Millennial-Gründer – anders als gedacht

04.07.2016 |  Von  |  News
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Millennial-Gründer – anders als gedacht
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Millennials oder Generation Y – so werden die Jahrgänge in den beiden letzten Dekaden vor der Jahrtausendwende genannt. Eine Generation, die oft mit Klischeevorstellungen von kurzfristigem Denken und Oberflächlichkeit bedacht wird. Dass das so nicht stimmt, zeigt eine von Wells Fargo beauftragte GfK-Studie, bei der mehr als 1‘000 Jungunternehmer aus den USA befragt wurden.

Das Ergebnis überrascht: Die überwältigende Mehrheit der Gründer der Millennial-Generation plant langfristig und sieht ihre Kinder als potenzielle Unternehmens-Erben. Auch beim Thema Verschuldung zeigt man sich zurückhaltend, allerdings sehen rund zwei Drittel Kredite als notwendig für Unternehmenswachstum an und sind bereit, dafür Risiken einzugehen.

Klischees nicht bestätigt

Es ist ein gängiges Klischee, dass die Generation Y eher kurzfristig denkt und daher zum Serien-Unternehmertum neigt. „Wir haben festgestellt, dass Millennial-Kleinunternehmer viel langfristiger denken, als viele glauben“, widerspricht Lisa Stevens, Leiterin des Bereichs Small Business bei Wells Fargo. Denn acht von zehn US-Kleinunternehmer dieser Generation wollen ihr Unternehmen so langfristig führen, dass sie es womöglich Kindern vererben können – obwohl die meisten Befragten noch gar keine Kinder haben. Von älteren Kleinunternehmen wollen nur zwei Drittel an Kinder vererben.

Fast jeder fünfte Millennial gründet ein Kleinunternehmen zunächst als Hobby, was damit deutlich öfter vorkommt als bei älteren Unternehmern (sieben Prozent). Andererseits scheint die Generation Y insgesamt ambitionierter. Denn nur 59 Prozent wollen klein bleiben, während 41 Prozent ihr Unternehmen so gross machen wollen wie nur irgend möglich. Unter älteren Unternehmern streben nur etwa halb so viele an, dem Kleinunternehmertum möglichst deutlich zu entwachsen.

Kredite für mehr Wachstum

Damit mag zusammenhängen, dass Millennial letztlich eher Schulden machen. Zwar geben sich fast drei Viertel damit extrem vorsichtig, was praktisch gleichauf mit älteren Unternehmern liegt. Allerdings ist bei der Generation Y der Glaube, dass Schulden und finanzielle Risiken für künftiges Wachstum nötig sind, merklich ausgeprägter. Das gilt besonders für männliche Millennials, die zu rund drei Vierteln dieser Ansicht sind. Frauen sind da skeptischer, nur etwas mehr als die Hälfte ist von diesem Weg zum Wachstum überzeugt.



Jedenfalls sind Millennials optimistische Kleinunternehmer. Drei Viertel der Befragten gaben an, dass sie innerhalb der nächsten zwölf Monate eine positive Geschäftsentwicklung erwarten. Bei den älteren Generationen trifft das nur für die Hälfte zu. Ein potenzielles Hindernis ist für viele Millennial der Umgang mit ihren Finanzen. Nur 46 Prozent sind der Ansicht, dass sie sich mit der Materie gut auskennen, noch etwas weniger, dass sie diesen Aspekt des Unternehmertums gut managen.

Hier gehts zur Studie.

 

Artikel von: pressetext.redaktion
Artikelbild: © BigLike Images – shutterstock.com

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