Bildung muss gefördert werden

27.08.2016 |  Von  |  Bildung
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Bildung muss gefördert werden
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Immer wieder betonen Politiker, dass die Bildung unsere einzige Ressource sei. Doch warum sparen sie dann gerade bei der Bildung, Forschung und Innovation?

Der Bundesrat hat die Bildungs-, Forschungs- und Innovationspolitik für 2017-2020 definiert und diese sieht vor, das Ausgabenwachstum für Bildung, Forschung und Innovation (BFI) auf 2% zu senken. (Zum Vergleich: Von 2008 bis 2012 betrug es noch 6,3%, von 2013 bis 2016 3,7%).

Obwohl die Mehrheit der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrates (WAK-N) empfahl, 1 Milliarde Franken mehr auszugeben, folgte der Nationalrat der Linie des Bundesrats. Die WAK des Ständerats ist nun auch der Meinung, die Beiträge müssten in verschiedenen Bereichen erhöht werden, insgesamt um knapp 400 Millionen Franken.

Für die Angestellten Schweiz ist dieser Betrag zwar eindeutig zu wenig, die von der WAK-N vorgeschlagene Milliarde Franken wäre durchaus angemessen gewesen. Im Sinne des Sprichworts „lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach“ ist es aber besser als gar keine Erhöhung.

Die Angestellten Schweiz legen dem Ständerat ans Herz, in der Debatte allen Vorschlägen der Kommission zuzustimmen. Wer bei der Bildung spart, spart am falschen Ort. Denn die Bildung wird für den Erfolg der Schweizer Wirtschaft zunehmend wichtiger. In Zukunft werden unsere Arbeitskräfte noch besser und höher gebildet sein müssen, um auf dem globalen Markt mithalten zu können.

Der digitalisierte Arbeitsmarkt wird noch mehr auf Fachkräfte angewiesen sein. In einem Interview in der NZZ vom 9. Juli sagte der Präsident des ETH-Rats, Fritz Schiesser: „Ich verstehe nicht, wieso der Bildungsbereich überproportional an das Sparprogramm des Bundes beizutragen hat. Die Politik muss sich im Klaren sein, was Bildung, Forschung und Innovation einer Gesellschaft zurückgeben.“ Für die Angestellten Schweiz ist klar, dass sich Investitionen in den BFI-Bereich vielfach zurückzahlen.


Der digitalisierte Arbeitsmarkt wird noch mehr auf Fachkräfte angewiesen sein. (Bild: goodluz – Shutterstock.com)

Der digitalisierte Arbeitsmarkt wird noch mehr auf Fachkräfte angewiesen sein. (Bild: goodluz – Shutterstock.com)


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Artikel von: Angestellte Schweiz / Employés Suisse
Artikelbild: © Monkey Business Images – Shutterstock.com

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