VP Bank Gruppe mit guten ersten Halbjahr

30.08.2016 |  Von  |  Finanzen, News

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Mit einem sehr guten Ergebnis hat die Liechtensteiner VP Bank Gruppe das erste Halbjahr 2016 abgeschlossen. Zwar sank der Konzerngewinn im Vergleich zum Vorjahr von CHF 40.9 Mio. auf CHF 24.4 Mio.. Dies war aber auf einen Einmaleffekt bedingt durch die Fusion mit der Centrum Bank zurückzuführen. Um diesen Effekt bereinigt hat sich der Gewinn um CHF 8.5 Mio. oder 53.2 Prozent gegenüber 2015 erhöht.

Die Kernkapitalquote stieg im Vergleich zum Vorjahr von 24.4 Prozent auf 25.7 Prozent. Dank intensiver Marktbearbeitung konnten in den letzten Monaten vor allem in Asien und im Fondsbereich auch deutliche Zuflüsse von Kundengeldern erzielt werden. Der Geschäftsaufwand reduzierte sich um 7.6 Prozent.

Das Zinsgeschäft war Ergebnis-Treiber

Der Erfolg aus dem Zinsgeschäft erhöhte sich gegenüber der Vorjahresperiode um 16.8 Prozent auf CHF 49.5 Mio. Das Ergebnis aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft nahm dagegen im ersten Halbjahr 2016 um 8.0 Prozent auf CHF 60.7 Mio. ab – dies im Einklang mit den gesunkenen Börsenumsätzen. Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft sank um 7.0 Prozent auf CHF 17.7 Mio. Aus den Finanzanlagen resultierte im ersten Semester 2016 ein Ergebnis von CHF 1.2 Mio. (Vorjahresperiode: Verlust von CHF 5.7 Mio.).

Fusion mit Centrum Bank zahlt sich aus

Der Geschäftsaufwand sank gegenüber der Vorjahresperiode um CHF 7.3 Mio. von CHF 96.8 Mio. auf CHF 89.4 Mio. (minus 7.6 Prozent). Diese Abnahme steht ganz im Zeichen der Fusion mit der Centrum Bank und den entsprechenden einmaligen Aufwendungen im Vorjahr. Die Integration der Centrum Bank wurde erfolgreich abgeschlossen und realisierte Synergien sind bereits im geringeren Geschäftsaufwand ersichtlich.

Der Sachaufwand reduzierte sich um 17.3 Prozent auf CHF 24.4 Mio. (Vorjahresperiode: CHF 29.5 Mio.). Dieser Rückgang ist ebenfalls auf die Fusion und den zeitlich begrenzten Parallelbetrieb im Vorjahr zurückzuführen. Der Personalaufwand konnte dank Kostendisziplin um 3.3 Prozent (minus CHF 2.2 Mio.) von CHF 67.2 Mio. auf CHF 65.0 Mio. reduziert werden. Die Abschreibungen lagen um CHF 7.7 Mio. (40.6 Prozent) unter der Vorperiode und betrugen CHF 11.3 Mio.. Die Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste reduzierten sich gegenüber dem ersten Halbjahr 2015 insgesamt um CHF 16.7 Mio.

Neugeld-Abflüsse abgebremst

Die betreuten Kundenvermögen der VP Bank Gruppe beliefen sich per 30. Juni 2016 auf CHF 34.0 Mrd. Gegenüber dem Wert Ende 2015 von CHF 34.8 Mrd. bedeutet dies eine Abnahme von 2.1 Prozent (minus CHF 0.7 Mrd.). Davon betrug die performancebedingte Vermögensabnahme CHF 0.5 Mrd.

Im ersten Halbjahr 2016 konnte die Entwicklung des Netto-Neugeldes im Vergleich zur Vorperiode verbessert werden. In der Vorjahresperiode flossen CHF 0.5 Mrd. (ohne Akquisitionen) ab, in den ersten sechs Monaten betrug der Netto-Neugeldabfluss noch CHF 0.2 Mrd. Dank intensiver Marktbearbeitung konnten vor allem in Asien und im Fondsbereich deutliche Zuflüsse von Kundengeldern erzielt werden. In Europa flossen vor dem Hintergrund des regulatorischen Umfeldes weiterhin Gelder ab. Ebenso wirkte der aktiv gesteuerte Rückgang der Kundeneinlagen in der Bilanz teilweise negativ.

Gut für das 2. Halbjahr gerüstet

Auch im 2. Halbjahr erwartet die VP Bank ein weiterhin volatiles Marktumfeld, das sich auf den Geschäftsverlauf und das Ergebnis auswirken kann. Die Entwicklungen bezüglich Steuertransparenz und Informationsaustausch schreiten voran und haben direkte Auswirkungen auf die Kunden und die Geschäftsbereiche der VP Bank Gruppe sowie den Finanzplatz Liechtenstein.

Mit der Digitalisierung steht die Finanzindustrie vor grossen Herausforderungen, aber auch vor vielversprechenden Chancen. Die VP Bank ist für diese Herausforderungen gerüstet, hat entsprechende Projekte lanciert und setzt ihre nachhaltige Wachstumsstrategie weiter fort. Die hohe Eigenmittelausstattung bildet für die VP Bank Gruppe eine gesunde Basis für eine erfolgreiche Zukunft.

Die VP Bank zeigt sich weiterhin gut aufgestellt: Die Ratingagentur Standard & Poor’s bestätigte Ende Juli 2016 das sehr gute „A-“-Rating für die VP Bank und erhöhte den Ausblick von „Negativ“ auf „Stabil“.

 

Artikel von: VP Bank AG
Artikelbild: Symbolbild (© Frank11 – shutterstock.com)

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