Brexit und die Credit Suisse Universalbank

30.06.2016 |  Von  |  Finanzen, News
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Brexit und die Credit Suisse Universalbank
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Der geplante EU-Austritt Grossbritanniens wird sich auf den Finanzplatz Schweiz auswirken – und zwar durchaus positiv. Davon ist Urs Rohner, Verwaltungsratspräsident der Credit Suisse, überzeugt.

Der Schweizer Finanzplatz, so Rohner im Interview mit der Handelszeitung, könne von seinem Ruf als „sicherer Hafen“ profitieren. Der Brexit würde der Schweizer Universalbank auf mittlere Sicht helfen. An den Plänen für einen Börsengang der Einheit Credit Suisse Schweiz AG im kommenden Jahr hält Rohner vor diesem Hintergrund fest.

Optimismus trotz deutlicher Kritik

Obwohl die Aktie der Credit Suisse Group in den letzten Monaten stetig verlor und inzwischen um die 10 Franken-Marke dümpelt, bleibt Rohner optimistisch. „Wir haben mit vielen Investoren, auch mit unseren Grossinvestoren sehr intensiv über die Strategie geredet und tun dies weiterhin in einem permanenten Prozess.

Da gibt es keinen strategischen Dissens.“ Zur Kritik an der Bank und den Kursverlusten an er Börse meint der CS-Präsident: „Klar ist die aktuelle Situation herausfordernd.“ Der Druck auf Banken sei gross – und „speziell der Druck auf unsere Bank.“


Positive Brexit-Effekte für die Schweiz und die CS erwartet (Bild: © Simon Zenger - shutterstock.com)

Positive Brexit-Effekte für die Schweiz und die CS erwartet (Bild: © Simon Zenger – shutterstock.com)


Schliesslich sei man mitten in einem strategischen Umbau. Zu den Rücktrittsforderungen, die in Medien erhoben werden, meint Rohner: „Das gehört zum Geschäft.“ Er wisse nach der Abstimmung über den Verwaltungsrat an der GV 2016, dass „die Aktionäre hinter dem Verwaltungsrat und auch hinter mir stehen.“

Auch die Kritik an CEO Tidjane Thiam hält Rohner für unberechtigt. „Ich bin wie der gesamte Verwaltungsrat überzeugt, dass er der richtige Mann für diese Aufgabe ist“, so Rohner. Die Kritik komme vor allem von Leuten, die von den Änderungen negativ betroffen seien. „Das ist immer so, wenn man einen radikalen Umbau vorantreibt. Aber unser CEO ist eine starke Führungspersönlichkeit und geht mit der Kritik professionell um.“

 

Artikel von: Handelszeitung
Artikelbild: © Fabio Berti – shutterstock.com

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