Reizdarm – wenn Angst und Stress im Alltag belasten

10.09.2016 |  Von  |  News

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Ein Reizdarm ist oft Folge von Stress und Angstleiden, zumindest sind dies begünstigende Faktoren. Das ist das Ergebnis einer deutsch-amerikanischen Studie. Daran war u.a. die Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie (DGPM) beteiligt. Psychosomatische Beratung kann in diesen Fällen hilfreich für die Betroffenen sein, meinen die Experten.

„Ziel der Studie war es, die individuelle Einwirkung psychologischer und demografischer Faktoren wie Alter und Geschlecht, körperlicher Symptome, sowie von Magen- und Darm-Infektionen auf die Entwicklung des Reizdarmsyndroms zu untersuchen. Insbesondere wurde die Hypothese überprüft, inwieweit psychologische Faktoren wie Ängste oder Stress vorhersagen können, ob ein Reizdarmsyndrom neu entsteht und wie es sich entwickelt“, so Studienleiter Bernd Löwe, der als Chefarzt in Hamburg arbeitet.

Sowohl das Geschlecht als auch die Anfälligkeit für Durchfallerkrankungen, aber ebenso Stress und seelische Belastungen wie übermässige Ängste spielen eine Rolle für das Reizdarmsyndrom. Eine akute Infektion des Magen- und Darmtrakts löst dann vielfach den Beginn des Syndroms aus. Frauen sind deutlich häufiger betroffen als Männer. Auch bei Menschen, die zu Durchfall unter Stress neigten sowie unter Angststörungen litten, trat das Reizdarmsyndrom eher auf.

Psychologische Beratung hilft weiter

„Die Studie zeigt, dass Psyche und körperliche Beschwerden eng zusammenhängen“, so Harald Gündel, Ärztlicher Direktor am Universitätsklinikum Ulm. „Für die Betroffenen geht das Reizdarmsyndrom mit einem hohen Leidensdruck einher. Um eine schnelle, ganzheitliche und nachhaltige Hilfe gewährleisten zu können, ist es wichtig, dass die Betroffenen neben körperlichen auch seelische Ursachen in Betracht ziehen und sich frühzeitig psychologische Beratung suchen.“

Das gelte insbesondere dann, wenn das Reizdarmsyndrom während oder nach einer seelisch belastenden oder stressigen Lebensphase oder im Zusammenhang mit psychischen Erkrankungen auftritt. Ist eine unterstützende psychotherapeutische Behandlung des Reizdarmsyndroms angebracht, lernen die Patienten, mit möglichen Stressoren umzugehen, diese zu bekämpfen und gezielt die Ursachen des Reizdarmsyndroms einzudämmen.

 

Artikel von: pressetext.redaktion
Artikelbild: © Lolostock – shutterstock.com

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