Altersreform 2020: Travail.Suisse warnt Sozialkommission

18.08.2016 |  Von  |  News
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Am Freitag schliesst die Sozialkommission des Nationalrats (SKG-N) ihre entscheidende Sitzung zur Reform Altersvorsorge 2020 ab. Wenn die Nationalratskommission entgegen der Ständeratsentscheidungen weitere Verschlechterungen beschliesst, fährt sie die Altersreform an die Wand, ist Travail.Suisse überzeugt.

Der Dachverband der Arbeitnehmer warnt gleichzeitig vor einem Scherbenhaufen, wenn sich die Hardliner aus SVP und FDP durchsetzen.

„Schon die Entscheide des Ständerats zur Altersreform hielten für die Bevölkerung einige bittere Pillen bereit. Nun droht im bürgerlich dominierten Nationalrat ein Scherbenhaufen“, sagt Matthias Kuert Killer, Leiter Sozialpolitik bei Travail.Suisse. Die Signale deuteten klar auf einen weiteren drastischen Abbau hin. Weiter führt Travail.Suisse aus:

Umfangreicher Abbaukatalog in der Diskussion

„Im Abbaukatalog von Kommissionsmitgliedern finden sich etwa die Rentenaltererhöhung für Frauen – und zwar ohne sozialen Ausgleich in der AHV -, ein automatisches Rentenalter 67 für alle, falls das AHV-Vermögen sinkt, die Streichung der vom Ständerat beschlossenen AHV-Rentenzuschläge, die Streichung der Deplafonierung der AHV-Renten für Ehepaare oder auch die Kürzung der Witwenrenten. Ausserdem drohen weitere Kürzungen der Kompensationsmassnahmen zur Senkung des Mindestumwandlungssatzes in der zweiten Säule und der Verzicht auf jegliche gewinnbeschränkende Regeln bei den profitorientierten Lebensversicherungsgesellschaften.

Es liegt auf der Hand, dass mit diesen Massnahmen das Versprechen ,keine Rentenkürzungen‘ nicht eingehalten werden kann. Weil zusätzlich sogar noch das Rentenalter 67 droht, ist ebenso klar, dass gegen ein solches Paket das Referendum ergriffen und auch gewonnen würde.“ Denn „die Bevölkerung lässt sich bei der Altersvorsorge nicht übers Ohr hauen“, ist Kuert Killer überzeugt. Die SGK-N riskiere einen Scherbenhaufen in der Altersreform. Eine verantwortungsvolle und weitsichtige Politik sehe definitiv anders aus. Deshalb fordert Travail.Suisse die zuständige Sozialkommission auf, ihre Verantwortung wahrzunehmen.

 

Artikel von: Travail.Suisse
Artikelbild: © Ruslan Guzov – shutterstock.com

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