liquidität am Markt das Wichtigste. Erst dann sind Devestitionen überhaupt möglich.“

 

Artikel von: Handelszeitung
Artikelbild: © zhaoliang70 – shutterstock.com

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