Möglicher Verkauf der Stromnetzsparte: Druck auf ABB-Chef wächst

21.09.2016 |  Von  |  Energieversorgung, News
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In der Debatte um einen möglichen Verkauf der ABB-Stromnetzsparte nimmt der Druck auf ABB-Chef Ulrich Spiesshofer zu. Der chinesische Stromriese State Grid Corporation of China hat es auf die Hochspannungstechnologie (HVDC) von ABB abgesehen.

Auch einflussreiche ABB-Investoren wie Cevian Capital drängen auf den Verkauf der Sparte.

State Grid ist einerseits ABB-Kunde, will aber auch im Strommarkt stark wachsen und ist auf das ABB-Know-how angewiesen. Die Chinesen bezeichnen ABB schon länger als «preferred target». Ein wesentlicher Teil der chinesischen Industriestrategie «Made in China 2025» ist, ausländische Technologie durch eigene zu ersetzen. Eines der Kernfelder dieser Strategie ist der Bereich Energietechnologie.

ABB will sich zur Zukunft der Stromnetzsparte erst am 4. Oktober zum Capital Markets Day der ABB äussern. Doch Grossaktionäre wie Cevian Capital, Artisan Partners und Nordea Asset Management präferieren weiterhin die Abspaltung beziehungsweise den Verkauf.

State Grid wäre aus Sicht der Grossaktionäre der wahrscheinlichste Kandidat für eine Übernahme und verfügt über eine Kriegskasse von 50 Milliarden Dollar. Dem Vernehmen nach würde State Grid bis zu 20 Milliarden Dollar für die Stromnetzsparte bezahlen wollen.

 

Artikel von: Handelszeitung
Artikelbild: © Lisa S. – shutterstock.com

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