Kanton Aargau – Volksschulen mit Abschlusszertifikat

08.08.2016 |  Von  |  News

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Der Kanton Aargau gibt einige interessante Informationen zu Veränderungen beim Volksschul-Abschluss. Im neuen Schuljahr werden insgesamt 8’320 Lehrerinnen und Lehrer rund 74’500 Schüler an der Volksschule unterrichten. Erstmals werden die Schulabgänger aller drei Oberstufenzüge am Ende ein Abschlusszertifikat erhalten. Dieses ist als Ergänzung des Jahreszeugnisses gedacht und soll die Leistungen am Ende der Volksschulzeit möglichst breit und aussagekräftig dokumentieren.

Im Juni 2016 haben die Bezirksschüler letztmals eine Abschlussprüfung absolviert. Der Übertritt in die Mittelschulen erfolgt in Zukunft ausschliesslich auf der Basis von Erfahrungsnoten. Ein Notendurchschnitt von 4,7 für das Gymnasium und von 4,4 für die Wirtschafts-, Informatik- und Fachmittelschule im Zwischenbericht berechtigt für den provisorischen Übertritt. Der definitive Entscheid fällt mit dem Jahreszeugnis am Ende des Schuljahrs.

Mit dem neuen Schuljahr wird die gestaffelt erfolgte, flächendeckende Einführung von Leistungstests – den Checks – an der Volksschule abgeschlossen. Somit wird es möglich sein, allen Schülerinnen und Schülern am Ende ihrer Schulzeit ein Abschlusszertifikat auszustellen.

Die Leistungen im Rahmen der Checks und einer zusätzlichen Projektarbeit werden standardisiert beurteilt und können deshalb unabhängig von Klasse und Oberstufentyp (Real-, Sekundar- oder Bezirksschule) gelesen und interpretiert werden. Die Schulleistungen sind dadurch beim Übergang von der Oberstufe in weiterführende Schulen oder ins Berufsleben noch besser einschätzbar.


Volksschul-Abgänger im Kanton Aargau erhalten künftig ein Abschlusszertifikat zum Zeugnis. (Bild: © graphic-line - shutterstock.com)

Volksschul-Abgänger im Kanton Aargau erhalten künftig ein Abschlusszertifikat zum Zeugnis. (Bild: © graphic-line – shutterstock.com)


Erfolgsmodell Berufsbildung

Im Kanton Aargau gelang 2016 83 Prozent der Abgängerinnen und Abgänger der Regelklassen der direkte Eintritt in eine weiterführende Ausbildung, während dieser Anteil 2008 noch bei lediglich 77 Prozent lag. Sowohl die Brückenangebote als auch die Anteile von Jugendlichen, die ohne weiterführende Ausbildung in die Erwerbsarbeit einsteigen oder ganz ohne Anschlusslösung bleiben, zeigen eine abnehmende Tendenz.

Bis etwa 2013 haben vor allem die Übertritte in eine allgemeinbildende Schule (meist Gymnasium) zugenommen. Seither ist dieser Wert weitgehend stabil geblieben, während die duale Berufsbildung noch weiter an Bedeutung gewonnen hat. Über 60 Prozent der Schüler treten nun direkt nach Abschluss der obligatorischen Schulzeit in eine duale Berufslehre ein oder absolvieren eine berufliche Vollzeitschule (WMS/IMS), die ebenfalls zu einem Berufsabschluss führt.

Empfehlungen für Übertritte

Der Übertritt vom Kindergarten in die Primarschule und von der Primarschule in einen Oberstufentyp (Realschule, Sekundarschule oder Bezirksschule) erfolgt grundsätzlich auf der Basis einer Empfehlung durch die Kindergärten bzw. die Primarlehrperson. Es werden keine Aufnahmeprüfungen an die Bezirks- oder Sekundarschule mehr durchgeführt.

 

Artikel von: Kanton Aargau – Departement Bildung, Kultur und Sport
Artikelbild: © Syda Productions – shutterstock.com

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