Arbeitnehmer fordern Sozialplan von GaleniCare

05.07.2016 |  Von  |  News

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Das Personal des Apothekendienstleisters GaleniCare Management AG (Sun Store und Amavita) protestiert. Das Unternehmen soll 2017 am bisherigen Standort geschlossen werden und weigert sich, einen Sozialplan auszuarbeiten.

Die Mitarbeiter fordern sofortige Verhandlungen, Transparenz bei der geplanten Umstrukturierung und sinnvolle Begleitmassnahmen. Sollte sich GaleniCare weiter einem Sozialplan verweigern, wird man gemeinsam mit Unia geeignete Schritte in die Wege leiten.

Standort in der Westschweiz wird geschlossen

Am 2. Mai 2016 hatte die GaleniCare Management AG (Sun Store und Amavita) über die Entscheidung informiert, den einzigen Standort in der französischsprachigen Schweiz aufzugeben. Eine deutliche Mehrheit der Arbeitnehmer (50 von 80) stellt sich entschieden gegen das einseitige Vorgehen des Managements im Rahmen der geplanten Standortverlagerung nach Bern.

Daher protestierten sie am Montag vor dem Standort in Saint-Sulpice mit einer Warn-Aktion gegen diesen Entscheid. Gleichzeitig informierte die Unia das Personal der Sun Store- und Amavita-Apotheken des Kantons Waadt und weiterer Gebiete über das inakzeptable Verhalten der Geschäftsleitung und die laufende Mobilisierung der Arbeitnehmer.

GaleniCare blockiert

Seit der Ankündigung der Umstrukturierung schlugen die Arbeitnehmer der Geschäftsleitung mehrere Daten für die Aufnahme von Verhandlungen vor – ohne Erfolg. GaleniCare bemüht sich nach Kräften, um die Unia von den Verhandlungen auszuschliessen, obwohl Unia ein Arbeitnehmer-Mandat hat.

Die Forderungen der Angestellten sind klar und mehr als gerechtfertigt: Das Personal verlangt Informationen über die geplante Unternehmensstruktur und über die neuen Pflichtenhefte im Fall der Annahme einer Arbeitsstelle in Bern. Zudem fordern sie nachhaltige Begleitmassnahmen sowie einen Sozialplan für Personen, die eine Arbeitsstelle in Bern (mehr als 100 km entfernt von St-Sulpice) nicht annehmen können.

Mit ihrer Protestaktion verlangen die Mitarbeitenden, dass ein gemeinsamer Fahrplan über die Verhandlungen zwischen Unia und GaleniCare festgelegt wird. Wenn die Unternehmung diesen sozialpartnerschaftlichen Weg verweigert, werden neue Massnahmen ergriffen.

 

Artikel von: UNIA
Artikelbild: Symbolbild © LarsZ – shutterstock.com

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