Atomico steigt mit 10 Mio. bei Bitmovin ein

05.09.2016 |  Von  |  News, Technologie, Web

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Erst im Jahre 2013 gegründet hat sich das Kärntner Start-Up Bitmovin binnen weniger Jahre zu einem führenden Anbieter von Video-Infrastruktur für das Internet entwickelt. Jetzt steigt Atomico, einer der grössten Investmentfonds Europas mit Sitz in London, zusammen mit anderen Investoren bei Bitmovin ein und eröffnet damit ganz neue Wachstumsperspektiven. Insgesamt werden 10.3. Mio. Dollar in das junge Unternehmen investiert.

Bitmovin absolvierte erst 2015 das weltweit renommierte Y Combinator Program im Silicon Valley. Nun hat das Kärntner Start-Up die Series A Finanzierungsrunde abgeschlossen. Das Geld wird für die Weiterentwicklung der bestehenden Video-Infrastruktur, die unter anderem für Virtual Reality (VR) und 360° Videos eingesetzt wird, sowie den weiteren Ausbau der Büros in Klagenfurt und im Silicon Valley verwendet.

„Diese Investitionsrunde wird uns helfen, unsere bestehenden Produkte weiter zu verbessern und Innovationen zu pushen, die wir bereits in der Schublade haben“, freut sich Stefan Lederer, CEO von Bitmovin. „Zudem werden wir das Team in den nächsten 12 Monaten auf 45 Mitarbeiter vergrössern.“


Bitmovin - Infrastruktur Übersicht (Grafik: © Bitmovin)

Bitmovin – Infrastruktur Übersicht (Grafik: © Bitmovin)


Bitmovin – Video-Streaming auf jeder Plattform

Atomico ist kein unbekannter in der Start-Up Welt: Gerade in den letzten Jahren investiert der Fonds immer wieder in internationale Start-Ups. Die Fäden bei Atomico ziehen erfahrene Internet-Unternehmer, darunter der Skype Gründer Niklas Zennström. Atomico reiht sich damit in eine Reihe hochkarätiger Bitmovin-Investoren ein. Zu ihnen gehören der ehemalige Entwicklungschef von Netflix und YouTube, der ehemalige technische Chef von Cisco, der Gründer des Virtual Reality Spezialisten Unity, sowie Dawn Capital (GB), Speedinvest und Constantia New Business.

Bitmovin wurde 2013 von Stefan Lederer, Christian Timmerer und Christopher Müller – dem Miterfindern des MPEG-DASH Video Streaming Standard – gegründet. Mit dieser Open Source Technologie hat das Entwickler-Trio die Grundlage für viele der heutigen Videodienste gelegt. Der MPEG-DASH Standard wird unter anderem von YouTube und Netflix verwendet, die damit 50% des Datentransfers im U.S.-Internet produzieren.

Heute bietet Bitmovin seinen internationalen Kunden einen hochleistungsfähigen Video-Streaming Dienst. „Bitmovin ermöglicht Content-Anbietern qualitativ hochwertige Videos auf jeder Plattform zu streamen, mit den geringsten Pufferzeiten und der höchsten Qualität auf dem Markt. Bitmovin ist dabei 100-mal schneller als die internationale Konkurrenz und hat weltweit Kunden“, erklärt Stefan Lederer.

Der von Bitmovin angebotene HTML5-Player unterstützt eine Reihe von Endgeräten wie Desktop PCs, Smartphones, Smart TVs und Virtual Reality Headsets. Das kann bei vielen Unternehmen oder Entwicklern heute ein entscheidender Vorteil sein, denn alle gängigen Web Browser wie Chrome, Safari oder Firefox blenden veraltete, auf Flash basierende Videos automatisch aus.


KWF TDIKT Preistraeger 2013 bitmovin, Klagenfurt vl: Dipl.-Ing. Christopher Müller (CEO | Head of Technology) Dipl.-Ing. Dr. Christian Timmerer (CEO | Head of Research) Dipl.-Ing. Stefan Lederer (CEO | Head of Business) Foto by Johannes Puch www.johannespuch.at Foto ist honrarfrei für KWF und abgebildete Person!

KWF TDIKT Preistraeger 2013 bitmovin, Klagenfurt vl: Dipl.-Ing. Christopher Müller (CEO | Head of Technology) Dipl.-Ing. Dr. Christian Timmerer (CEO | Head of Research) Dipl.-Ing. Stefan Lederer (CEO | Head of Business) (Bild © Bitmovin)


Online-Videos stark im Kommen

Die patentierte Technologie von Bitmovin verkürzt Videoladezeiten ausserdem auf weniger als 150 Millisekunden – und verhindert so lästige Wartezeiten. Bitmovin folgt damit einem internationalen Trend: Einer Cisco Studie zufolge werden bis zum Jahr 2020 über 80% des weltweiten Datenvolumens durch Videos verursacht.

Stefan Lederer ist von seinem Produkt überzeugt: „Immer mehr Personen sehen sich Videos im Internet auf unterschiedlichsten Endgeräten an. Broadcaster verlieren ganze Generationen – die Millennials und die Generation Z, die fast ausschliesslich Online Videos konsumieren. Gerade deshalb müssen wir es schaffen, die Geschwindigkeit und Qualität der Wiedergabe von Videos im Internet zu erhöhen und gleichzeitig die Bandbreite zu reduzieren.“

Wer die Möglichkeit nutzen will: Das Bitmovin Team ist im September mit einem eigenen Stand auf der IBC in Amsterdam, welche speziell für Broadcaster und Medienunternehmen veranstaltet wird, und auf der grössten Medien- und Kommunikationsmesse in Köln, der DMEXCO, vertreten.

 

Artikel von: Bitmovin, Inc.
Artikelbild: © Bitmovin

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