Roboter-Nationen: China will in die Top 10

26.07.2016 |  Von  |  News
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Roboter-Nationen: China will in die Top 10
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China will hoch hinaus: Die Volksrepublik plant bis 2020 den Aufstieg in die Top-10 der weltweit am stärksten automatisierten Nationen. Bis zu diesem Zeitpunkt soll die Roboterdichte von 36 Einheiten (2015) auf 150 Einheiten ansteigen. Die Roboterdichte bezieht sich auf die Anzahl von Industrierobotern je 10‘000 Arbeitnehmern. Ab 2020 will China pro Jahr 100‘000 Industrieroboter aus inländischer Produktion verkaufen.

Das sagte Wang Ruixiang, Präsident des chinesischen Maschinenbau-Verbandes CMIF anlässlich des „China International Summit of Robot Industry“ in Schanghai. Aktuell liegt das Reich der Mitte mit einer Roboterdichte von 36 Einheiten weltweit auf Rang 28. Das sind Ergebnisse der Roboter-Weltstatistik, die von der International Federation of Robotics (IFR) veröffentlicht wird.

Der chinesische Markt für Industrieroboter ist derzeit noch stark von Importen geprägt. Ausländische Hersteller kommen auf einen Marktanteil von 69 Prozent. Allerdings erhöhen heimische Wettbewerber ihren Marktanteil derzeit deutlich: Innerhalb von zwei Jahren stieg das Absatzvolumen chinesischer Hersteller von 25 Prozent im Jahre 2013 auf zuletzt 31 Prozent.

Mit der Reformagenda „Made in China 2025“ fördert die Regierung in Peking den schnellen Ausbau der Automation. „Bis Ende 2020 dürfte der Marktanteil chinesischer Roboterhersteller im heimischen Markt auf 50 Prozent steigen“, sagte Dr. Daokui Qu, CEO des chinesischen Roboterbauers Siasun jüngst auf dem IFR CEO Round Table in München.


Bis 2020 plant China den Aufstieg in die Top 10 der am stärksten automatisierten Nationen. (Bild: © asharkyu - shutterstock.com)

Bis 2020 plant China den Aufstieg in die Top 10 der am stärksten automatisierten Nationen. (Bild: © asharkyu – shutterstock.com)


Asien verzeichnete 2015 mit insgesamt 156.000 Einheiten den weltweit grössten Absatz von Industrierobotern – ein Plus von 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Grösste Einzelmärkte der Region waren China (67.000 Einheiten), gefolgt von Südkorea (37.000 Einheiten) und Japan (35.000 Einheiten). Die fünf Märkte in China, Südkorea, Japan, den USA und Deutschland zusammen stehen für rund drei Viertel des weltweiten Roboterabsatzes.

„Die Erfolgsgeschichte der Roboterindustrie wird mit der Umgestaltung der digitalen Informations- und Automationstechnik über 2018 hinaus fortgeschrieben – wir sind Zeugen einer echten Transformation“, sagt Joe Gemma, Präsident der International Federation of Robotics. „Insbesondere Treiber wie Industrie 4.0, das industrielle Internet der Dinge und Services haben unsere Branche bereits verändert.“

Video: CEO-Round-Table-Statements 2016

IFR Daniel Magnin, Nestlé (Schweiz), Per Vegard Nerseth, ABB Robotics (Schweiz), Stefan Lampa, KUKA Roboter (Deutschland), Masahiro Ogawa, Yaskawa (Japan), Dr. Esben H. Østergaard, Universal Robots (Dänemark), Dr. Daokui Qu, SIASUN Robot (China) und Joe Gemma, IFR äussern sich zum weltweiten Roboterboom und „Workplace 4.0 – The Role of Robots“.



 

Artikel von: econNEWSnetwork
Artikelbild: © jamesteohart – shutterstock.com

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